Wie die Fahrzeugindustrie die Klimaziele einhalten will:

Die Zukunft fährt elektrisch – und die Umwelt?

von David Lodahl
Foto: © BMW

Die Elektromobilität steht immer wieder am Pranger – NGOs kritisieren vor allem die Art und Weise, wie die Rohstoffe, die für die Herstellung der Akkus notwendig sind, gewonnen werden. Die Nichteinhaltung von Menschenrechten und der Umgang mit der Natur sind die größten Kritikpunkte, die dabei ins Feld geführt werden. Zu Recht oder zu Unrecht, wollten wir wissen und fanden heraus, dass die großen Fahrzeughersteller aus der Vergangenheit gelernt haben. Im Rahmen der Schwerpunkt-Themen-Reihe »Green-Deal« hat sich das i-Magazin in die Materie vertieft und aus umfangreichen Informationsmaterialien herausgefunden, wie grün die Fahrzeugindustrie tatsächlich ist. Lesen Sie, welche Maßnahmen die Fahrzeugindustrie setzt, um Kobalt oder Lithium zu gewinnen oder warum Second-Life den CO2-Fußabdruck von Fahrzeugbatterien deutlich reduziert!

Die europäische CEO-Allianz zur Erreichung der Pariser Klimaziele gehört sicherlich zu den bedeutendsten Kooperationen der letzten Zeit, die sich einer gemeinsamen Sache verschrieben haben. Sie unterstützen die Pariser Klimaziele für 2050, den Green Deal der EU sowie die Ambition, die EU-Klimaziele zu erhöhen. Die Allianz setzt sich aus namhaften Unternehmen aus verschiedenen Branchen zusammen, die in Summe 600 Milliarden Euro Jahresumsatz erwirtschaften und 1,7 Millionen Menschen beschäftigen. Die Gruppe besteht aus ABB, AkzoNobel, Eon, Enel, Iberdrola, A.P. Møller Maersk, Philips, SAP, Scania, Schneider Electric, Siemens und dem Volkswagen Konzern. VW-Boss Herbert Diess macht sich zudem für bessere politische Rahmenbedingungen für den Klimaschutz stark – etwa für eine beschleunigte Energiewende und eine angemessene Bepreisung klimaschädlicher Emissionen. „Ein sektorenübergreifender und europaweiter CO2-Preis lenkt die Ressourcen und Aktivitäten dorthin, wo schnell am meisten erreicht wird. Er reduziert den Regulierungsaufwand und beschleunigt den Wandel“, argumentiert Diess.

Nicht nur die Ambitionen der CEO-Allianz scheinen hoch zu sein – doch wie weit reichen die Anstrengungen der Industrie tatsächlich? Handelt es sich dabei um reine Lippenbekenntnisse, oder setzt die Industrie tatsächlich Maßnahmen, die das Erreichen der Klimaziele möglich machen? Das i-Magazin hat recherchiert und die Bemühungen der Fahrzeugindustrie (die Auswahl der Hersteller, über die wir hier berichten, war völlig willkürlich) im folgenden Artikel zusammengefasst.

BMW

Herstellerübergreifend am besten vergleichbar wird die Ambition im Kampf gegen den Klimawandel beim Blick auf den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs inklusive Produktion und vorgelagerter Lieferkette: Hier plant die BMW Group eine Reduzierung der CO2-Emissionen je Fahrzeug um mindestens 40 Prozent. Dazu ist die BMW Group laut eigenen Angaben als erster deutscher Automobilhersteller der Business Ambition for 1,5° C der »Science Based Targets Initiative« beigetreten und bekennt sich zu dem Ziel einer vollständigen Klimaneutralität über die gesamte Wertschöpfungskette bis spätestens 2050. Das Unternehmen ist damit auch Teil der internationalen »Race to Zero-Initiative«. Zu den Kriterien der »Science Based Targets Initiative« zählt unter anderem, dass bei der Berechnung die Emissionen aus der Kraftstoff- bzw. Stromerzeugung miteingeschlossen werden und für den Verbrauch wird der WLTP-Zyklus samt einem pauschalen Aufschlag von zehn Prozent zugrunde gelegt.

In den nächsten rund zehn Jahren will die BMW Group etwa zehn Millionen vollelektrische Fahrzeuge auf die Straße bringen. 2030 soll bereits mindestens die Hälfte des weltweiten Absatzes der BMW Group aus vollelektrischen Fahrzeugen bestehen. Die Marke »Mini« wird bereits Anfang der 2030er-Jahre ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge anbieten.

