Dass man mit revolutionären Ideen aus der Praxis und dem notwendigen Durchhaltevermögen die Welt verändern kann, beweist das Unternehmen Loxone täglich aufs Neue. »Verbessern« und »vereinfachen« dienten und dienen dabei als Basis, auf der eine einzigartige Erfolgsstory aufbaut.
Interview: Thomas Graf-Zoufal
Text: Mag. Sandra Eisner
2009 gilt als besonderes Jahr für Martin Öller und Thomas Moser. In diesem Jahr nahm nämlich ihr Anliegen, Smart Home zu vereinfachen, in Form des Unternehmens Loxone Gestalt an. Seitdem hat sich vieles getan. Als erfolgreiches, weltweit tätiges Unternehmen haben die Gründer mit ihrem Angebot einen wunden Punkt im Bereich der Haussteuerung getroffen – und ihn offensichtlich für viele geheilt. Heute ermöglicht Loxone die einfache Steuerung und intelligente Automatisierung von Projekten jeglicher Art – von Smart Home über Gewerbeobjekte bis hin zu Spezialanwendungen. Wichtigster Bezugspunkt und Ideengeber war dabei stets die Praxis – mitsamt ihren Herausforderungen. Wir sprachen mit den beiden Gründern Martin Öller und Thomas Moser sowie mit CEO Rüdiger Keinberger über eine Firmen- und Entstehungsgeschichte der besonderen Art. – Das Online-Interview finden Sie hier auf unserem YouTube-Channel.

„Meine Welt drehte sich schon damals um »Usability«. Software möglichst einfach zu gestalten, war mein primärer Zugang bei meiner Tätigkeit als Softwareentwickler“, so Loxone-Gründer Martin Öller (links im Bild). (Bild: Loxone)
Das Unternehmen Loxone wurde 2009 durch Thomas Moser und Martin Öller gegründet. Wie kam es dazu?
Martin Öller: Die Gründungsidee wurde 2008 geboren und entstand in den eigenen vier Wänden. Ich hatte damals soeben mein neues Haus bezogen, als Thomas Moser und ich beschlossen, gemeinsam unternehmerisch tätig zu werden. Zum damaligen Zeitpunkt war es gang und gäbe, in einem Haus ein konventionelles, traditionelles Bus-System zu verbauen, also habe ich mich mit der Software auseinandergesetzt und dann selbst programmiert.
Sie waren demnach mit dem Angebot am Markt nicht voll zufrieden?
Öller: Meine Welt drehte sich schon damals um »Usability«. Software möglichst einfach zu gestalten, war mein primärer Zugang bei meiner Tätigkeit als Softwareentwickler. Was wir versucht haben, in unsere Software einzubringen, habe ich allerdings beim vorhandenen Angebot vermisst. In der Kombination mit Thomas, der ähnliche Erlebnisse hatte, wurde uns die riesige Chance klar, die wir schlussendlich ergreifen wollten.
Wie sah der erste Unternehmensstandort aus?
Thomas Moser: Bei uns war es nicht die klassische Garage, sondern ein abbruchreifes Haus in Kollerschlag im Norden Oberösterreichs. Ein altes Gemeindehaus, das eigentlich abgerissen werden sollte, bot eine tolle Startmöglichkeit, weil viel Platz vorhanden war. Wir haben einen Raum ausgemalt und von den umliegenden Unternehmen Möbel bekommen, da wir dafür kein Geld ausgeben wollten. So haben wir zwar mit den modernsten Mitteln gearbeitet, gesessen sind wir aber auf geschenkten Sesseln.
Wie ging es weiter? Wie war die Reaktion seitens des Marktes auf Sie und Ihre (ersten) Produkte?
Moser: Wir starteten mit dem Miniserver, der damals unser Hauptprodukt war und es auch heute noch ist. Die Entwicklung nahm schon vor der Gründung des Unternehmens – die im April 2009 stattfand – ihren Anfang. Es wurden die Produktarchitektur definiert und mit dem Miniserver auch Extensions entwickelt. Ende 2009 erfolgte der erste Prototypeinbau in meinem neu gebauten Haus, wo am 23. Dezember zum ersten Mal das Licht über einen Miniserver eingeschaltet wurde. Im Juni 2010 wurden die ersten Produkte verkauft. Der Miniserver war damals in einem grauen Gehäuse, aber die Technik war im Wesentlichen so gestaltet, wie sie sehr viele darauffolgende Jahre geblieben ist.
