Ende März fand der Circular Economy Summit Austria unter der Federführung von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler statt. Mit dabei war auch Secontrade Geschäftsführerin Brigitte Reich (siehe Bild). Secontrade hat gemeinsam mit anderen Stakeholdern an der Erarbeitung einer nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie mitgewirkt, um den Weg zu einer nachhaltigen und zirkulären Nutzung von wertvollen Rohstoffen im Sinne des Umweltschutzes und der verarbeitenden Industrie zu ebnen.
Secontrade bezeichnet sich selbst als Pionier in der österreichischen Kreislaufwirtschaft. Seit über 4 Jahren ist die Online-Handelsplattform für Sekundärrohstoffe mit Sitz in Wien in über 24 Ländern aktiv. Dabei trägt Secontrade nicht nur zur Entspannung der allgemeinen Ressourcen-Knappheit bei, sondern spielt auch eine wesentliche Rolle bei der Vermeidung von Treibhausgasemissionen.
Secontrade will Sekundärrohstoff-Portfolio erweitern
Das große Interesse an der Plattform Secontrade und viele persönliche Gespräche mit Summit-Teilnehmern und Teilnehmerinnen bestätigen Brigitte Reich in ihrer Strategie, das Sekundärrohstoff-Portfolio künftig deutlich zu erweitern. Denn Secontrade ist als Tradingplattform mit über vier Jahren Erfahrung in der Kreislaufwirtschaft in der Lage, auch zukünftig vermehrt im Fokus stehende Sekundärrohstoffe wie Baurestmassen und biogene Reststoffe national und international effizient umzuschlagen. „Je mehr Ressourcen dem Kreislauf zugeführt werden, desto größer ist der Effekt für die Umsetzung der umwelt- und klimapolitischen Ziele, die auf dem Circular Economy Summit Austria formuliert wurden“, erklärt Reich, „darauf werden und müssen wir uns in Zukunft konzentrieren.“
Baustoffe dominieren den Rohstoffverbrauch
Allein in Österreich beträgt der Rohstoffverbrauch pro Kopf und Jahr mit 19 Tonnen rund 5 Tonnen mehr als der eines Durchschnitts-Europäers. 5 % davon entfallen auf Metalle, etwa 15 % auf fossile Energieträger, rund 25 % auf Biomasse und der Großteil – also etwa die Hälfte des gesamten Rohstoffverbrauchs – entfällt auf nichtmetallische Mineralstoffe, wie sie in Baustoffen vorkommen. Doch gerade Baureststoffe werden nur zu einem sehr kleinen Anteil als Sekundärrohstoff wieder in den Produktionskreislauf eingebracht. Das gewinnt zusätzlich an Bedeutung, weil die Verarbeitung und Gewinnung von neu gewonnenen Rohstoffen die Hälfte aller Treibhausgasemissionen ausmacht. Insgesamt, erklärte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler auf dem Summit, ginge die Gesellschaft noch viel zu verschwenderisch mit wertvollen Sekundärrohstoffen um. Denn derzeit werden nur etwa 10 % aller Rohstoffe wiederverwertet, 90 % werden entsorgt.
„Österreich muss zirkulärer werden!“
„Das ist wirtschaftlich und ökologisch höchst unvernünftig“, ist Brigitte Reich überzeugt „An diesem Hebel muss konsequent im Sinne der Umwelt und der Ressourcenschonung angesetzt werden. Mit dem Circular Economy Summit wurde ein wichtiges Zukunftssignal gesetzt, um dieses Problem im Schulterschluss mit Politik, Wirtschaft und nicht zuletzt mit der Zivilgesellschaft zu lösen. Wir haben deshalb unsere Botschaft unmissverständlich und klar formuliert: Österreich muss im wahrsten Sinne des Wortes zirkulärer werden. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft“, ist sich Reich sicher, „muss nun rasch umgesetzt werden. Dazu können und wollen wir mit Secontrade einen wichtigen Beitrag leisten.“
Mehr Informationen unter: www.secontrade.com
Quelle: FEEI