Speziell mit einem wachsenden Anteil von batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen steigt der Bedarf an zahlreichen Rohstoffen wie etwa Kobalt, Nickel und Aluminium für den Hochvoltspeicher der Fahrzeuge. Gleichzeitig liegt hier ein großes Potenzial, um die Materialien im Sinne einer Kreislaufwirtschaft wiederzuverwenden – denn für Hochvoltspeicher hat die BMW Group mit Partnern bereits eine technische Machbarkeit der Recycling-Effizienz von über 90 Prozent nachgewiesen.

Im Hochvoltspeicher des neuen BMW iX liegt der Anteil von Sekundär-Nickel bereits bei bis zu 50 Prozent, beim Gehäuse beträgt der Anteil von Sekundär-Aluminium bis zu 30 Prozent. Diese Werte will die BMW Group für zukünftige Produktgenerationen nochmals deutlich ausbauen. Es spricht alles für einen verstärkten Einsatz von Sekundärmaterial und die Entwicklung hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Beispiele für den weniger CO2-intensiven Einsatz von Sekundärmaterial sind: Bei Sekundär-Aluminium liegt die CO2-Einsparung gegenüber Primärmaterial bei Faktor 4 bis 6, bezüglich Stahl und Thermoplasten bei Faktor 2 bis 5.

Aktuell werden Fahrzeuge der BMW-Group im Durchschnitt zu knapp 30 Prozent aus recycelten und wiederverwendeten Materialien gefertigt. Mit dem Ansatz »Secondary First« soll dieser Wert sukzessiv auf 50 Prozent ausgebaut werden.

Pilotprojekt mit BASF und der Alba Group

Ziel des Projekts ist es, den Materialeinsatz von Primär-Kunststoffen über eine möglichst umfassende Kreislaufwirtschaft zu verringern. Dafür analysiert die Alba Group Altfahrzeuge der BMW Group und prüft eine »car-to-car«-Wiederverwendung der verbauten Kunststoffe. In einem zweiten Schritt bewertet BASF die Möglichkeiten des chemischen Recyclings der vorsortierten Abfälle, um Pyrolyseöl zu gewinnen. Dieses kann als Basis für neue Produkte aus Kunststoff verwendet werden. So könnten in Zukunft aus einer ausgedienten Instrumententafel zum Beispiel eine neue Türverkleidung oder andere Bauteile entstehen.

Um höhere Recyclingquoten zu erreichen und dabei eine hohe Qualität der Sekundärmaterialien zu gewährleisten, müssen die Materialien bereits im Recyclingprozess in sehr reiner Form extrahiert werden. Beispielsweise muss das Bordnetz einfach auszubauen sein, um eine Vermischung des Stahls mit Kupfer aus dem Kabelbaum der Fahrzeuge zu vermeiden. Sonst verliert der Sekundärstahl wesentliche Materialeigenschaften und erfüllt nicht mehr die hohen Sicherheitsanforderungen der Automobilindustrie. Auch der Einsatz von Monomaterialien – etwa im Innenraum – muss deutlich erhöht werden, um eine größtmögliche Menge wieder in den Wertstoffkreislauf überführen zu können. Grundsätzlich kann eine Reduzierung der Anzahl der Materialien dazu beitragen, eine bessere Qualität der recycelten Materialien zu ermöglichen. Derzeit bestehen Fahrzeuge aus ca. 8.000 bis 10.000 unterschiedlichen Materialien.

Um diesen Anforderungen künftig noch stärker gerecht zu werden, setzt die BMW Group auf das Konzept des »Circular Design«, das auch die wirtschaftliche Demontagefähigkeit der Fahrzeuge sicherstellen soll.

Hyundai

Die Hyundai Motor Company gab erst kürzlich auf der IAA Mobility 2021 in München ihre Verpflichtung bekannt, bis 2045 ihre Produkte und Betriebe weltweit klimaneutral zu stellen. Die Strategie zur Erreichung der Klimaneutralität besteht dabei aus drei Säulen: Ausbau des Angebots an umweltfreundlicher Mobilität, Entwicklung von Plattformen der nächsten Generation und Investitionen in grüne Energielösungen und Technologien. Bis zum Jahr 2030 will Hyundai 30 Prozent seiner weltweiten Fahrzeugverkäufe mit ZEVs (ZEV, zero-emission vehicle) sichern, und bis 2040 erwartet das Unternehmen, dass batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEVs) und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge (FCEVs) 80 Prozent seiner gesamten Flottenverkäufe ausmachen werden. Nach Regionen betrachtet, plant Hyundai Motor, ab 2035 in Europa nur noch ZEVs anzubieten. Bis 2040 will Hyundai alle Fahrzeuge, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, in den wichtigsten Weltmärkten abschaffen und damit den Übergang zu einer sauberen Mobilität vollziehen.