Wurde Ihnen anlässlich der Firmengründung das notwendige Vertrauen hinsichtlich einer Finanzierung entgegengebracht?
Moser: Nein, jedoch hatten wir beide eine unternehmerische Vorgeschichte, was sehr hilfreich war durch unsere positive Reputation. Seitens der regionalen Raiffeisenbank in Kollerschlag wurde schließlich eine Finanzierung ermöglicht und wir haben zusätzlich alles, was an Mitteln vorhanden war, und noch mehr für die Gründung eingesetzt.
In der Folge entwickelte sich jedoch schnell eine Eigendynamik. Was war der Antrieb dazu?
Moser: Die erste Phase war durchaus anstrengend. Es war nicht so, dass die Welt auf uns gewartet hatte und jeder einen Miniserver kaufen wollte. Das war ganz und gar nicht der Fall. Es war ein harter Weg der Überzeugung, gleichzeitig gab es im Markt ein Vakuum für ein sauberes Produkt, das wir damals mit einer für die Konfiguration kostenlosen Software etabliert hatten.
Öller: Wir wollten im Juni 2010 mit dem Verkauf beginnen und standen unter finanziellem Druck. So haben wir begonnen, Maßnahmen zu ergreifen. Jeder – vom Softwareentwickler bis zum Lagermitarbeiter – bekam die Aufgabe zu telefonieren und Thomas und ich machten uns auf eine Reise, um Hersteller von Fertigteilhäusern zu besuchen, die unserer Meinung nach einen Bedarf für unsere Produkte hatten. Das Auto wurde vollgepackt mit Welcome-Packages und wir fuhren 5.000 Kilometer durch Österreich, um die Starter-Sets – bestehend aus Miniserver und Extension – persönlich zu überbringen. Es war durchaus eine harte Zeit, aber wir sind mit einem leeren Kofferraum zurückgekehrt und haben so die Startphase bestritten, bis das Vertrauen in unsere Produkte sukzessive gewachsen ist.
War diese Verkaufs-Tournee erfolgreich? Gab es Folgeaufträge?
Öller: Ja, es gibt heute noch Loxone-Partner, die wir damals erstmalig besuchten. Das Vertrauen in Loxone ist sukzessive gestiegen, man hat die Möglichkeiten gesehen, die durch unsere Lösung entstanden. Das damalige große Vakuum war vor allem in der Visualisierung vorhanden und diese Lücke haben wir erfolgreich gefüllt. Ich meine, wir waren weltweit die Ersten, die es ermöglichten, über ein Handy das Licht einzuschalten.
Aus welchen Gründen fiel die Entscheidung, den Vertrieb nicht über den Großhandel zu tätigen, sondern sich direkt an den Elektriker zu wenden?
Öller: Es gibt ein paar Grundprinzipien in unserem Unternehmen, die wir damals verankert hatten. »Was nichts kostet, ist nichts wert« ist eines davon und ein zweites: »Wenn wir tun, was alle tun, dann bekommen wir, was alle bekommen«. Wir haben gewusst, dass wir andere Wege beschreiten werden und damals gab es ja keine Nachfrage. Es war nicht so, dass wir den Großhandel von Anfang an ausgeschlossen hätten, es gab sogar eine kurze Phase der Zusammenarbeit in unserer Geschichte. Wir haben uns aber schließlich für den direkten Weg entschieden, weil wir eine starke Marke kreieren wollten und das lag in unserer eigenen Verantwortung. Und da wir uns für die mühsamere Variante entschieden, die Marke und die Kontakte selbst aufzubauen, blieb nur noch das »Bewegen der Schachtel«, was wir auch selbst in die Hand nahmen.
Wann kam das Thema Export zum Tragen? Sie haben ja schnell damit begonnen, nicht nur Österreich sondern die ganze Welt als Bühne zu sehen.
