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                                    1/2026 5 MEINUNGSVIELFALTEuropa muss endlich ins Tun kommen %u2013 wir gehen voranEs gibt Momente, in denen man nicht mehr so tun sollte, als w%u00e4re die Welt nur ein wenig komplizierter geworden. Der Nahe Osten brennt, Russland f%u00fchrt Krieg, Energiepreise reagieren nerv%u00f6s, Rohstoffketten werden politisch, Technologie wird zur Machtfrage und Wirtschaftspolitik l%u00e4ngst zur Standortverteidigung. Wer heute noch glaubt, Europa k%u00f6nne diese Lage aussitzen, verwechselt Gelassenheit mit Stillstand.Denn die Lektion der vergangenen Jahre ist brutal einfach: Abh%u00e4ngigkeit ist teuer. Sie kostet Geld, sie kostet Handlungsspielraum und sie kostet heute schon Wohlstand. %u00d6l und Gas haben uns gezeigt, wie verwundbar ein Kontinent wird, wenn er seine Energieversorgung zu lange anderen %u00fcberl%u00e4sst. Die Frage ist nun, ob wir denselben Fehler bei Batterien, W%u00e4rmepumpen, Halbleitern, k%u00fcnstlicher Intelligenz und Daten wiederholen.Dabei liegen die Antworten l%u00e4ngst auf dem Tisch. %u00d6sterreich hatte Ende 2024 rund 2,2 GWh nutzbare PV-Batteriespeicherkapazit%u00e4t installiert; der Zubau 2024 lag bei rund 928 MWh und 70.900 Systemen. Photovoltaik kamen 2024 rund 2,5 GW neu dazu; der Bestand lag bei etwa 9,4 GWp. Die Windkraft erreichte Ende 2025 knapp 4,2 GW installierte Leistung und erzeugte j%u00e4hrlich rund 9,7 TWh Strom. Auch die Elektromobilit%u00e4t ist l%u00e4ngst aus der Nische herausgewachsen: Ende 2025 waren in %u00d6sterreich %u00fcber 250.000 batterieelektrische Pkw zugelassen; %u00fcber alle rein elektrischen Fahrzeugklassen hinweg lag der Bestand bei mehr als 300.000 Fahrzeugen. Das ist nicht nichts. Aber es ist auch nicht genug.Denn w%u00e4hrend wir in Europa noch dar%u00fcber diskutieren, ob eine W%u00e4rmepumpe eh wirklich zum Altbau passt, planen andere l%u00e4ngst industrielle Weltmarktpositionen. China ist nicht deshalb gef%u00e4hrlich erfolgreich, weil dort bessere PowerPoint-Pr%u00e4sentationen geschrieben werden. China setzt Ziele, b%u00fcndelt Kr%u00e4fte, baut Industrien auf und skaliert. Wenn ein F%u00fcnfjahresplan technologische Eigenst%u00e4ndigkeit, Industrie-Modernisierung, k%u00fcnstliche Intelligenz, neue Materialien und gr%u00fcne Transformation ins Zentrum stellt, dann ist das kein freundlicher Themenkatalog. Es ist eine Ansage.Was nutzt es, weiter auf Pferdedroschken zu setzen, wenn der Rest der Welt bereits Flugzeuge baut? Was nutzt es, den Verbrennungsmotor als Kulturgut zu behandeln, wenn Wertsch%u00f6pfung, Software, Batterien und Plattformen l%u00e4ngst woanders entstehen? Und was nutzt es, europ%u00e4ische Spitzenforschung zu feiern, wenn wir sie nicht in Produkte, Fabriken, Gesch%u00e4ftsmodelle und skalierbare Anwendungen verwandeln?Genau hier liegt der eigentliche Punkt. Die Energiewende ist kein Opfergang. Sie ist ein Wirtschaftsprogramm. PV, Wind, Speicher, Netze, W%u00e4rmepumpen und Elektromobilit%u00e4t sind nicht nur Klimaschutz, sondern Industriepolitik. Sie schaffen Arbeit, reduzieren Importabh%u00e4ngigkeit und halten Wertsch%u00f6pfung im Land. Europa muss endlich aufh%u00f6ren, Zukunftstechnologien wie unangenehme Pflichten zu behandeln. Es sind die M%u00e4rkte von morgen.Und was hilft es, wenn wir uns zur%u00fccklehnen und uns auf altbekannte Strukturen verlassen %u2013 auch auf jene k%u00fcnstliche Trennung