Hyundai Motor gehört zu jenen Herstellern, die neben der batteriebetrieben Elektromobilität auch in die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie investieren. Nicht zuletzt deswegen hat Hyundai Motor in globale Start-ups wie H2Pro investiert, um auf dem Gebiet des grünen Wasserstoffs zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus plant Hyundai den Aufbau von Infrastrukturen für grünen Wasserstoff in Ländern mit starker staatlicher Unterstützung und reichhaltigen erneuerbaren Energiequellen.

Im Juli schloss sich Hyundai Motor zusammen mit anderen Tochtergesellschaften der Hyundai Motor Group der RE100-Initiative der Climate Group an. Die globale Initiative setzt sich für die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien ein. Im Rahmen dieser Verpflichtung wird die tschechische Hyundai Motor Manufacturing in Nošovice das erste Werk für Fahrzeugproduktion des Unternehmens sein, das seinen Stromverbrauch bis 2022 vollständig auf erneuerbare Energien umstellt. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 den Strombedarf von über 90 Prozent seiner weltweiten Betriebe mit erneuerbaren Energien zu decken. Hyundai verpflichtet sich, seinen gesamten weltweiten Betrieb bis 2045 ausschließlich mit erneuerbarer Energie sicherzustellen.

Von V2G und Second-Life

Vehicle to Grid (V2G) ist die neueste Technologie, die es ermöglicht, Energie aus der Batterie eines Elektrofahrzeugs in das Stromnetz abzugeben. Sie ermöglicht eine effiziente Steuerung der Energienachfrage, insbesondere während der Spitzenlastzeiten, und verringert so die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Hyundai führt derzeit mehrere V2G-Pilotprogramme mit verschiedenen Interessengruppen auf dem Markt durch. Das Unternehmen plant, die V2G-Funktion in seine kommenden BEV-Modelle zu integrieren.

Hyundai Motor ist laut eigenen Angaben ebenfalls bestrebt, Altbatterien zu verwerten und in ein neues Energiespeichersystem zu verwandeln. Das Unternehmen arbeitet derzeit mit verschiedenen lokalen Energiepartnern zusammen, um Pilotprojekte zur kommerziellen Wiederverwendung von Altbatterien für Elektrofahrzeuge durchzuführen. Außerdem plant das Unternehmen, im nächsten Jahr eine SLBESS-Anwendung (Second-Life-Battery-Storage-System) in kleinerem Maßstab in Deutschland zu testen. Als Anbieter intelligenter Mobilitätslösungen strebt Hyundai darüber hinaus auch danach, Energielösungen für die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt anzubieten.

Mercedes

Die Elektrooffensive von Mercedes-Benz ist ein zentraler Baustein der strategischen Fokussierung »Ambition 2039« und Grundvoraussetzung auf dem Weg zu CO2-Neutralität. Verantwortungsvoll gewonnene und verarbeitete Rohstoffe sind laut Management eine wesentliche Grundlage für eine nachhaltige Mercedes-Benz Elektroflotte. Ausschlaggebend sind dabei die Achtung und Wahrung der Menschenrechte sowie der Umweltschutz von der Mine bis zum fertigen Produkt. Im Fokus stehen dabei derzeit insbesondere die Batterierohstoffe Kobalt und Lithium.

Die Zelle ist das Herzstück der Batterie und das Beherrschen ihrer Chemie damit entscheidend. „Bei den kommenden Generationen von Batteriezellen wird der Kobaltanteil bereits auf weniger als zehn Prozent reduziert. Perspektivisch wollen wir durch Post-Lithium-Ionen-Technologien mit neuen Materialzusammensetzungen ganz auf Materialien wie Kobalt verzichten. Auch die weitere Optimierung der Recyclingfähigkeit und deren Umsetzung bei Mercedes-Benz ist Teil der ganzheitlichen Batteriestrategie“, teilte Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG, verantwortlich für Daimler Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars COO, kürzlich in einer Pressemitteilung mit.

Die Mercedes-Benz AG setzt auf die Anwendung starker Nachhaltigkeitsstandards und macht den Bergbaustandard »Standard for Responsible Mining« der »Initiative for Responsible Mining Assurance« (IRMA) zu einem Schlüsselkriterium für Lieferantenentscheidungen und -verträge in Rohstofflieferketten. Mit den Verträgen verpflichten sich die Partner, in ihrer eigenen Lieferkette ausschließlich mit Rohstofflieferanten zusammenzuarbeiten, die nach dem IRMA-Bergbaustandard auditiert sind. Die Lieferketten werden auch künftig regelmäßig überprüft. Kritische Herkunftsländer werden dabei bewusst nicht generell als Bezugsquelle ausgeschlossen. Der Ansatz zielt vielmehr darauf ab, die Situation vor Ort für die Menschen zu verbessern und deren Rechte zu stärken. Damit folgt die Mercedes-Benz AG auch der Empfehlung von Nichtregierungsorganisationen, Politik und anderen relevanten Interessensgruppen, sich nicht aus kritischen Ländern zurückzuziehen und damit die lokale Wirtschaft zu fördern und gleichzeitig höhere Anforderungen an die Einhaltung von Menschenrechten vor Ort zu etablieren.