Öller: Wir waren immer schon sehr internetaffin und haben so u. a. entschieden, dass es bei Loxone keine Dokumentation gibt, die nicht online ist. Wir haben eine starke Online-Präsenz in dem Bereich aufgebaut und uns in der Folge an englischsprachiges Publikum adressiert. Mit einem strategischen Ansatz haben wir schließlich definiert, in welchen Märkten wir tätig sein wollen.
Wann folgten die Attacken von Marktteilnehmern auf Loxone?
Moser: Anfangs wurden wir ausgelacht und nicht ernst genommen. In der Phase, als wir beschlossen, den direkten (Vertriebs-)Weg zu gehen – da wir im Grunde ein Software-Haus sind und unsere Produkte so viel Funktionalität haben, dass die Wissensvermittlung auf direktem Weg geschehen muss – wurden wir totgesagt. Als Partnerschaften entstanden und unsere Schulungen u. a. auch in Deutschland abgehalten wurden, wurde über uns geschimpft. Wir waren ein Exot – der Elektromarkt war ja aufgeteilt, es gab die bekannten Marken und dann kamen wir ins Spiel. Was für viele unerhört war, dass da jemand hinzukommt und mitmischen will.
Ihre Website bietet auch für Konsumenten klare und verständliche Inhalte. Wen wollten Sie mit dem Webauftritt vorrangig ansprechen?
Öller: Ich habe immer auf die Push-pull-Strategie gesetzt: Ein Elektriker wird unsere Ware am liebsten verbauen, wenn die Kunden den klaren Wunsch nach Loxone-Produkten äußern. Dieses Prinzip war der Einstieg, aber auch das Ziel. Deshalb brauchten wir zwei Kanäle: Jener für die Endkunden sollte sich an sie mit verständlichen Botschaften richten. Damals war unser Schwerpunkt noch das Smart Home, 2018 haben wir uns erweitert und den Fokus ausgedehnt. Nach unserer Definition haben wir einen Kunden, den wir aus- und weiterbilden, dem die technischen Skills vermittelt werden, und einen ideellen Kunden, dem die Idee gefällt und sich dafür entscheidet – der Endkunde.

„Unser Motto ist »Best Workplace for Performers« und das ist keine Worthülle sondern das, was wir ernsthaft umsetzen“, erklärt CEO Rüdiger Keinberger. (Bild: Loxone)
Herr Keinberger, Sie sind seit viereinhalb Jahren bei Loxone und verantworten das operative Geschäft. Wie haben Sie Ihren Weg in das Unternehmen gefunden?
Rüdiger Keinberger: Ich habe Loxone seit der Entstehungsgeschichte beobachtet, da mich vor allem mit Thomas eine langjährige Freundschaft verbindet. Wir haben uns immer wieder ausgetauscht. Ich war zuvor in einem deutschen Konzern in der Kunststoffbranche im Vorstand gewesen und die Art und Weise, wie bei Loxone Entwicklung betrieben wird, wie Marktzugänge definiert werden, hat mich fasziniert. Es ist ein komplett revolutionärer Ansatz, der extremes Potenzial bietet. In meiner alten Tätigkeit war Innovation kleingeschrieben und so war der Reiz da, von einem starren Konzern, der wie ein schwerer Dampfer unterwegs ist, zu einem wendigen Schnellboot zu wechseln.
Wie werden Produkte bei Loxone entwickelt? Woher stammen die Anreize?
Moser: Der Bedarf kommt aus der Praxis, in der wir stark verhaftet sind. Ich selbst betreute 50 Installationen samt Konfiguration und kümmere mich um die Anliegen. Der Button Air zum Beispiel wurde für eine Familienangehörige designt, die im hohen Alter in ihrem Zuhause in der Nacht über einen Teppich gestolpert und gestürzt ist und bis zum Morgen keine Hilfe holen konnte. Das ist eine Situation, die nicht sein darf. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert, aber das war für mich der Anstoß, hier anzusetzen. Das Thema Fall- und Sturzsicherung ist ja über die Beleuchtung aufgelegt, mit Licht wäre das vermutlich nicht passiert. So haben wir den Button designt, der an der Wand mittels Klebeband positioniert oder angeschraubt wird und als Alarmierungseinrichtung dient.
Was bietet Loxone hinsichtlich der Klimaziele? Warum ist Intelligenz im Gebäude wichtig?
