IP-Video-Türkommunikation ohne Netzwerkverkabelung:

DoorBird liefert 5G-Türstationen der D31x-Serie aus

von David Lodahl
Foto: © Bird Home Automation GmbH

DoorBird hat die reguläre Auslieferung seiner IP-Video-Türstationen D31TDV 5G und D31TDH 5G gestartet. Die Modelle der D31x-Serie sind ab sofort in der EMEIA-Region erhältlich, die Verfügbarkeit in den USA soll folgen. Vorgestellt wurden die Geräte Anfang 2026 auf der ISE in Barcelona, anschließend kamen sie laut Unternehmen in ausgewählten Pilotprojekten zum Einsatz.

Der zentrale technische Punkt: Die Türstationen benötigen für die Datenanbindung keine separate Netzwerkverkabelung. Die Internetverbindung erfolgt über eine integrierte 4G- und 5G-Mobilfunkanbindung. Für Planung und Installation ist damit in vielen Fällen nur eine Stromversorgung im Bereich der Eingangstür erforderlich.

Relevanz für Bestandsgebäude

Besonders bei Sanierungen und Nachrüstungen kann der Ansatz Installationsaufwand reduzieren. DoorBird verweist darauf, dass die Stromversorgung auch über bestehende Leitungen älterer Türsprechanlagen erfolgen kann, sofern die technischen Voraussetzungen gegeben sind. Eine fest verdrahtete Innenstation ist nicht zwingend erforderlich, wenn Bewohner oder Nutzer die DoorBird-App verwenden.

Damit adressiert DoorBird vor allem Mehrfamilienhäuser, Gewerbeimmobilien und größere Gebäudekomplexe, bei denen eine nachträgliche Netzwerkverkabelung aufwendig oder wirtschaftlich schwer darstellbar wäre. Die D31x-Serie ist laut Hersteller für Anlagen mit bis zu 3.000 Einheiten ausgelegt.

Vorinstallierte SIM-Karte für internationale Nutzung

Für den Marktstart hat DoorBird die internationalen Zertifizierungsprozesse abgeschlossen und liefert die 5G-Modelle ab Werk mit vorinstallierter SIM-Karte aus. Über internationale Mobilfunk- und Servicevereinbarungen soll die Nutzung in mehr als 200 Ländern und Regionen möglich sein. Die Türstation verbindet sich laut Hersteller automatisch mit einem verfügbaren Mobilfunknetz.

Die Mobilfunkanbindung kann als primäre Verbindung genutzt werden. Alternativ lassen sich die Geräte über LAN und Power-over-Ethernet einbinden; in diesem Fall kann Mobilfunk als zusätzliche Ausfalloption dienen. Für Integratoren, Betreiber und Verwalter soll die vorkonfigurierte Mobilfunklösung den Aufwand bei Inbetriebnahme und Konfiguration reduzieren.

Digitale Verwaltung von Zutritt und Kommunikation

Die D31x-Modelle unterstützen Funktionen für digitale Zutrittsverwaltung, Video- und Audiokommunikation sowie Fernadministration. Namen, Berechtigungen und Zutrittsmedien können über Webbrowser oder App verwaltet werden. Verlorene Transponder lassen sich sperren, Bewohnerdaten und Zugangsrechte online anpassen.

Als Zutrittstechnologien nennt DoorBird unter anderem RFID, QR-Code und Smartphone-Zugang. Zusätzlich verweist der Hersteller auf Protokollierungs- und Videofunktionen sowie barrierefreie Bedienfunktionen. Türen können per Smartphone geöffnet werden, Besucher lassen sich aus der Ferne sehen und ansprechen.

Marktstart nach Zertifizierung

Sascha Keller, CEO von DoorBird, ordnet den Marktstart als nächsten Schritt nach der Produktvorstellung ein: „Bereits auf der ISE 2026 haben wir gezeigt, dass professionelle IP-Türkommunikation nicht mehr zwingend auf eine fest installierte Netzwerkverbindung angewiesen ist. Seitdem haben wir die internationalen Zertifizierungen abgeschlossen und mit der vorinstallierten SIM-Karte eine globale Mobilfunkanbindung out-of-the-box geschaffen. Mit dem Beginn der regulären Auslieferung wird diese Technologie nun für den breiten kommerziellen Einsatz verfügbar.“

DoorBird gehört seit November 2022 zur Assa Abloy-Gruppe. Die Bird Home Automation GmbH entwickelt und produziert unter der Marke DoorBird IP-basierte Video-Türsprechanlagen, Zutrittskontrollsysteme, Innenstationen und Zubehör.

Weitere Informationen auf: www.doorbird.com

Quelle: Bird Home Automation GmbH

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