„Wir haben die Lieferketten für unsere Mercedes-Benz-Elektroflotte bis zur Mine nach OECD-Leitlinien auditieren lassen, auch wenn wir Kobalt nicht direkt beziehen. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen geben wir den Batteriezellenlieferanten künftig vor, Kobalt und Lithium nur noch aus zertifiziertem Abbau zu beziehen. Wir gehen damit sogar noch einen Schritt darüber hinaus und erweitern die Auditierung der Minen um den Bergbaustandard »Initiative Responsible Mining Assurance«. So lassen sich neben Kinderarbeit und anderen sozialen Belangen auch Umweltrisiken beim Abbau der Rohstoffe minimieren. Damit bereiten wir den Weg für sauberes Rohmaterial, von dem auch andere Teilnehmer am Markt profitieren können“, sagte Markus Schäfer. „Wir werden künftig nur noch mit Lieferanten zusammenarbeiten, die diesen Vorgaben zustimmen.“

„Dort, wo es Hinweise auf Risiken gibt, schauen wir uns die Lieferkette nochmals genauer an. Dabei gehen wir über direkte Lieferanten hinaus und schaffen Transparenz, bei Bedarf bis hin zur Mine“, sagte Renata Jungo Brüngger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz, verantwortlich für Integrität und Recht.

Kobalt-Lieferketten: konsequenter Auswahlprozess

Bereits 2018 hat Mercedes-Benz das Audit- und Beratungsunternehmen RCS Global beauftragt, Transparenz über die komplexen Kobalt-Lieferketten von Batteriezellen zu schaffen und diese über alle Stufen hinweg nach OECD-Leitlinien zu auditieren. Dabei wurden mehr als 120 Lieferanten identifiziert und 60 Audits nach einer entsprechenden Risikoabschätzung durchgeführt. Stand heute gibt es noch keine Kobaltminen, die nach dem IRMA-Standard für industriellen Bergbau zertifiziert sind. Kobalt ist einer der Batterierohstoffe, die menschenrechtlich stark kritisiert werden. Daher arbeitet Mercedes-Benz für besonders anspruchsvolle lokale Gegebenheiten mit IRMA und RCS Global zusammen an einem schrittweisen Ansatz, nach dem eine begrenzte Anzahl von Kobaltminen in der Demokratischen Republik Kongo nach einer Reihe spezifischer Anforderungen des IRMA-Standards für verantwortungsvollen Bergbau auditiert werden kann. Damit werden über die Menschenrechtsaspekte hinaus der umweltverträgliche Abbau von Rohstoffen sowie wesentliche Aspekte im Zusammenhang mit den Auswirkungen von industriellem Bergbau geprüft.

Nachhaltigkeit ist eine zentrale Säule der Einkaufsstrategie von Mercedes-Benz. Auf dem Weg zur CO2-Neutralität von Mercedes-Benz im Rahmen der »Ambition2039« stehen dabei die Reduktion von CO2-Emissionen sowie die Achtung und Wahrung der Menschenrechte und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen entlang der gesamten Lieferkette im Fokus. Die neuen Standards für den verantwortungsvollen Bezug von Rohstoffen gelten nur im ersten Schritt für Kobalt und Lithium. Im nächsten Schritt ist geplant, die Vorgehensweise auf weitere Rohstoffe auszuweiten, zunächst auf die weiteren Batterierohstoffe.

Renault

Mit dem kürzlich gegründeten Unternehmen Mobilize will die Renault Group die Aktivitäten der Renault Group in den Bereichen Mobilität, Energie und datenbasierte Lösungen bündeln. Auf der Grundlage offener Ökosysteme bietet Mobilize flexible Mobilitätslösungen und fördert eine nachhaltige Energiewende im Einklang mit den Zielen des Konzerns, CO2-Neutralität zu erreichen und eine wertschöpfende Kreislaufwirtschaft zu etablieren.

