Im Jahr 2024 haben die vier größten Donaukraftwerke in Niederösterreich – Ybbs-Persenbeug, Melk, Altenwörth und Greifenstein – eine beeindruckende Gesamtleistung von rund 6,9 Milliarden Kilowattstunden an erneuerbarem Strom erzeugt.
Diese Zahl stellt eine Steigerung von 7,3 Prozent im Vergleich zu einem durchschnittlichen Jahr dar und zeigt die enorme Bedeutung der Wasserkraft als nachhaltige Energiequelle für die Region. Mit dieser Leistung leisten die Donaukraftwerke einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele in Niederösterreich und zur Versorgung mit umweltfreundlichem Strom.
Jedoch gab es auch Herausforderungen im Bereich der Stromversorgung: Im Februar 2025 war Österreich bereits zum vierten Mal in Folge ein Strom-Importeur. Dies ist besonders bedenklich für all jene, die davon ausgehen, dass ihre Elektroautos oder Wärmepumpen ausschließlich mit österreichischem Ökostrom betrieben werden. Der Strommix im Land enthielt auch ausländischen Strom, der vermutlich aus fossilen Energiequellen wie Atom- und Kohlekraftwerken stammte.
Die Gründe für den Stromimport liegen vor allem in den weniger idealen Bedingungen für die Erzeugung erneuerbarer Energie in den Wintermonaten. In dieser Zeit sind die Wasserpegel durch Trockenheit und die Sonnenstunden aufgrund von Nebel und Schnee geringer, wodurch die Produktion aus erneuerbaren Quellen deutlich zurückgeht. Im Februar 2025 lag die Einspeisung erneuerbarer Energien auf einem für den Winter üblichen niedrigen Niveau, was zu einem Import von 828 Gigawattstunden führte. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Erzeugung aus erneuerbaren Quellen um etwa 35 Prozent zurück.
Die Austrian Power Grid (APG) betonte, dass die Nutzung fossiler Brennstoffe, insbesondere in Form von kalorischen Kraftwerken, weiterhin notwendig ist, um die heimische Stromversorgung bei Dunkelflauten und Netzengpässen zu sichern. Zudem wird der Ausbau leistungsfähigerer nationaler Stromnetze als essenziell für die erfolgreiche Energiewende hervorgehoben. Ohne ein stabiles und starkes Stromnetz werde die Transformation des Energiesystems nicht möglich sein, so die APG.
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Quelle: NÖ Wirtschaftspressedienst