zwischen B2B und B2C %u2013, w%u00e4hrend uns die Realit%u00e4t l%u00e4ngst %u00fcberholt? Die Energiewende, die W%u00e4rmewende, die Mobilit%u00e4tswende und die digitale Transformation entscheiden sich nicht nur in Vorstandsetagen, Fachgremien und Branchenveranstaltungen. Sie entscheiden sich auch in K%u00fcchen, Wohnzimmern, Garagen, Gemeinder%u00e4ten, Werkst%u00e4tten und Betrieben. Deshalb wollen wir mit SmartGyver alte Strukturen aufbrechen und zu jenen kommunizieren, die am Ende unser aller Geh%u00e4lter zahlen: den Konsumentinnen und Konsumenten. Ohne sie wird kein Markt gro%u00df. Ohne sie bleibt jede Technologie ein Fachvortrag. Ohne sie entsteht keine breite Bewegung.Dasselbe gilt f%u00fcr k%u00fcnstliche Intelligenz. Wir werden nicht jedes gro%u00dfe Sprachmodell selbst bauen. Aber wir k%u00f6nnen sehr wohl europ%u00e4ische Anwendungen entwickeln, die auf diesen Modellen aufsetzen, unser Wissen strukturieren, unsere Daten sch%u00fctzen und konkrete Probleme l%u00f6sen. Genau deshalb haben wir uns als i-Magazin mit Mathematikern und IT-Technikern zusammengetan und mit FragJetzt.AI keine Spielerei gebaut, sondern eine RAG-L%u00f6sung auf Basis eigener Wissenssilos: quellenbasiert, nachvollziehbar, datenschutzkonform, als KI-Agent f%u00fcr Websites und als Phonebot f%u00fcr Telefonanrufe. Die Idee ist einfach: weniger suchen, mehr wissen %u2013 und dabei Herr der eigenen Daten bleiben.Nat%u00fcrlich liefert KI heute nicht immer zu 100 Prozent perfekte Antworten. Aber wer deshalb wartet, bis andere uns fertige L%u00f6sungen servieren, hat die Lektion nicht verstanden. Auch die ersten Autos waren keine perfekten Reisemaschinen. Sie waren lauter, unbequemer und st%u00f6ranf%u00e4lliger als Pferdekutschen. Trotzdem geh%u00f6rte ihnen die Zukunft. Nicht, weil sie am ersten Tag vollendet waren, sondern weil Menschen ihre M%u00f6glichkeiten erkannten.Wir haben auch im Verlag gelernt, dass man Wandel nicht aufhalten kann, indem man ihn ignoriert. Wir haben Printausgaben reduziert, weil Digitalisierung nicht nur eingesetzt hat, sondern l%u00e4ngst vorherrscht. Gleichzeitig sind wir mit Online, Newslettern und YouTube seit Jahren dort, wo unsere Leserinnen und Leser sind. Nun kommt KI dazu. Nicht als Ersatz f%u00fcr Journalismus, sondern als Werkzeug, um Wissen besser nutzbar zu machen %u2013 f%u00fcr uns, f%u00fcr Sie und Ihr Unternehmen. Genau das muss ein Verlag heute tun, wenn er morgen noch bestehen will. Die Alternative w%u00e4re bequem %u2013 und fatal. Weiter warten. Weiter erkl%u00e4ren, warum alles schwierig ist. Weiter darauf hoffen, dass Amerika die Plattformen liefert, China die Produkte baut und Europa die Bedenken formuliert. So wird man nicht souver%u00e4n. So wird man abh%u00e4ngig. Und wer abh%u00e4ngig bleibt, riskiert, von einem reichen zu einem armen Kontinent zu werden.Europa hat Wissenschaftler, Techniker, Unternehmen, Handwerker, Ingenieure, Verlage, Kommunen und Betriebe, die mehr k%u00f6nnen, als ihnen oft zugetraut wird. Aber wir m%u00fcssen die Ziele enger setzen. Viel enger. Wir m%u00fcssen schneller werden. Viel schneller. Lasst uns nicht aufhalten mit langen Reden, warum es nicht geht. Lasst es uns machen.Denn die Zukunft wartet nicht, bis Europa fertig diskutiert hat. Holt euch noch heute euren AI-Agent bei www.FragJetzt.AIThomas BuchbauerChefredakteur, i-Magazin
                                
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