Das Torpedo-Boot vom Wörthersee

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Am 18. Oktober 1915 fand in der Adria die weltweit erste Probefahrt eines voll funktionsfähigen Luftkissenbootes statt. Erfinder und Konstrukteur war Dagobert Müller von Thomamühl, Linienschiffsleutnant der k. u. k. Kriegsmarine. Von 1915 bis 1916 gab es insgesamt 21 Probefahrten, bis das Projekt ein Jahr später aufgrund mangelnder Modifizierung und Weiterentwicklung beendet wurde. Danach wurden die Motoren für Flugzeuge verwendet und der einzige Prototyp des Bootes zerstört. In den vergangenen zwei Jahren wurde dieses Boot in Klagenfurt nachgebaut und wurde aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums am 4. September am Wörthersee zu Wasser gelassen.

Hinter dieser Idee steht der Klagenfurter Walter Krobath, Herausgeber des Magazins und der Online-Plattform »Visionaer«. Gemeinsam mit 50 Top-Unternehmen wie Phoenix Contact, Steyr Motors, dynea und doka, wurde das ursprünglich als Torpedo-Boot geplante Projekt in der »Tischlerei mit Format« umgesetzt.

Mit Thomas Lutzky hatte man das Glück einen begeisterten Partner zu finden, der mit Phoenix Contact das notwendige Know-how mitbringt, um das Boot auf den technischen Stand des 21. Jahrhunderts zu bringen. Phoenix Contact stellt ein SMS-Relais, das Funktionen und Sicherheit überwacht, zur Verfügung. Thomas Lutzky erklärt: Dabei handelt es sich um eine Überwachung, durch die man das Boot jederzeit und überall kontrollieren kann.
Die Navigation und die grafische Darstellung der elektrotechnisch erfassbaren Zustände und Steuerfunktionen des Bootes laufen auf einem wasserfesten PC mit Druckgussgehäuse. Zusätzlich wurden viele Einbaukomponenten wie Schaltschrankbeleuchtung, elektrische Anschlusstechnik, Verdrahtungsschienen, Sicherungselemente und Montagewerkzeug von Phoenix Contact bereitgestellt.

Am 4. September 2015 wurde das Luftkissenboot im Hotel Seepark am Wörthersee das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Wenn alles nach Plan läuft, können wir die Beteiligten demnächst beim Prominieren am Wörthersee beobachten.

 

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