Bund und Länder ziehen an einem Strang

Made for Austria: Energiezukunft gemeinsam gestalten

von Laura Peichl
Foto: © Pixabay

Gemeinsame Erfolgsmodelle mit Wirkung: Regionale Beratungsdienstleistungen, Energiegemeinschaften und ein neues Energieplanungssystem

Wenn Gemeinden und Regionen die Energiewende vor Ort umsetzen wollen, unterstützt sie der Klima- und Energiefonds als starker Partner. Gemeinsam mit den Bundesländern bietet er verschiedene Förderprogramme an: Beratung für Gemeinden und Unternehmen („Regionalprogramme“), Unterstützung beim Aufbau von Energiegemeinschaften sowie eine bundesweite Plattform für regionale Energieplanung, die derzeit realisiert wird. Dotiert sind diese Angebote aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) sowie des Umwelt- und Klimaministeriums (BMLUK).

Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer: „Die Transformation unseres Energiesystems ist ein zentrales Handlungsfeld unserer Industriestrategie. Wer Energie effizient nutzt und erneuerbare Potenziale erschließt, stärkt Wettbewerbsfähigkeit und Preisstabilität. Mit klaren Förderinstrumenten, regionaler Umsetzungskraft und modernen Planungswerkzeugen schaffen wir Investitionssicherheit, stärken die heimische Technologiekompetenz und sichern Wertschöpfung sowie Arbeitsplätze in Österreich.“

Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig: „Was Österreich ausmacht, sind seine starken Regionen. Dort wird die Zukunft unseres Landes gestaltet.  Deshalb unterstützen wir hier gemeinsam mit dem Klima- und Energiefonds und den Bundesländern durch gezielte und effiziente Förderangebote. Angebote für eine klimafreundliche Zukunft, die direkt bei den Gemeinden, bei den regionalen Unternehmen und den Menschen vor Ort ankommen.“

Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds Bernd Vogl: „Förderungen müssen dort ankommen und wirken, wo sie gebraucht werden. Durch die Kooperation mit den Bundesländern stellen wir sicher, dass Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen gezielt unterstützt werden. Dieses Zusammenspiel ist das Erfolgsrezept unserer regionalen Förderprogramme. Mit Regionalprogrammen, Energiegemeinschaften und der neuen PREP-Plattform bieten wir konkrete Werkzeuge, um die Energiewende vor Ort effizient zu planen und umzusetzen – damit Gemeinden, Betriebe und Menschen direkt von nachhaltiger Energie profitieren.“

Die Förderangebote im Porträt

Regionalprogramme – Regionale Energie- und Umweltberatungen

Mit den „Regionalprogrammen“ bieten die Bundesländer in Kooperation mit dem Klima- und Energiefonds in allen neun Bundesländern zielgruppenorientierte Beratungsdienstleistungen für Betriebe, Gemeinden, Schulen, Vereinen und weiteren Zielgruppen an. Der Fokus liegt auf der Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz, dem Ausbau erneuerbarer Energien, der Abfallvermeidung und der Anpassung an den Klimawandel. Die Beratungen helfen, konkrete Maßnahmen zu planen und Investitionsprojekte vorzubereiten. Für die Weiterführung der Beratungsleistungen im Jahr 2026 stellt der Klima- und Energiefonds 2,4 Millionen Euro aus Mitteln des BMLUK bereit.

In folgender Liste sind die Beratungsangebote und die gelisteten Berater:innen aus den neun Länderinitiativen zu finden: Beratungsangebot und Berater:innen der Regionalprogramme

Ausschreibung Regionalprogramme

Energiegemeinschaften – Aktive Teilnahme bietet Vorteile für alle Gesellschaftsgruppen

In ganz Österreich gibt es mittlerweile knapp 10.000 Energiegemeinschaften – und es werden immer mehr. Sie stehen für eine nachhaltige, kosteneffiziente und gemeinschaftliche Energieversorgung mit ökologischen, wirtschaftlichen und sozialgemeinschaftlichen Vorteilen. Diese Gemeinschaften fördern die lokale Energiewende und tragen dazu bei durch gemeinschaftliche Infrastruktur und technologische Innovationen nachhaltige, langfristig stabile und kostengünstige Energieversorgung vor Ort zu ermöglichen. Das Förderprogramm unterstützt die „Energiegemeinschaften“ heuer mit bis zu 5,3 Millionen Euro, dotiert aus Mitteln des BMWET.

Ausschreibung Energiegemeinschaften

Leitfaden Energiegemeinschaften 2025

Zur Ausschreibung findet am 26. Februar um 13:00 Uhr ein kostenloser Online-Info-Event statt. Weitere Infos und den Link zur Anmeldung hier.

Plattform Räumliche Energieplanung – einheitliches Energiedateninformationssystem

Um einheitliche und vergleichbare Daten für die räumliche Energieplanung bereitzustellen, entsteht derzeit die bundesweite „Plattform Räumliche Energieplanung“ (PREP). Sie wird neben praxisnahen Planungswerkzeugen auch Informationen zu Wärme- und Kühlbedarf, erneuerbaren Energien, netzbasierten Systemen sowie Netzwerkmöglichkeiten bereitstellen.

Ziel der PREP ist es, gemeinsame Grundlagen für die Wärmewende in allen Bundesländern zu schaffen, einheitliche Daten und Methoden abzustimmen, Energieatlanten als Planungswerkzeug weiterzuentwickeln und den Austausch von Best-Practice-Beispielen zu fördern. Die Initiative wird gemeinsam von den Bundesländern, dem BMWET und dem Klima- und Energiefonds getragen. Das BMWET stellt dafür 2 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen: Jahresprogramm 2025 des Klima- und Energiefonds 

Quelle: Klima- und Energiefonds

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