Am 27. Juni 2025 öffnet in Amstetten einer der innovativsten Orte rund um Energie, Nachhaltigkeit und Klimaschutz erstmals offiziell seine Tore – der neue „Service Point“ gilt als Pionierprojekt für die Energiewende in Österreich. Am 26. Juni luden die Stadtwerke Amstetten zum exklusiven Pre-Opening und zur anschließenden Podiumsdiskussion zur Skalierbarkeit der Energiewende.

Jürgen Huerner begrüßt die Gäste zur Eröffnung des Service Point Amstetten. (Bild: Patricia Washüttl, Stadtwerke Amstetten)
„Alles, was wir heute machen, ist nicht nur für uns, sondern für die nächsten Generationen“, brachte der Projektleiter des Service Points Christoph Sandler gleich zu Beginn auf den Punkt. Unter diesem Leitgedanken präsentieren die Stadtwerke Amstetten mit ihrem neuen Service Point ein zukunftsweisendes Kund:innenzentrum, das weit über die klassische Beratungsstelle hinausgeht. Es ist ein interaktiver Erlebnisraum – und ein österreichweites Vorzeigeprojekt – für das hautnahe Erfahren und anschauliche Verstehen der Energiewende. Im Rahmen ihres Pre-Openings am 26. Juni boten die Stadtwerke Amstetten eine exklusive Besichtigung des neuen Service-Points. Begrüßt wurden die Gäste durch Christian Haberhauer, Bürgermeister von Amstetten, und Jürgen Hürner, Geschäftsführer der Stadtwerke Amstetten. Ebenso wurde der neue Geschäftsführer des Service Points Manfred Grestenberger offiziell vorgestellt.
Ein Ort zum Zusammenkommen und Interagieren
Was im ersten Moment wie ein klassisches Beratungscenter klingt, zeigt sich schon beim Betreten von seiner wahren Seite: Es ist Hightech-Showroom, Beratungszentrum, Eventlocation und Klima-Hub in einem. Das Konzept: Energiethemen be- und angreifbar machen – durch persönliche Beratung, smarte Technik, interaktive Tools und nachhaltige Erlebnisse. „Der Service Point macht sichtbar, wie ein klimabewusstes Leben im Alltag funktionieren kann – und was es dazu braucht. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch Inspiration, Information und Innovation auf Augenhöhe“, so Jürgen Hürner.
Der Service Point – vier Bereiche, ein gemeinsames Ziel: eine lebenswerte Zukunft
Interaktion ausdrücklich erwünscht: Der Service Point lädt mit wechselnden Themen und Ausstellern wie zukunftsorientierte Start-ups und Scale-ups zum Austauschen und Verweilen ein. Auch Showkochen – mit Fokus auf regionale, häufig fleischlose, Küche, Events rund um Nachhaltigkeitsthemen und zukunftsorientierte Schulprojekte werden hier ein Zuhause finden. „Der Service Point soll ein Ort des Zusammenkommens für alle sein – egal ob Hausbauer:innen, Familien, Pensionist:innen oder auch Schulklassen: Sie alle werden hier Antworten auf ihre Fragen zur Energiezukunft finden. Ich freue mich, diese Mission zu begleiten“, freut sich Manfred Grestenberger.

Energiewende zum Anfassen und Verstehen im neuen Service Point Amstetten (Bild: Patricia Washüttl, Stadtwerke Amstetten)
Der Service Point selbst teilt sich in vier Bereiche auf:
- Service Point Stadtwerke & AVB
Beratung trifft auf Erlebnis: Ob Strom, Wärme, Energieeffizienz oder Freizentangebote – im Rahmen der Serviceleistungen der Stadtwerke Amstetten wird persönlich auf alle Fragen eingegangen. Hier erhalten Kund:innen ebenso Informationen und Tickets zu Veranstaltungen der AVB Kultur & Freizeit GmbH.
- strom.Ökosystem
Maßgeschneiderte Energieberatung: Hier finden Kund:innen persönlich, budgetorientiert und zukunftssicher individuelle Lösungen für ihre Bedürfnisse und Antworten auf ihre Energiefragen sowie Beratung zu Förderanträgen und Wartung sowie Inbetriebnahme von Haushaltsgeräten inklusive.
- nachhaltige.Produkte
Funktionalität trifft ökologische Verantwortung: Von generalüberholter Elektronik über energiesparende Weißware bis zu regionalen Alltagsprodukten finden sich hier ressourcenschonende, zertifizierte und langlebige Produkte. Das nachhaltige Produktsortiment wird von Partnern wie refurbed, vibe, Miele, Coffee Checker u. v. m. angeboten.
- nachhaltige.Themeninseln & smart leben & mobilität.Climate Hub
Interaktion, Inspiration und Information in einem: Der Climate Hub ist ein Ort für Workshops, Schulprojekte, Pop-ups, Showkochen, Start-ups, Cross-selling und mit seinen wechselnden Themeninseln klärt er über die großen Fragen der Zukunft auf – von SmartCity, über Kreislaufwirtschaft bis hin zu Mobilität. Die interaktiven Lampen und kleine Beamer erklären unterschiedlichste Inhalte spielerisch und machen den Beratungstisch zum Erlebnis.