So hat Mobilize im Hinblick auf die Energiewende 15 MWh Speicherkapazität installiert, um die Lücke zwischen Energieerzeugung und -verbrauch in Echtzeit auszugleichen. Das Unternehmen baut sein Projekt »Advanced Battery Storage« – die größte stationäre Energiespeichereinrichtung auf der Basis von Elektroauto-Batterien – damit weiter aus. Letztendlich soll das Projekt eine Kapazität von 70 MWh in Frankreich und Deutschland erreichen. Nach Douai (Nordfrankreich) und Elverlingsen (Deutschland) hat Mobilize 480 ungenutzte Renault Zoe-Batterien in der Renault Group Re-Factory in Flins (Yvelines, Frankreich) installiert, um eine zusätzliche Kapazität von 15 MWh zu erreichen. Die Batterien werden durch gebrauchte Batterien ersetzt, die somit »ein zweites Leben erhalten«, mit einer weniger anspruchsvollen Aufgabe in Bezug auf Energiedichte und Leistung als in ihrem ersten Leben als Batterie eines Elektroautos. Durch die Verlängerung der Lebensdauer von Elektroauto-Batterien trägt das Projekt dazu bei, deren CO2-Fußabdruck zu verringern. Um eine unterbrechungsfreie Versorgung aller Verbraucher zu gewährleisten, müssen Energieerzeugung und -verbrauch im Stromnetz jederzeit in einem perfekten Gleichgewicht gehalten werden. Im Rahmen des Projekts Advanced Battery Storage speichern die Batterien von Elektrofahrzeugen Energie, wenn der Stromverbrauch im Netz niedrig ist, und speisen diese bei Bedarf sofort wieder in das Netz ein. Die Batterien dienen als Puffer für das Netz, an das sie angeschlossen sind, und tragen zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien bei.

Second-Life

Im Rahmen der Bemühungen, die Elektromobilität verantwortungsvoll zu gestalten und eine Zukunft ohne CO2-Emissionen anzustreben, hat Mobilize gemeinsam mit der betteries AMPS GmbH eine industrielle Partnerschaft für die Herstellung einer leicht transportierbaren, modularen, vielseitigen und vernetzten Energiespeicherlösung unter Verwendung von Elektroauto-Batteriemodulen unterzeichnet. Auch hier ist die Idee, den Batterien ein »zweites Leben« zu geben, indem sie saubere und erschwingliche Energie speichern und bereitstellen.

Das betterPack (Hauptbestandteil des Speichersystems) kann auf einen betterGen (einen Wagen mit Wechselrichter und Ladegerät) gestapelt und als Ersatz für kleine kraftstoffbetriebene Generatoren verwendet werden. Das System hat eine Leistung von 2 bis 5 kW und eine Kapazität von 2,3 bis 9,2 kWh. Es kann auch in geschlossenen Räumen eingesetzt werden, da es im Gegensatz zu herkömmlichen Stromerzeugern keine Abgase ausstößt. Er ist laut Herstellerangaben sehr einfach zu bedienen und leise im Betrieb, was es zu einer idealen Lösung für Vermieter von Industriemaschinen, Filmteams oder Baustellen macht, die ihre CO2-Emissionen reduzieren wollen. Das betterPack ist auch eine ideale schlüsselfertige Lösung für dreirädrige Fahrzeuge (z. B. Tuk-Tuk-Taxis) und sogar kleine Elektroboote. Aufgrund seines geringen Gewichts (weniger als 35 kg) kann das betterPack im Dauereinsatz von Hand ausgetauscht werden. Zusätzlich zu den bereits in Betracht gezogenen Lösungen suchen die Teams weiterhin nach neuen Anwendungen, wie z. B. der Stromversorgung kleiner netzunabhängiger Solarpaneele, die dazu beitragen würden, Energieengpässe auszugleichen und umweltfreundliche Energiespeicherlösungen bereitzustellen.

Durch die Verwendung von Second-Life-Batterien ermöglicht die von Mobilize und betteries angebotene Lösung Einsparungen von 15-65 % im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen mit kraftstoffbetriebenen Generatoren.

Nach der Ankündigung der Industriepartnerschaft zwischen Mobilize und betteries im Juni 2021 bereiten sich die Teams darauf vor, mit der Herstellung eines Produktionsmodells in der Renault Group Re-Factory in Flins, Frankreich, zu beginnen, dessen Verkauf noch vor Ende 2021 starten soll.

Volkswagen

„Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Zeit“, sagt auch Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns. Als Automobilhersteller hat sich Volkswagen bereits 2018 zum Pariser Klimaabkommen bekannt. Bis 2050 will das Unternehmen bilanziell CO2-neutral sein.

Ein wichtiger Beitrag zu wirksamem Klimaschutz ist der Wandel zur E-Mobilität, ist man auch beim VW-Konzern überzeugt. Batteriebetriebene Elektroautos weisen laut VW die beste Klimabilanz aller Antriebsarten auf, wie eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien zeigt. Eine dieser Studien haben drei renommierte Forschungsinstitute 2020 gemeinsam vorgelegt: das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Paul Scherrer Institut (PSI). Wichtige Aussage: Der Klimavorsprung von E-Autos ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Zu den Gründen gehören Fortschritte in der Batterieproduktion, die längere Lebensdauer der Batterien und der höhere Anteil erneuerbarer Energien in Europa. „Im Vergleich zu Verbrennern braucht die Herstellung von E-Autos zwar immer noch mehr Energie. Das gleicht sich aber nach einigen Zehntausend Kilometern aus, sofern sauberer Strom geladen wird“, sagt PSI-Forscher Christian Bauer.