Keinberger: 40 % der CO2-Emissionen rühren von Gebäuden her. Wenn Gebäude nicht intelligent sind, sind es regelrechte Energievernichtungsmaschinen. Jeder Kubikmeter, der gekühlt, beleuchtet, beheizt wird, obwohl sich kein Mensch im Raum befindet, ist Energieverschwendung. Das ist der Grundansatz, nur die Räume mit Energie zu versorgen, in denen Menschen anwesend sind. Was wir an technischen Lösungen schaffen, geht aber deutlich über die Präsenz hinaus: Wie manage ich die Energie, die zum Beispiel durch Sonne vorhanden ist, wie gehe ich mit Speichermöglichkeiten um?
Moser: Neben dem Energiemanagement ist die Vermeidung von Energieeinsatz der Ursprung – und der allereinfachste Ansatz, zum Beispiel durch automatische Beschattung, um die Sonne gar nicht erst in die Räume scheinen zu lassen, was eine anschließende Kühlung vermeidet. Wenn es zum Kühlen kommt, geht es um Effizienz mithilfe von Energiemanagement. Photovoltaik, Batteriespeicher sind eine tolle Erfindung, aber ich meine, die Energie gehört verteilt. Der Verbrauch muss von der Nacht in den Tag transferiert werden, speziell wenn die Sonne scheint. Alleine durch die Einspeisevergütung gibt es bereits ein großes finanzielles Interesse, die eigene Energie zu verbrauchen.
Es ist zu erwarten, dass tageszeitabhängige Stromtarifen bald Realität sind. Haben Sie in diese Richtung ein Angebot?
Moser: Es gibt bereits jetzt einige Anbieter und Tarife, die ähnliche Modelle haben. Die Energiewirtschaft in Österreich einigt sich zurzeit auf eine Schnittstelle, wie man zu Informationen kommen kann. Wir stehen bereit und harren der Entscheidung. Es gibt die Möglichkeit, die Art der Tarife für die nächsten 24 Stunden abzufragen, diese Information wird dann im Miniserver verarbeitet und der Kunde entscheidet, was er damit macht. So kann zum Beispiel ein Elektroauto bevorzugt dann geladen werden, wenn der Strom sehr wenig kostet.
Wo liegen die Kosten für einen Loxone-Miniserver?
Keinberger: Vor 15 Jahren wurde die Frage gestellt: „Kann ich mir das leisten?“ Heute muss das umgekehrt werden in: „Kann ich es mir leisten, bei der Errichtung von Gebäuden – egal ob private oder gewerbliche Objekte – nicht in Automatisierung zu investieren?“ Doch um die Frage konkret zu beantworten: Die Grundausstattung in puncto Miniserver beginnt bei einer Größenordnung von rund 1.000 Euro.
Öller: Wenn man heute ein Haus ohne zentrale Automatisierung baut, so ist ohnehin viel Steuerung vorhanden. Beschattung, PV, Sauna, Einzelraumregelung, Rauchmelder etc. –verwertet man all dies, so wird man zum Schluss kommen, dass eine von Loxone flächendeckend eingesetzte Steuerung wahrscheinlich die günstigere Lösung darstellt.
Wie viele Leute arbeiten momentan für das Unternehmen? Und in wie vielen Ländern sind Sie vertreten?
Keinberger: Aktuell haben wir 430 Mitarbeiter und sind in 12 Ländern vertreten. Unser Wachstumskurs setzt sich fort und bewegt sich seit Jahren im starken zweistelligen Bereich. Wir versuchen, das Partnernetzwerk ständig auszubauen. Zurzeit haben wir 14.000 Partner und möchten durch neue Möglichkeiten dieses Jahr 7.000 neue dazugewinnen. Hierbei geht es intensiv um Wissensvermittlung. In den Niederlassungen, die wir neu schaffen, gewinnen wir mit einem jungen Team im Markt Partner, um diese sogleich zu trainieren. Denn im Grunde sind wir – wie bereits erwähnt – ein Softwarehaus, das Produkte verkauft und eine Software basiert auf Know-how.
Öller: Wir bieten internationale Schulungen, die in englischer Sprache gehalten werden. Diese werden gerne besucht von interessierten Menschen aus Ländern, in denen es noch keine Loxone-Niederlassung gibt und somit kein Schulungsangebot. Es ist durchaus kurios, aber sehr schön zu sehen, aus welchen Ländern Menschen die Reisen auf sich nehmen, um uns zu besuchen.

