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                                    66 1/2026Rudolfine Zachbauer-ZicktechART e.U. Hetzendorfer Stra%u00dfe 103/2/19 1120 WienTel.: +43664 413 4771E-Mail: rzz@techart.co.at www.techart.co.atMEINUNGSVIELFALTKinder- und Jugendschutz oder %u201eslay%u201c, %u201ecringe%u201c, %u201esus%u201cEins vorweg %u2013 die Begriffe %u201eslay%u201c (wir sagten noch toll oder cool), %u201ecringe%u201c (fremdsch%u00e4men, unangenehme Situationen oder Handlungen), %u201esus%u201c (suspekt, verd%u00e4chtig) %u2013 ich kannte sie auch nicht. Ich habe sie gegoogelt. Altersbeschr%u00e4nkungen bei Social Media sollen Kinder und Teenies vor extremen, gewaltverherrlichenden Inhalten besch%u00fctzen. Algorithmen reagieren auf krasse Emotionen besonders %u2013 egal ob Likes oder Entr%u00fcstung. Hauptsache die Werbe- und Datenhandel-Kasse klingelt. Dadurch entsteht ein starkes Spannungsfeld zwischen Kinderschutz und digitaler Teilhabe. Weshalb Altersbeschr%u00e4nkungen in einigen L%u00e4ndern bereits eingef%u00fchrt wurden.In %u00d6sterreich d%u00fcrfen derzeit Jugendliche laut DatenschutzGrundverordnung (DSGVO) ab 14 Jahren selbstst%u00e4ndig in die Nutzung ihrer Daten f%u00fcr Social-MediaAccounts einwilligen. Zuvor ist die Zustimmung der Eltern erforderlich. Die meisten Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat erlauben die Anmeldung jedoch bereits ab 13 Jahren.Nun hat unsere Bundesregierung einen strengeren Gesetzesentwurf bez%u00fcglich altersrelevanter Zugangsbeschr%u00e4nkung erarbeitet, der als Gesetzesvorlage demn%u00e4chst in Begutachtung gehen soll. Ziel sollten rechtliche Beschr%u00e4nkungen und Barrieren zur Registrierung auf Social Media Plattformen f%u00fcr Kinder unter 14 Jahren sein. Alleine die Verbote in Form einer versch%u00e4rften Gesetzeslage werden jedoch nicht reichen. Meiner Meinung nach muss es eine EU-weite Harmonisierung dazu geben, damit wir geeint kraftvoll gegen die Tech-Giganten Plattformen auftreten k%u00f6nnen. Der Digital Services Act (DSA) verlangt bereits Risikoanalysen und Schutzma%u00dfnahmen f%u00fcr Minderj%u00e4hrige.Es gibt derzeit keine einheitliche EU-weite Altersgrenze, aber starke Bestrebungen in absehbarer Zeit eine einzuf%u00fchren. Das Europ%u00e4ische Parlament fordert 16 Jahre (mit elterlicher Zustimmung ab 13). Die EU beauftragt hierzu die Entwicklung einer datenschlanken Age-Verification-App (Zero-Knowledge-Proofs).Age Verification ist komplex, teuer und risikoreich f%u00fcr Privatsph%u00e4re %u2013 so funktioniert sie:%u2022 Einmalige Einrichtung auf dem Client der Nutzerer:innen%u2022Hochladen eines Ausweises (Pass, Personalausweis) oder Nutzung eines QR-Codes von vertrauensw%u00fcrdigen Stellen (z. B. Bank, Schule)%u2022Biometrischer Abgleich (z. B. Gesichtsscan) zur Verifizierung, dass die Person zum Dokument geh%u00f6rt. Alles passiert lokal auf dem Smartphone, Tablet, LaptopNachweis per Zero-Knowledge-Proof (ZKP)%u2022App generiert kryptografischen Beweis, dass Nutzer Bedingung erf%u00fcllt (z. B. %u201e%u00e4lter als 14 