Mit halb so vielen Windkraftanlagen mehr als doppelt so viel Strom:

Repowering des EVN Windparks Großsierning startet

von Laura Peichl
Foto: © EVN / Franz Gleiß

Nach mehr als 20 Jahren Dienst, dürfen sich 9 Windkraftanlagen, verteilt auf die Gemeinden Haunoldstein, Hürm und Markersdorf-Haindorf, in den Ruhestand verabschieden. Für die Nachfolge ist jedoch bereits gesorgt: 5 neue Windräder werden ab Jänner 2026 errichtet, 1 Windrad bleibt bestehen.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger (© EVN / Franz Gleiß)

„In Zukunft wird es also statt 10 Anlagen nur noch 6 geben und trotzdem kann dabei die 2,5-fache Menge an Ökostrom produziert werden, wie bisher. Im Arbeitsübereinkommen haben sich ÖVP und FPÖ den massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien, unter anderem insbesondere der Windkraft, vorgenommen. Dazu wurden vor kurzem im Landtag auch die Ziele erhöht. Das machen wir, weil wir unabhängiger von Stromimporten werden wollen, damit die Versorgungssicherheit erhöhen und auch der Wirtschaft helfen,“ ist LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf überzeugt.

Auch die Vertreter der drei Gemeinden sind sich einig: „Wir haben uns bereits vor über 20 Jahren für die Windkraft entschieden. Dass wir bald einen noch größeren Beitrag für eine erneuerbare Energiezukunft leisten können, freut uns natürlich umso mehr.“

Nicht nur mit der Windkraft haben die drei Gemeinden bereits früh ein klares Zeichen gesetzt. Die Gemeinde Haunoldstein ist mit der Bürger-Energiegemeinschaft (BEG) Haunoldstein noch einen Schritt weitergegangen. Erstmals in Europa sind hier Windkraft-, Wasserkraft- und PV-Anlagen Teil der Gemeinschaft. Durch die diversifizierte Energieerzeugung ist es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglich über 90 % ihres benötigten Stroms aus der BEG zu beziehen.

EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger betont: „Bis 2030 will die EVN ihre Windkraftleistung von aktuell rund 530 MW auf 770 MW ausbauen. Mit Projekten wie diesem sind wir hier auf einem guten Weg.“

Bürgermeister von Hürm Johannes Zuser, GGR von Markersdorf-Haindorf Harald Fendt, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger, Abgeordnete zum NÖ Landtag Doris Schmidl und Bürgermeister von Haunoldstein Hubert Luger (© EVN / Franz Gleiß)

Das Projekt im Detail

Aktuell erstreckt sich der Windpark über die drei Gemeinden Haunoldstein, Hürm und Markersdorf-Haindorf. Im Zuge des Repowerings kommen in Haunoldstein zum bereits bestehenden und bleibenden Windrad noch 2 Windräder dazu. In Markersdorf-Haindorf werden 5 alte Anlagen abgebaut und durch 3 neue ersetzt. Hürm hatte bislang 4 Windräder und wird künftig keine mehr auf dem Gemeindegebiet haben.

Der hohe Stellenwert der Gemeinde Hürm für das Projekt bleibt jedoch: Auf einer Fläche von 2.000 m² werden auf dem Gemeindegebiet von Hürm naturnahe Gehölzstreifen als Rückzugsort für Vögel und Kleinwild errichtet.

Die Gesamtleistung des Windparks steigt von 16,2 MW auf 26,5 MW. Damit können dann rund 22.000 Haushalte versorgt werden, statt bislang 8.000 Haushalte. Die Fertigstellung des Windparks ist für Mai 2027 geplant.

Weitere Informationen auf: www.evn.at

Quelle: EVN AG

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