Die Volkswagen Group Components betreibt außerdem eine Pilotanlage für Batterie-Recycling in Salzgitter. Künftig wird Volkswagen den größten Teil der eingesetzten Rohstoffe aus Hochvolt-Fahrzeugbatterien recyceln. Ziel ist eine Wiederverwertungs-Quote von perspektivisch mehr als 90 Prozent bei Rohstoffen wie Lithium, Nickel oder Kobalt. Schon heute betreibt Volkswagen Group Components in Salzgitter eine Pilotanlage, die bis zu 3.600 Batteriesysteme im Jahr zu recycelt.

Der Volkswagen Konzern investiert in die Elektromobilität bis 2025 insgesamt 35 Milliarden Euro. Bis 2030 wird der Konzern rund 70 reine E-Modelle auf den Markt bringen, von denen etwa 20 bereits angelaufen sind. Beide bereits am Markt erhältlichen Modelle – der ID.303 und der ID.404 – werden im Werk in Zwickau bilanziell CO2-neutral gefertigt. Heute nicht vermeidbare Emissionen gleicht Volkswagen durch die Unterstützung von zertifizierten Klimaschutzprojekten aus. In den Werken setzt der Volkswagen Konzern auf mehr Energieeffizienz und weniger Emissionen. Konkret: Bis 2025 sollen in der Herstellung pro Fahrzeug 45 Prozent weniger CO2 anfallen und 45 Prozent weniger Energie verbraucht werden als 2010. Auch für Abfall und Abwasser gilt das 45-Prozent-Ziel des ganzheitlichen Umweltleitbilds »goTOzero«. Mehrere Werke des Konzerns übernehmen eine Vorreiterrolle und produzieren bereits heute bilanziell CO2-neutral. Dazu gehören die Standorte Brüssel, Györ (beide Audi), Vrchlabí (Škoda), Crewe (Bentley) sowie Zwickau und Dresden (beide Marke Volkswagen).

Beispiel Brüssel: Die Produktionsstätte der vollelektrischen e-tron06-Baureihe von Audi bezieht bereits seit 2012 grünen Strom. Auf den Dächern des Werks befindet sich zudem eine Photovoltaik-Anlage mit einer Gesamtfläche von 107.000 m2. Zweite Säule neben klimafreundlichem Strom ist die Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien. CO2-Emissionen, die derzeit noch nicht vermieden werden können, gleicht das Unternehmen mit sogenannten Carbon-Credit-Projekten aus. Auch in der Logistik setzt der Volkswagen Konzern auf klimafreundliche Lösungen. So findet der Batterie-Transport für ID.303 und ID.404 seit 2020 mit der Bahn sowie auf der letzten Meile ergänzend per E-Lkw statt. Durch die grüne Logistikkette soll der CO2-Ausstoß um rund 11.000 Tonnen jährlich sinken. Das entspricht den jährlichen CO2-Emissionen einer Ortschaft mit mehr als 1.000 Einwohnern. Für Teile der Neuwagen-Transporte auf europäischen See-Routen nutzt Volkswagen zertifizierten Kraftstoff aus pflanzlichen Reststoffen. Der Treibstoff wird beispielsweise aus gebrauchtem Öl aus Gastronomie und Lebensmittelindustrie gewonnen. Die CO2-Emissionen der Autofrachter sinken damit um mehr als 85 Prozent.

Auf Kurs zu Pariser Klimazielen

Die unabhängige Science Based Targets Initiative bestätigte dem Volkswagen Konzern 2020, dass die Klimaziele des Unternehmens die Bedingungen des Pariser Klimaabkommens erfüllen. Die Planungen des Konzerns sehen vor, die CO2-Emissionen in der Produktion und bei der Nutzung der Fahrzeuge bis 2030 weltweit um 30 Prozent gegenüber 2018 zu senken. Dies entspricht der Anforderung, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen.

Zur E-Offensive von Volkswagen gehören übrigens nicht nur die Autos – sondern auch der klimafreundliche Strom für die Nutzungsphase. Beim Laden zuhause können Kundinnen und Kunden Volkswagen Naturstrom der Konzerntochter Elli »tanken«. Das Prinzip: Für jede verbrauchte Kilowattstunde wird die gleiche Menge Strom aus regenerativen Quellen wie Windkraft, Solarenergie oder Wasserkraft ins Netz gespeist. Unterwegs bieten die Schnellladeparks von Ionity laut Unternehmensangeben 100 Prozent grünen Strom. Bis 2025 will Volkswagen im Verbund mit Partnern rund 18.000 öffentliche Schnellladepunkte in Europa betreiben. Das entspricht einer Verfünffachung des Schnellladenetzes gegenüber heute und rund einem Drittel des für 2025 prognostizierten Gesamtbedarfs auf dem Kontinent.

