Miteinander reden, meine Damen und Herren!

von Thomas Buchbauer

Was in der Technik mit dem Einzug von IoT (das Internet der Dinge verbindet die Gebäudetechnik mit den Haushaltsgeräten) längst Realität ist, scheint von bestimmten Kreisen des Elektrohandels nun bewusst torpediert zu werden. Denn statt einem möglichen Auftritt der Installationstechnik mit den Herstellern aus Unterhaltungselektronik, Kleingeräte und Weißware auf einer gemeinsamen Messe, will man nun scheinbar zwei Messen an einem Ort kurz nacheinander stattfinden lassen.

Nach dem Akzeptanzproblem der Frühjahrsordertage, der Futura und schließlich der Aelvis scheint es nun zu einem weiteren Anlauf dieser Branche zu kommen, 2017 einen Event auf die Beine stellen zu wollen – wie uns zugetragen wurde, soll er noch im Frühjahr in Salzburg über die Bühne gehen. „Welche Konsequenzen die Bestrebungen, zwei Messen (Power-Days und die Aelvis-Nachfolger-Veranstaltung) mit einer ähnlichen Zielgruppe, innerhalb von nur ein paar Wochen Abstand und am gleichen Ort zu veranstalten, nach sich ziehen werden, ist manchen Verantwortlichen entweder nicht klar, oder sie zielen bewusst darauf ab, die ohnedies nur zart geknüpften Bande zwischen den Branchen wieder zu trennen – und zwar auf Kosten der Besucher, die aller Voraussicht nach wohl kaum zwei Messen innerhalb eines kurzen Zeitraums in Salzburg besuchen werden“, ließ uns der Kreis der Eingeweihten aus Industrie (Installations- und Lichttechnik) und Großhandel wissen, während alle einhellig verständnislos die Köpfe schüttelten. Selbst wenn nur 40 % aller Elektrounternehmen in Österreich sowohl den Handel als auch die Installationstechnik abdecken, so bedeutet das für die Power-Days – die man mittlerweile als »gut geplant, kalkulierbar und erwachsen« bezeichnen kann – aller Voraussicht nach Einbußen im Bereich der Besucherzahlen in empfindlicher Größenordnung.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Beteiligten auf einen vernünftigen Weg einigen können, der ausschließlich auf sachlichen und nicht auf persönlich-emotionalen Beweggründen basiert!

Foto: Reed Messe Salzburg | Kolarik

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0 Kommentar

Elektrohorn 10. November 2016 - 20:12

Auch die Reed-Messe muss hier die Notbremse ziehen. Wenn nicht sollten wir über einen neuen Veranstalter nachdenken. Mann muss die Powerdays nicht immer mit den Reed-Burschen veranstalten.

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ToolFactory 10. November 2016 - 8:05

Messetourismus, ob da die Messebesucher mitspielen? Oder will man mit dieser Terminwahl eine Abwanderung des Besucherstroms nach Deutschland weiter vorantreiben?

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Ostermann 10. November 2016 - 5:03

Anscheinend muss man eine spezielle höhere Schule besucht haben damit man auf solch eine Idee kommen kann ! Da fehlt leider der Hausverstand ! Vielleicht sollten diese Personen mal zur Billa gehen und sich einen Hausverstand kaufen, den gibt es dort in Aktion!
Die beiden Messen gehören auf einen Termin zusammengelegt !

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Stöttinger 9. November 2016 - 20:57

Keiner kann irgendwelche Trennungen nachvollziehen, von den Kunden werden nur noch Gemeinsamkeiten wahrgenommen. Ansonsten wird uns wirklich das Internet überholen. Dort wird auch alles gemeinsam angeboten.

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Elektrohorn 9. November 2016 - 19:43

Wer es noch nicht begriffen hat, ist ein ziemlicher Pfosten. Vernetzung ist das Thema, ob es uns passt, oder nicht. Eine Messe kann nur gemeinsam sein.

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Iot 9. November 2016 - 14:32

Ich pflichte dem bei – trotz des Wissens um den Status von IoT.

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