Die Zahl der aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Energiegemeinschaften im Versorgungsgebiet der Netz NÖ hat im Juni die Marke von 50.000 überschritten. „Mit einem monatlichen Zuwachs von mehr als 5.000 neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigt sich die hohe Dynamik und Akzeptanz“, so EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger. Niederösterreich nimmt dabei im Bundesländervergleich eine Spitzenposition ein und zählt zu den Vorreitern bei der Umsetzung gemeinschaftlicher Energieprojekte.
„Mit über 50.000 aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern in unserem Netz sehen wir, dass Energiegemeinschaften längst kein Nischenmodell mehr sind“, so Stallinger weiter. „Sie sind bereits ein zentraler Baustein unseres Energiesystems.“
Auch LH-Stv. Stephan Pernkopf sieht in der Entwicklung der Energiegemeinschaften ein starkes Signal für die Energiezukunft: „Wir wollen unsere Heimat weiter unabhängig von fossilen Energieimporten machen, unsere Versorgungssicherheit stärken und zum Schutz unseres Klimas beitragen. Energiegemeinschaften sind dabei ein wichtiger Baustein und zeigen, wie technologische Innovation und gesellschaftliches Engagement Hand in Hand gehen. Denn die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher packen selber mit an und engagieren sich, wenn es um die Energiezukunft geht. Aus unserer Energiewende ist eine richtige Energiebewegung geworden! Auch dadurch sind wir mittlerweile das Bundesland mit der größten CO2-Reduktion und dem meisten Ökostrom.“
Als weiteren Faktor sieht Pernkopf die verschiedenen Dienstleister, die bei der Gründung einer Energiegemeinschaft unterstützen. So betreut die „Energie Zukunft Niederösterreich“ (EZN), eine gemeinsame Tochter von Land NÖ und EVN aktuell Energiegemeinschaften mit mehr als 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Digitalisierung und Dialog als Erfolgsfaktoren
Die Umsetzung erfolgt etappenweise und in enger Abstimmung mit allen Beteiligten. Neue digitale Tools – wie aktuell die Versorgungsübersichtskarte: https://netz-noe.at/versorgungsgebiet – unterstützen die Kundinnen und Kunden. „Diese Karte zeigt die Versorgungsgebiete einzelner Umspannwerke und Trafostationen. Sie ist eine Orientierungshilfe, um weitere Interessenten für eine Energiegemeinschaft leichter zu finden“, erläutert der Technikvorstand.
Energiegemeinschaften – gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft
Energiegemeinschaften ermöglichen es Bürgerinnen und Bürgern, Gemeinden und Unternehmen, gemeinsam Strom aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, zu nutzen und zu teilen. Der Vorteil: mehr regionale Unabhängigkeit, geringere Netzbelastung und damit verbundene Kostenvorteile.
Was 2021 mit kleinen gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen begann, hat sich rasant weiterentwickelt: Heute agieren Bürgerenergiegemeinschaften netzbetreiberübergreifend und ermöglichen sogar Mehrfachteilnahmen.
Netz NÖ – Sicherstellen der Netzqualität
Die EVN Tochter Netz NÖ betreibt ein Stromnetz mit einer Länge von 56.400 km und ein Gasnetz von 13.800 km. Die Instandhaltung des Bestandnetzes und laufende Investitionen in den Ausbau bilden die Grundvoraussetzung der Versorgungssicherheit und eines erfolgreichen Weges in eine erneuerbare Energiezukunft.
Weitere Informationen auf: www.netz-noe.at
Quelle: Netz Niederösterreich GmbH
