G.fast ist eine Technologie, die auf relativ kurzen Kupfer-Leitungssträngen extrem Datenübertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde verspricht. Damit reicht es für superschnelles Breitband, Glasfasern nur bis zu Verteilerkästen zu legen. Der Hausanschluss erfolgt weiterhin über das altbewährte Kupferkabel. Erst im Dezember 2014 hat die internationale Fernmeldeunion ITU ihre Spezifikationen für G.fast finalisiert. Nun startet die BT, die bei der Technologie seit jeher eine Vorreiterrolle beansprucht, ihren ersten großen Feldtest.
4K-Streaming trotz spielen
Schon die 330 Mbps, die für die Testphase in Aussicht stehen, reichen der BT zufolge, damit Kunden gleichzeitig auf mehreren Geräten Filme in Ultra-HD-Auflösung (4K) streamen können und gleichzeitig noch online spielen und Videos hochladen. Dabei schöpft der auf sechs bis neun Monate angelegte Test das Potenzial von G.fast noch nicht voll aus. Innerhalb eines Jahrzehnts werde es dem Unternehmen zufolge möglich sein, mit der Technologie den Großteil Großbritannien mit 500 Mbps an das Internet anzubinden. Damit soll dem Inselkönigreich auch langfristig eine Breitband-Führungsrolle zukommen.
„Wir haben 2013 den weltweit ersten G.fast-Test durchgeführt, und unsere Experten waren intensiv in die Schaffung globaler Industriestandards involviert“, meint Openreach-CEO Joe Garner. Der Testlauf in Huntingdon in Zusammenarbeit mit acht Providern soll nun klären, wie sich G.fast-Installation in größerem Maßstab technisch bewährt. Dabei arbeitet man auch mit den internationalen Anbietern ADTRAN , Alcatel-Lucent und Huawei zusammen.
Quelle: Pressetext