Mit einer innovativen Richtlinie wird das österreichische Stromnetz auf den nächsten Level gehoben – oder zumindest wird es versucht. Elektroautobesitzer dürfen sich freuen: Künftig muss jede Ladestation die Spannung und Frequenz im Netz messen. Natürlich nur mit staatlich zertifizierten Ladestationen nach OVE R37. Und das Beste: Die Anschaffungskosten werden großzügig zu 100 % vom EVU übernommen.
Andreas Fichtenbauer von Schrack sieht die Sache optimistisch: „Es ist erfreulich, dass unser gestiegenes Netzentgelt endlich sinnvoll in moderne Ladestationen fließt. Diese leisten immerhin einen erheblichen Beitrag zur Stabilisierung des österreichischen Stromnetzes.“
Doch damit nicht genug – die Vision reicht noch weiter: Irgendwann soll jede Steckdose mit einem Spannungs- und Frequenzsensor ausgestattet werden, um Österreich endgültig vor einem Blackout zu bewahren. Auch Österreichs Energie ist begeistert: „Dieses Feature wird das Gemeinschaftsgefühl der Bürger stärken. Schließlich trägt jeder mit seinem Ladegerät ein Stück Verantwortung für das Netz.“
Natürlich gibt es auch kritische Stimmen, wie die von Markus Essbüchl von Schrack: „Es kann schon passieren, dass das Netz dadurch noch instabiler wird. Aber keine Sorge, wir arbeiten bereits an der nächsten Richtlinie, OVE R38, die dann sicherstellt, dass die Messgeräte auch wirklich korrekt messen.“