Die geballte Loxone-Kompetenz Thomas Moser, Rüdiger Keinberger und Martin Öller (v.l.n.r.) im Gespräch mit i-Magazin-Herausgeber Thomas Graf-Zoufal. (Bild: www.i-magazin.com)
Der Hauptstandort in Kollerschlag wird als Loxone Campus stark erweitert und ausgebaut. Welche Hintergründe gibt es dazu?
Öller: Wir haben uns vor zwei Jahren dazu entschieden, unseren Standort massiv auszubauen. Wir brauchen ein Schulungszentrum, da wir aktuell nur einen Schulungsraum haben, der massiv gebucht ist. Wir wollen unser Partnernetzwerk weiterhin ausbauen, wir wachsen, deshalb sind mehr Räumlichkeiten notwendig. Aktuell verfügen wir in Kollerschlag über 110 Arbeitsplätze und unser Lager ist rund 700 m2 groß. Alle Pakete werden von diesem Standort verschickt. Nach intensiver Planung kamen wir zu dem Schluss, dass wir ein Schulungszentrum benötigen, da wir in absehbarer Zeit vermutlich 5 Schulungen parallel halten mit 15 bis 20 Teilnehmern, die uns besuchen. Ein entsprechendes Nächtigungsangebot ist nicht vorhanden, weshalb auch ein Hotel geplant ist. Die Partner können in Zukunft bei ihrem Besuch von A bis Z alles erleben, was Loxone zu bieten hat. Dazu gehören ein Restaurant, ein Wellnessbereich sowie entsprechende Veranstaltungsflächen in Form eines Auditoriums. Wir erweitern außerdem unsere Arbeitsplätze um zusätzliche 300 Büro-Arbeitsplätze und bekommen ein Lager in einer Größe von 6.000 m2.
Angesichts des aktuellen Personalmangels – wie kommen Sie zu qualitativen Mitarbeitern?
Keinberger: Unser Motto ist »Best Workplace for Performers« und das ist keine Worthülle sondern das, was wir ernsthaft umsetzen. Die Triebfeder der meisten Menschen ist ein sinnvoller Job und Jobs mit Sinn anzubieten, ist genau unser Thema. Wenn man es durch die Tätigkeit schafft, sowohl für den Großvater etwas Gutes zu schaffen, indem wir mit unseren Produkten die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden deutlich erhöhen, als auch für die Nachwelt etwas zu hinterlassen, weil man mit intelligenter Gebäudeautomatisierung die CO2-Belastung senkt und somit nachhaltig im Sinne der Umwelt agiert, so ist das für viele schon ein spannender Ansatz. Die Jugend ist deutlich erwachsener geworden im Umgang mit Ressourcen und wir haben eine große Chance, technologieaffine, junge Leute zu finden, die einen sinnvollen Job machen wollen.
Öller: Wir legen auch großen Wert auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter und betreiben ein Restaurant für sie, in dem möglichst frisch gekocht wird. In Kollerschlag gibt es kein Essensangebot und da wir selbst gesund essen möchten, wollen wir diesen Anspruch für uns auch auf unsere Mitarbeiter umlegen. Wir bemühen uns um büroadäquate, gesunde Küche.
Gibt es Angebote und Tendenzen, das Unternehmen zu verkaufen?
Öller: Dafür gibt es keinen Grund. Loxone ist wirtschaftlich sehr erfolgreich. Würden wir verkaufen, würden wir genau das verlieren, was uns erfüllt und Spaß macht, nämlich unsere Freiheit. Jederzeit entscheiden zu können, niemanden um Erlaubnis fragen zu müssen, ist genau das, was wir genießen. Diese Freiheit aufzugeben, dafür gibt es keine Motivation.
Wie werden Sie Ihre Ziele gestalten, wenn Sie Weltmarktführer sind?
Öller: Das gehört zu der Sorte an Themen, die wir auf uns zukommen lassen. Es wird uns sicher etwas einfallen. Ich glaube, es gibt durchaus noch viel Platz für Wachstum.
Meine Herren, vielen Dank für das Gespräch!
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