Ein prägender Branchenmanager tritt ab:

Busch-Jaeger: Adalbert Neumann geht in Pension

von Thomas Buchbauer

Mit Adalbert Neumann verabschiedet sich mit Ende Februar 2026 eine Persönlichkeit aus dem aktiven Berufsleben, die über Jahrzehnte weit mehr war als nur Geschäftsführer. Bei Busch-Jaeger Elektro in Lüdenscheid und Stotz-Kontakt in Heidelberg stand sein Name für Verlässlichkeit, Kontinuität und eine Form von Führung, die in der Elektrobranche nicht selbstverständlich ist: klar in der Sache, verbindlich im Umgang und nah an den Menschen.

Mehr als vier Jahrzehnte in der Elektrobranche und über 30 Jahre innerhalb der ABB-Gruppe hinterlassen Spuren – nicht nur in Funktionen und Markenstrategien, sondern vor allem in Beziehungen. Adalbert Neumann hat offenkundig entscheidend dazu beigetragen, die Marktpräsenz von ABB, Busch-Jaeger und Striebel & John zu stärken und die strategische Ausrichtung des Smart-Buildings-Geschäfts mitzuprägen. Besonders wichtig war dabei sein Zugang zum Markt: nicht abstrakt, sondern getragen von der engen Zusammenarbeit zwischen Industrie, Großhandel und Elektrohandwerk.

Gerade der Großhandel war dabei weit mehr als ein Vertriebskanal. Er ist Drehscheibe, Vertrauensraum und Rückgrat eines Marktes, der von verlässlichen Partnerschaften lebt. Wer diesen Bereich versteht und ernst nimmt, schafft Stabilität und Relevanz. Dass Busch-Jaeger und die Schwestermarken über viele Jahre hinweg als starke und zugleich nahbare Partner wahrgenommen wurden, ist auch mit Neumanns Wirken verbunden.

Sein Karriereweg durch Führungspositionen in Deutschland und der Schweiz, in Marketing und Vertrieb, im globalen Channel-Management und in der Geschäftsleitung, zeigt die Breite seines Blicks. Entscheidend ist aber weniger, welche Titel jemand trug, sondern wie er wirkte. Und hier liegt wohl sein eigentliches Vermächtnis: Marken nicht nur zu führen, sondern Beziehungen zu stiften und über Jahre tragfähig zu halten.

Auch das i-Magazin verbindet mit Adalbert Neumann viele gute Gespräche, Projekte und persönliche Begegnungen. Gerade in einer Branche, die oft von Technik, Zahlen und Strategien geprägt ist, bleibt am Ende oft etwas anderes in Erinnerung: der Mensch. Jemand, der erreichbar war, der zuhören konnte und der das Gegenüber ernst nahm.

ABB dankt ihm für seinen außergewöhnlichen Beitrag und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute. Dem ist wenig hinzuzufügen – außer der Feststellung, dass mit Adalbert Neumann auch ein Stück gelebter Branchennähe in Pension geht.

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