Jürgen Hürner, Stadtwerke Amstetten, Volker Lenzeder, Fronius, Barbara Schmidt, Österreichs Energie, Manfred Grestenberger, Stadtwerke Amstetten, Wolfgang Moser, Pöttinger Landtechnik, Heinz Peter Pülzl, Thyssenkrupp Materials Austria (Bild: Patricia Washüttl, Stadtwerke Amstetten)
Nachhaltigkeit auf allen Ebenen: atmosphärisches Shopdesign
Das Raumkonzept des Service Points ist bewusst in sanften Naturfarben, mit runden Formen und aus nachhaltigen Materialen gestaltet. Begrünungselemente sorgen für den besonderen Wohlfühl-Faktor und laden zum Verweilen und Entdecken ein. Das Ergebnis ist ein Raum, der informiert und motiviert, die Energiewende zu verstehen und die Zukunft aktiv mitzugestalten.
„Mit dem neuen Service Point setzen wir in Amstetten ein starkes Zeichen für innovative Kunden:innenkommunikation – denn Energiethemen dürfen nicht grau und trocken sein, sondern müssen zum Mitmachen einladen und motivieren; nur so kann die Energiewende gelingen. Regional sowie national“, erklärt Christian Haberhauer. Der neue Service Point setzt neue Maßstäbe, wie die Energiewende erlebt und vermittelt werden kann – als Vorzeigeprojekt für ganz Österreich.
Die Zukunft lebt von Dialog: Podiumsdiskussion zur Skalierbarkeit der Energiewende
Anlässlich des exklusiven Pre-Openings brachten die Stadtwerke Amstetten führende Stimmen aus Energie und Industrie in einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zusammen. Am Podium diskutierten Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Österreichs Energie, Vorständin bei u. a. EEÖ, OVE und WEC Austria sowie Boardmember der Eurelectric, Jürgen Hürner, Geschäftsführer der Stadtwerke Amstetten, Volker Lenzeder, CIO und Management Board Member von Fronius International und Wolfgang Moser, Geschäftsführer von Pöttinger Landtechnik. Die Diskussion wurde von Heinz Peter Pülzl, Corporate Influencer des Jahres und Mitglied der Geschäftsleitung bei Thyssenkrupp Materials Austria, geleitet.

Christoph Sandler, Projektleiter des Service Point Amstetten (Bild: Patricia Washüttl, Stadtwerke Amstetten)
Im Zentrum stand die Frage, wie sich regionale Vorzeigeprojekte zu nationalen Lösungen entwickeln lassen. Die Diskutant:innen waren sich einig: durch Kooperation, Innovationskraft und Mut zur Skalierung. Denn wir haben als Gesellschaft den Auftrag, aus Visionen Realität zu machen, so Moderator Heinz Peter Pülzl. Jürgen Hürner ergänzte: „Projekte wie der Service Point in Amstetten dürfen keine Einzelprojekte bleiben – aber dazu braucht es einen klaren Auftrag von Gesellschaft und Politik. Wir dürfen uns dabei auch nicht vor Kosten scheuen: Investitionen sind immer Chancen für die Region.“ Barbara Schmidt appellierte zu mehr Ehrlichkeit: „Stakeholder, Politik und Gesellschaft müssen sich zur Transformation bekennen. Zum einen dürfen wir nicht den Eindruck erwecken, dass die Transformation nichts kostet – denn es kommen immense Kosten auf uns zu, die sich aber am Ende rechnen. Zum anderen haben wir eine Vertrauenskrise in der Gesellschaft: Grundsätzlich sind die meisten für die Energiewende – ‚aber bitte nicht vor der eigenen Haustür‘; so kann Transformation nicht gelingen. Wir müssen informieren, mit Fakten entgegnen und klare Regulatorien schaffen“. Auch Wolfgang Moser war für mehr Information über die Energiewende und ihre Vorteile und sieht den Service Point als optimalen Ort dafür. „Wo Ökonomie und Ökologie zusammentreffen, kann man Leute begeistern“, erklärte er. Das Problem sei jedoch das Hin und Her in den Nachhaltigkeitszielen und der Förderungsdschungel, diese müssten auch laut Volker Lenzeder geklärt werden.
Es war eine Gesprächsrunde mit einem kraftvollen Signal nach draußen: Die Energiewende gelingt, wenn Pioniergeist, strategische Partnerschaften und konkrete Projekte zusammenspielen und man die Gesellschaft mitnimmt. Genau hier wird auch der neue Service Point ansetzen: Er bietet Raum zum Zusammenkommen, für Austausch und Lösungen, die Wirkung zeigen. Auf die finale Frage an die Runde, was ihr Wunsch wäre, um die Energiewende in Österreich zu skalieren, antwortete Hürner: „Ich würde mir mehr Idealismus in großen Organisationen wünschen, damit innovative Projekte schneller vorangehen. Versorgungssicherheit ist ein enorm hohes Gut. Wir müssen als Brückenbauer agieren und Partnerlösungen finden, das wollen wir vorantreiben“. Schmidt ergänzte abschließend: „Österreich muss Amstetten werden, dann schaffen wir das.“
Weitere Informationen auf: www.stadtwerke.amstetten.at