Zwei Sicherheitsbeleuchtungstechnologien in einem System:

GSystems – zwei in eins

von Laura Peichl
Foto: © GSystems GmbH

Das Unternehmen GSystems GmbH bringt mit der easyControl LPS24 ein System auf den Markt, das es in dieser Form bislang nicht gibt: Erstmals werden eine LPS-Anlage (Low Safety Power Supply System) zur zentralen Versorgung von Sicherheitsleuchten und eine Einzelbatterieanlage in einem Gerät kombiniert. Was bisher zwei getrennte Systemwelten waren, lässt sich damit aus einer Hand planen, installieren und betreiben.

Eine Kombination, die es so noch nicht gab

Sicherheitsbeleuchtung ist in Gebäuden allerArt gesetzlich vorgeschrieben – in Schulen und Sporthallen ebenso wie in Industriehallen, Bürogebäuden oder öffentlichen Einrichtungen. Bislang standen Planer und Betreiber vor einer grundsätzlichen Entscheidung: entweder eine zentrale LPS-Anlage, die alle Leuchten über ein gemeinsames Netz versorgt, oder Einzelbatterieleuchten, bei denen jede Leuchte ihre eigene Stromversorgung mitbringt. Beide Ansätze haben je nach Gebäudetyp und Nutzung ihre Berechtigung – aber bisher mussten sie als separate Systeme geplant, installiert und gewartet werden.

Die easyControl LPS24 hebt diese Trennung auf. Das System übernimmt gleichzeitig die Funktion einer LPS-Anlage sowie die Überwachung von Einzelbatterieleuchten – und führt beide in einer zentralen Oberfläche zusammen. Damit können Planer für jeden Bereich eines Gebäudes die jeweils passende Technik wählen, ohne auf eine einheitliche Verwaltung verzichten zu müssen.

Flexibel vernetzt – per Kabel, Funk oder als Hybridlösung

Ein wesentliches Merkmal des neuen Systems ist seine Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche bauliche Gegebenheiten. Einzelbatterieleuchten können wahlweise per Kabel, per Funk oder in einer Kombination aus beiden Varianten angebunden werden. Das macht die easyControl LPS24 sowohl für Neubauten als auch für die Modernisierung von Bestandsgebäuden geeignet – ohne dass aufwendige Neuverkabelung zwingend erforderlich ist.

Darüber hinaus setzt GSystems auf moderne Lithium-Technologie, die eine lange Lebensdauer der Batterien, hohe Effizienz und einen spürbar reduzierten Wartungsaufwand im Vergleich zu herkömmlichen Systemen ermöglicht. Die Konfiguration und Überwachung des gesamten Systems erfolgt über eine webbasierte Oberfläche, die alle angebundenen Leuchten und Batterien zentral im Blick hält – einschließlich automatischer Status-, Prüf- und Störmeldungen.

Dynamische Fluchtwegslenkung als weiteres Alleinstellungsmerkmal

In Kombination mit der neuen Displayleuchte Avior 17 bietet die easyControl LPS24 zudem die Möglichkeit der dynamischen Fluchtwegslenkung: Fluchtwege können situationsabhängig angepasst und visuell klar dargestellt werden. Gerade in komplexen Gebäuden mit wechselnden Nutzungssituationen – etwa Veranstaltungshallen oder Gebäude mit mehreren Brandabschnitten – eröffnet dies neue Möglichkeiten für ein zeitgemäßes Sicherheitskonzept.

Praxisbeispiel Turnhalle: Wartungsfreundlichkeit trifft Normerfüllung

Wie die Kombination beider Technologien in der Praxis wirkt, zeigt ein Anwendungsfall aus dem Bereich Sport und Gemeinschaftsgebäude. In einer Turnhalle mit angeschlossenen Umkleide- und Nebenräumen stellt die große Raumhöhe der Halle eine besondere Herausforderung dar: Die Deckenleuchten sind schwer zugänglich, ein regelmäßiger Batteriewechsel wäre mit erheblichem Aufwand – und in der Regel mit Hubsteigern oder Gerüsten – verbunden. Gleichzeitig gelten für die Haupthalle erhöhte Anforderungen an die Beleuchtungsstärke gemäß DIN EN 12193.

Mit der easyControl LPS24 lässt sich dieses Problem pragmatisch lösen: An der Hallendecke werden Zentralbatterieleuchten eingesetzt, die über die LPS-Anlage versorgt werden – ohne eigene Batterie, ohne regelmäßigen Batteriewechsel in großer Höhe. In den Umkleiden, Fluren und Nebenräumen hingegen kommen Einzelbatterieleuchten zum Einsatz, die zentral überwacht, aber ohne E30-Verkabelung betrieben werden. Beide Bereiche werden in einer einzigen Oberfläche zusammengeführt. Das Ergebnis: deutlich reduzierter Wartungsaufwand, erhöhte Betriebssicherheit und eine normgerechte Lösung, die sich an die baulichen Gegebenheiten anpasst – nicht umgekehrt.

Praxisbeispiel Logistikhalle: Zentrale Überwachung über Gebäudegrenzen hinweg

Ein zweites Anwendungsbeispiel verdeutlicht die Stärken des Systems in industriellen und gemischt genutzten Gebäuden. In einem Projekt mit einer Logistikhalle und einem angrenzenden Bürogebäude waren hohe Installationskosten durch E30-Verkabelung, mehrere Brandabschnitte und unterschiedliche Nutzungsbereiche die zentralen Herausforderungen.

Die Lösung mit easyControl LPS24: Die Logistikhalle wird in drei virtuelle Brandabschnitte unterteilt, von denen jeder über eine eigene LPS-Anlage versorgt wird – ohne E30-Verkabelung, normgerecht und übersichtlich je Abschnitt. Das angrenzende Bürogebäude mit drei Etagen und einem Treppenhaus wird mit Funk-Einzelbatterieleuchten ausgestattet, die an die bereits vorhandene LPS-Anlage angebunden werden. Was klassisch vier separate LPS-Anlagen erfordert hätte, wird so auf ein einheitliches System reduziert. Das Ergebnis: deutlich geringere Investitionskosten, weniger Technikräume und eine flexible Basis für spätere Erweiterungen.

Der Verkaufsstart der easyControl LPS24 wird derzeit vorbereitet. Optional wird auch ein vom DIBt zertifiziertes E30-Gehäuse angeboten.

Weitere Informationen auf: www.gsystems.de

Quelle: GSystems GmbH

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