Volvo

Auch Volvo Cars macht den nächsten großen Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Fertigung: Das Stammwerk im schwedischen Torslanda ist die erste Pkw-Produktionsstätte des Unternehmens, die vollumfänglich den Status der Klimaneutralität erreicht. 2018 hatte bereits das Motorenwerk Skövde (Schweden) den Grundstein für die klimaneutrale Umstellung des weltweiten Produktionsnetzwerks bis 2025 gelegt. „Torslanda als unser erstes klimaneutrales Automobilwerk ist ein bedeutender Meilenstein“, erklärt Javier Varela, Head of Industrial Operations & Quality bei Volvo Cars. „Wir haben uns verpflichtet, bis 2025 ein klimaneutrales Produktionsnetzwerk zu haben. Diese nun erzielte Umstellung zeigt unsere Entschlossenheit und wie konsequent wir daran arbeiten, unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren.“

Neben der nachhaltigen Strom- und Wärmeversorgung reduziert Torslanda auch kontinuierlich seinen Energieverbrauch. 2020 konnten durch gezielte Verbesserungen im Betrieb fast 7.000 Megawattstunden (MWh) eingespart werden, was dem jährlichen Verbrauch von mehr als 450 schwedischen Einfamilienhäusern entspricht. Für die nächsten Jahre sind weitere Effizienzverbesserungen geplant: Optimierte Beleuchtungs- und Heizsysteme führen bis 2023 zu zusätzlichen Energieeinsparungen von jährlich rund 20.000 MWh. Diese Einsparungen sind Teil eines ehrgeizigen Ziels: Volvo Cars will den Energieverbrauch pro produziertem Auto bis 2025 um 30 Prozent senken.

Die klimaneutrale Produktion ist Teil des umfassenden Volvo Klima- und Nachhaltigkeitsplans. Das Herzstück bildet die Elektrifizierung der kompletten Modellpalette. Allerdings beschränkt sich Volvo Cars nicht allein auf die Fahrzeugemissionen. Zwar sollen schon Mitte des Jahrzehnts Elektroautos rund die Hälfte des Absatzes ausmachen, ab 2030 werden dann ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge verkauft. Die CO2-Emissionen sollen vor allem aber auch im gesamten Geschäftsbetrieb gesenkt werden – auch in der Lieferkette sowie durch Recycling und Wiederverwendung von Materialien, was mit der Kreislaufwirtschaft möglich ist.

Klimaneutral dank Gigafactory

Die Batteriefertigung für die Elektrofahrzeuge der Volvo Car Group zeichnet bislang für einen Großteil der über den Fahrzeuglebenszyklus anfallenden CO2-Emissionen verantwortlich. Nicht zuletzt deswegen plant die Volvo Car Group nun ein Joint Venture mit dem Batteriehersteller Northvolt: Die beiden schwedischen Unternehmen wollen gemeinsam nachhaltigere Batterien entwickeln und produzieren, die perfekt auf die nächste Generation der vollelektrischen Volvo- und Polestar-Modelle zugeschnitten sind. In einem ersten Schritt soll hierfür ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Schweden entstehen, das bereits im Jahr 2022 seine Arbeit aufnimmt. Durch die Zusammenarbeit mit Northvolt, einem führenden Unternehmen im Bereich der nachhaltigen Produktion, und der Vor-Ort-Fertigung in der Nähe europäischer Werke kann die Volvo Car Group den ökologischen Fußabdruck künftiger E-Fahrzeuge verkleinern, der durch die Beschaffung und Produktion der Batterien entsteht. Die neue Gigafactory, die zu 100 Prozent mit sauberer Energie betrieben werden soll, beschäftigt voraussichtlich rund 3.000 Mitarbeiter.

Polestar erhält zudem einen weiteren Schub für seine europäischen Wachstumsambitionen. Unter dem Projektnamen »Polestar 0« will die elektrifizierte Perfomance-Marke bis 2030 ein gänzlich klimaneutrales Fahrzeug entwickeln.

CO2-Reduktion mit Hilfe von fossilfreiem Stahl

Die weltweite Stahlindustrie ist für rund sieben Prozent der globalen direkten Kohlenstoff-Emissionen verantwortlich. Die CO2-Emissionen, die mit der Stahl- und Eisenproduktion für Fahrzeugkomponenten verbunden sind, betragen bei Volvo etwa 35 Prozent bei einem konventionell angetriebenen und 20 Prozent bei einem vollelektrischen Fahrzeug.