Jahre%u201c)%u2022 Plattform erh%u00e4lt nur ein Ja/Nein %u2014 kein Geburtsdatum, Namen, Dokument-Scan, genaues Alter oder sonstige Daten%u2022 Jeder Proof ist einmalig und nicht korrelierbar %u2192 keine Tracking-M%u00f6glichkeit %u00fcber verschiedene Dienste hinweg%u2022 Plattform muss den Proof nur akzeptieren, ohne eigene Daten zu speichernDatensparsamkeit & DSGVO-Konformit%u00e4t%u2022 Entspricht dem Art. 5 DSGVO (Data-Minimization-Prinzip). Die EU-Kommission bewirbt es als %u201eh%u00f6chste Privacy-Standards weltweit%u201c und %u201ekomplett anonym%u201c. Kein zentrales Tracking durch PlattformenOpen Source Code ist einsehbar und wird von Experten gepr%u00fcftKryptografieZKP (Zero-Knowledge-Proof) wird als eine etablierte, sichere Technik (%u00e4hnlich wie bei manchen Blockchain- oder Privacy-Anwendungen) angepriesen. Hacker lachen. Gleichzeitig sind diese Beschr%u00e4nkungen in der Praxis oft wirkungslos, da auch sie leicht umgangen werden k%u00f6nnen. W%u00e4hrend ein vollst%u00e4ndiger Ausschluss von digitalen R%u00e4umen unsere Kinder von essenziellen Kompetenzen wie Medienkritik, Datenschutz und Online-Kommunikation abschneidet. Digitale Kompetenz l%u00e4sst sich langfristig nur durch praktische Erfahrung erlernen %u2013 theoretischer Unterricht allein reicht nicht aus, um Kinder auf eine Welt vorzubereiten, in der fast alle Lebensbereiche digitalisiert sind. Viele Jugendliche nutzen Social Media auch, um sich zu informieren, politisch zu engagieren oder kreative Inhalte zu erstellen %u2013 eine starre Altersgrenze w%u00fcrde ihnen wichtige Bildungs- und Partizipationsm%u00f6glichkeiten nehmen.Der Kern der Diskrepanz liegt wohl darin, dass reiner Verbotsund Abschottungsansatz die Heranwachsenden langfristig eher schutzlos macht. W%u00e4hrenddessen ein unkontrollierter Zugang reale Gefahren f%u00fcr psychische Gesundheit, sexuelle Bel%u00e4stigung und Desinformation birgt. Denn Social Media mit ungez%u00fcgeltem Zugang kann bei Minderj%u00e4hrigen zu erheblichen psychischen Belastungen, f%u00fcr die sie in ihrer Entwicklung nicht gewappnet sind, f%u00fchren. Weil ihr Gehirn noch nicht ausreichend entwickelt ist, um die st%u00e4ndige Reiz%u00fcberflutung und soziale Vergleiche zu verarbeiten, k%u00f6nnen Angstst%u00f6rungen, Depressionen und Suchtverhalten entstehen.Kritiker, zu denen ich mich z%u00e4hle, fordern f%u00fcr eine ausgewogene L%u00f6sung unbedingt erg%u00e4nzende Ma%u00dfnahmen. Zum Schutz und Kompetenzaufbau geh%u00f6ren Medienbildung, Elternarbeit, Plattformhaftung und -verantwortung statt reiner Verbote. Zudem sehe ich technische und Sicherheits-Bedenken: Wo stehen die lokalen und die EU-Server der AV-App? Was geschieht bei Diebstahl, Verlust oder Defekt des Clients? Eine gro%u00dfe soziale Frage %u2013 was machen jene, die z. B. kein Smartphone besitzen? Die Begutachtungsphase wird spannend.Herzlich, IhreRudolfine Zachbauer-ZicktechART e.U. Bild: %u00a9 Gerd Altmann / PicabayFoto: Rudolfine Zachbauer-Zick
                                
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