Syrien und die Infrarotheizung

von Sandra Eisner
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Natürlich bietet sich die Installation von Infrarotheizungen in Flüchtlingsunterkünften an. easyTherm ist österreichweit erfolgreich in Flüchtlingsunterkünften der Polizei, von Landesregierungen und dem Roten Kreuz eingesetzt. Kundennutzen ist dabei nicht an vorderster Stelle die Behaglichkeit, sondern die rasche Installation, der gefahrlose, servicefreie sowie einfache Betrieb und klarerweise der geringe Verbrauch, weil Geld eben überall knapp ist.

Aber wieso brauchen wir überhaupt Heizungen für Flüchtlinge und wieso haben wir überhaupt ein globales Flüchtlingsproblem? Ist der Bürgerkrieg in Syrien die wahre Ursache?

Die NASA hat über Satellitenauswertungen ermittelt, dass vor allem im Gürtel der arabischen Welt (Maghreb, die Arabische Halbinsel, Syrien,…) ab 1998 die seit 900 Jahren längste und seit 500 Jahren trockenste Dürreperiode herrscht (berichtet in »Die Welt«, 15. 3. 2016). Neun der zehn größten Weizenimporteure sind arabische Länder. Eine Jahrhundertdürre in China und gigantische Überschwemmungen in Kanada und Australien verdoppelten 2010 die Weizenpreise. 85 % der Herden verendeten in den letzten Jahren in Syrien und 800.000 Bauern verloren daher ihre Lebensgrundlage. Nahrungsmittel wurden unleistbar teuer, wodurch in Folge weitere 3 Millionen Syrer in die völlige Verarmung rutschten und gemeinsam mit den Bauern in übervölkerte Städte abwanderten. Bei der sowieso nicht stabilen politischen Lage ging das Pulverfass hoch.

Wer glaubt noch, dass dies nicht Folgen des erlebbaren Klimawandels sind? Die kühlen Rechner der London School of Economics ermittelten laut der Wirtschaftswoche (5. 4. 2016), dass in den nächsten Jahrzehnten 2.500 Mrd. (2,5 Billionen) Euro Finanzmittel außerhalb von Banken vernichtet werden (Anmerkung: das sind rund 1,7 % aller Finanzmittel). Diese Kapitalvernichtung bezieht sich ausschließlich auf Effekte der durch die Klimaerwärmung entstehenden Migrationsbewegungen, aber keinesfalls auf wesentliche weitere Kosten, wie etwa Landverlust, Dürren, Hungersnöte, Krankheitsbekämpfungen und weitere Umweltschädigungen am Globus.

Die Wurzel allen Übels ist der Klimawandel und der ist wiederum eine Folge von Treibhausgasen in der Atmosphäre. Diese entstehen durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen und auch von Biomasse (vor allem in Form von Pellets), die nach Flächenrodungen in Nordamerika, Kanada und Sibirien ein paar Jahrzehnte benötigt, um bei artgerechter Aufforstung »ihr« CO2 wieder aus der Atmosphäre zu holen. Aber wird überall artgerecht aufgeforstet oder überhaupt aufgeforstet?

Mit diesen Verbrennungen in Kraftwerken und Heizungsanlagen muss endlich Schluss sein. Die einzige regenerative Energieerzeugung stellt die Nutzung der Sonnenenergie dar, wobei Naturkraft (Photovoltaik, Wasser- und Windkraft) in sauberen, CO2-freien Strom gewandelt wird. Die Technik ist vorhanden. Alle Verbraucher (auch die Heizungen!) werden elektrisch betrieben und am effizientesten sowie dabei auch am behaglichsten ist die Infrarotheizung. Auf diese Art und Weise blieben die Flüchtlingszelte bald leer.

Elektrotechniker vor und tragt dieses Wissen in die Welt! – oder zumindest zu euren Kunden…

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0 Kommentar

Gustav Albrecht 22. Mai 2016 - 14:11

Geht es noch komischer….
Die Betrachtung des Stromverbrauchs muss auf Ebene der Stunden erfolgen, da derzeit noch keine relevanten Kapazitäten für die Stromspeicherung vorhanden sind. Und bekanntlich sind dann, wann die Heizperiode ist, vor allem die kalorischen Kraftwerke in Betrieb. Somit ist jede Art von Heizen mit Strom ein Produkt kalorischer Kraftwerke und somit liegt der CO2 Faktor bei ca. 600 gr/ kWh und mehr. Eine Ölheizung dazu hat ca. 270 gr/kWh.
Sie glauben mir nicht: Dann folgende Überlegung: Welche Kraftwerke laufen nicht, wenn man den Strom fürs Heizen nicht braucht? Natürlich werden da NUR kalorische Kraftwerke zurückgefahren.
Und auch noch eine Anmerkung zu den Betriebskosten: Hinsichtlich der Betriebskosten kann jede Gasheizungen mit einer Infrarotheizung mithalten. Die versprochene Energieeinsparung (wohlgemerkt Endenergie) ist wirklich in der B reite nachzuweisen.
Das es punktuelle sinnhafte Einsatzmöglichkeiten für die Infrarotheizung gibt, soll gar nicht bestritten werden, aber die “Weltrettung” mit der Infrarotheizung würde ich nicht einmal bei den Brüder Grim sehen.

Antworten
nechr 21. Mai 2016 - 6:34

Wir haben in Österreich über 80% sauberen Strom bei ca. 15-17 Cent pro kWh. Dennoch stopfen wir unsere Heizräume um mehrere zehntausend Euro voll mit Verbrennungstechnologie. Belasten somit unsere eigene Brieftasche und unsere Umwelt. Das Umdenken fordern wir von der Politik. Doch Politik sollte in unseren eigenen Heizräumen beginnen. So wie ein Fluß nur entstehen kann, wenn viele kleine Gewässer das notwendige Wasser liefern.

Antworten
Anonym 20. Mai 2016 - 20:47

Geschmacklos … Produkte so verkaufen zu wollen.

Antworten
Andreas Kampus 20. Mai 2016 - 17:32

Wunderbar welch ausladende Denkansätze hier zu Grunde gelegt werden und die Kirche wird trotzdem im Dorf gelassen! Hut ab!

Antworten