Grund genug, entscheidende Initiativen zu setzen: So ist Volvo laut eigenen Angaben auch der erste Automobilhersteller, der mit dem Stahlhersteller SSAB und dessen »Hybrit«-Initiative (Hydrogen Breakthrough Ironmaking Technology) zusammenarbeitet, um fossilfreien Stahl zu erzeugen und in den Fahrzeugen einzusetzen. Hybrit wurde von SSAB, dem Eisenerzproduzenten LKAB und dem Energieunternehmen Vattenfall ins Leben gerufen. Die Initiative zielt darauf ab, Kokskohle, die traditionell für die eisenerzbasierte Stahlerzeugung benötigt wird, durch nachhaltig erzeugten Strom und Wasserstoff zu ersetzen. Das Ergebnis soll die erste fossilfreie Stahlerzeugung weltweit sein, die im Produktionsprozess ohne fossile Energiequellen auskommt und dadurch praktisch keinen CO2-Fußabdruck verursacht. Als erster Automobilhersteller wird Volvo in Zukunft Stahl aus wasserstoffreduziertem Eisen aus der Hybrit-Pilotanlage in Luleå (Schweden) beziehen. SSAB will im Jahr 2026 den Markt mit fossilfreiem Stahl im kommerziellen Maßstab beliefern.

Die Zusammenarbeit mit SSAB ist die jüngste Initiative im Rahmen des Klimaschutzplans von Volvo – einem der ehrgeizigsten in der Autoindustrie. Im Mittelpunkt steht das Ziel, bis 2030 eine vollelektrische Marke zu werden, die ausschließlich reine Elektroautos anbietet. Darüber hinaus sollen die CO2-Emissionen in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens, in der gesamten Lieferkette sowie durch Recycling und Wiederverwendung von Materialien gesenkt werden. Kurzfristig sollen diese und weitere Schritte den CO2-Fußabdruck eines Volvo-Fahrzeugs über den gesamten Lebenszyklus bis 2025 um 40 Prozent gegenüber 2018 reduzieren. Bis 2040 will Volvo ein klimaneutrales Unternehmen sein.

Responsible Lithium Partnership

Mehrere Unternehmen – darunter Daimler AG, BASF, Fairphone und Volkswagen Konzern – haben eine »Responsible Lithium Partnership« initiiert, die sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, darunter auch Lithium, im chilenischen Salar de Atacama einsetzen will. Sie hat zum Ziel, einen Dialog zwischen den lokalen Interessengruppen zu fördern, der auf wissenschaftlichen Fakten basiert, diese überprüft und in einem Beteiligungsverfahren nach Lösungen sucht.

Der Aufschwung der Elektromobilität und die Digitalisierung führen in den kommenden Jahren zu einem steigenden Lithium-Bedarf in der Batterieproduktion. Die weltweit größten Lithium-Reserven und ein wichtiger Teil der derzeitigen Produktion befinden sich in Salar de Atacama. Die Region ist ein empfindliches Ökosystem. Es fehlt vor Ort zudem an einem gesellschaftlichen Konsens über die Auswirkungen und Risiken des Lithium-Abbaus und anderer wirtschaftlicher Aktivitäten. Potenzielle Risiken aus der Sole- und Wassernutzung könnten das Ökosystem und die Lebensgrundlagen bedrohen. Um diese möglichen Risiken effektiv zu mindern, bedarf es einer Zusammenarbeit verschiedener Partner.

Ziel der Plattform ist es, ein gemeinsames Verständnis des Status quo zu erreichen und gemeinsam eine Vision für die Zukunft der Wassereinzugsgebiete des Salar de Atacama zu entwickeln. Darüber hinaus soll ein gemeinsamer Aktionsplan zur Verbesserung des langfristigen Managements natürlicher Ressourcen entwickelt und in ersten Schritten umgesetzt werden. Ein weiteres Ziel ist es, verfügbare technische Daten zusammenzutragen, zu überprüfen, sie gegebenenfalls zu verbessern und ihre Zugänglichkeit zu erhöhen. Die »Responsible Lithium Partnership« hat im Frühjahr 2021 begonnen und eine geplante Dauer von zweieinhalb Jahren. Sie fördert weder die Lithiumbeschaffung noch den Ein- bzw. Verkauf von mineralischen Rohstoffen.

Die finanzierenden Firmen Daimler AG, BASF, Fairphone und der Volkswagen Konzern sind sich ihrer Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette bewusst, einschließlich ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht bei der Rohstoffbeschaffung und Produktion. Sie haben daher die »Responsible Lithium Partnership« ins Leben gerufen, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, mögliche negative Auswirkungen zu reduzieren und den Schutz der Menschenrechte zu stärken.

Quelle: Die Pressearchive von BMW, Hyundai, Mercedes, Renault, Volkswagen, Volvo

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