Die Baumgartner Automation GmbH aus Oberösterreich zeigt, wie Digitalisierung, Automatisierung und Datenanalyse im klassischen Schaltschrankbau Realität werden. Das Unternehmen denkt Systeme neu, verbindet Erfahrung mit modernster Technik – und vertraut dabei auf Rittal als verlässlichen Partner für Qualität und Innovation.
IoT, Digitalisierung, Industrie 4.0 oder künstliche Intelligenz – Begriffe, die aus der Industrie nicht mehr wegzudenken sind. Doch wie weit sind diese Themen in der Praxis tatsächlich angekommen, etwa im klassischen Schaltschrankbau? Die Baumgartner Automation GmbH aus Oberösterreich zeigt, dass Digitalisierung, Automatisierung und Datenanalyse längst fixer Bestandteil moderner Anlagenkonzepte sein können. So setzt das Unternehmen nicht nur auf Qualität, sondern auch auf Systemdenken und intelligente Lösungen von der Schaltanlage bis zur Cloud – und auf Rittal als strategischen Partner.
Vom Schaltschrank zum Gesamtsystem
Baumgartner Automation mit Sitz im oberösterreichischen Gaspoltshofen ist auf Schaltanlagenbau und Automatisierung vor allem für Förder- und Pelletieranlagen sowie den Sondermaschinenbau spezialisiert. Das genügt dem Unternehmen aber nicht. „Unser Zielbild ist es, ein Gesamtlösungsanbieter zu sein. Der Schaltschrank ist ein wichtiger Part, aber er ist nicht der einzige“, so DI(FH) Daniel Hochschartner MBA, Chief Sales Officer (CSO) bei Baumgartner Automation. „Wir bauen nicht nur den Schaltschrank, wir automatisieren und digitalisieren die gesamte Anlage“, erklärt er. Unter dem Produktnamen „Baumgartner Connect“ bündelt das Unternehmen seine digitalen Angebote – von der Datensammlung und -auswertung über Visualisierung und Optimierung bis hin zu Cloudlösungen. Dafür befindet sich unter den derzeit 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch eigene Kompetenz in der Cloud Entwicklung. „Baumgartner Connect ist unsere Antwort auf ‚Industrie 4.0’. Im Grunde gefällt mir das Wording gar nicht. Es ist abgenutzt und sagt alles und nichts. Daher gehen wir unseren eigenen Weg mit klaren Produktnamen und echtem Kundennutzen. Dazu gehören Datenanalyse, Machine Learning und die Möglichkeit, dass eine Maschine sich selbst optimiert“, so Hochschartner. Ergänzt wird das Angebot durch Baumgartner Insight und Baumgartner Care – Services, die Monitoring, Wartung und datenbasierte Effizienzsteigerung ermöglichen. „Für uns bedeutet das: Digitalisierung beginnt im Schaltschrank, hört aber nicht dort auf“, so der CSO.
Retrofit als Chance
Ein weiterer Schwerpunkt von Baumgartner Automation liegt auf Retrofit-Projekten. Viele Maschinen sind jahrzehntelang in Betrieb, mechanisch oft in gutem Zustand, aber steuerungstechnisch veraltet. „Retrofit macht Sinn“, betont DI(FH) Daniel Hochschartner MBA. Bei den Anwendern besteht oft hoher Leidensdruck nach einem Rechnerwechsel oder wenn es etwa um Sicherheitstechnik oder Digitalisierungsprojekte geht. Hier setzt Baumgartner an. „Wir sorgen dafür, dass wir mehr aus Maschinen und Anlagen herausholen. Zum Beispiel Daten, die bisher verborgen waren. Diese machen wir dank Retrofit sichtbar. So können wir Anlagen optimieren und gleichzeitig den Digitalisierungsgrad erhöhen.“ Durch den gezielten Einsatz moderner Steuerungs- und Kommunikationstechnik werden so aus älteren Maschinen vernetzte Systeme, die aktuelle Anforderungen erfüllen können.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe
„Als Schaltschrankbauer befinden wir uns in Oberösterreich immer im Wettbewerb“, sagt DI(FH) Daniel Hochschartner MBA. „Wir treten hier als Technologieführer auf. Wer Lösungen verkauft, hebt sich vom Markt ab.“ Das haben Baumgartner und Rittal gemeinsam. Auch Rittal hat sich in den letzten Jahrzehnten weit über den Produktverkäufer zum Lösungsanbieter entwickelt. Hier weiß man, dass komplexe Aufgaben in Engineering und Fertigung vereinfacht und beschleunigt werden, in Folge Prozessschritte auch AI-ready gemacht werden müssen. „Wir beobachten die Fortschritte im Bereich generativer KI im Engineering aus nächster Nähe und die Vorteile liegen klar auf der Hand: Künstliche Intelligenz kann Routinearbeiten deutlich beschleunigen und dabei gleichzeitig die Qualität der Ergebnisse steigern“, erklärt Mag. Andreas Hrzina, Head of Marketing Region South East Europe, Leiter Produktmanagement, Prokurist Rittal Österreich. Das Anwendungsspektrum ist breit gefächert – von der intelligenten Optimierung der Bestückungspläne für Montageplatten bis hin zur automatisierten Auswahl des passenden Schaltschranktyps. Vor allem in der Automatisierungstechnik und bei der nahtlosen Integration in bestehende Engineering-Workflows erwartet Rittal signifikante Effizienzgewinne sowie eine spürbare Reduktion der Durchlaufzeiten.
Ihr ähnliches Mindset macht Rittal für Baumgartner Automation zu weit mehr als einem Lieferanten. „Es geht uns um das Gesamtpaket und das bietet aus unserer Sicht nur Rittal“, sagt Hochschartner. „Wir haben überall Rittal-Systeme im Einsatz: Klimatisierung, Schienensysteme, Kupferbearbeitung. Der Support ist herausragend, die Lösungen durchgängig und die Qualität spricht für sich.“ Auch Markus Merkle, der für Baumgartner Automation zuständige Technische Außendienst bei Rittal, betont die partnerschaftliche Zusammenarbeit: „Die Kommunikation funktioniert immer direkt, auf Augenhöhe und unkompliziert – fast wie unter Kollegen.“ Die Verbindung basiert auf einem gemeinsamen Verständnis von Qualität, Effizienz und Innovation.
Der Wandlermessschrank – Qualität und Partnerschaft
Ein aktuelles Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen Baumgartner Automation und Rittal ist der neu entwickelte Wandlermessschrank, kurz WMS genannt. Dieser wird überall dort benötigt, wo hohe Ströme gemessen oder überwacht werden müssen – beispielsweise bei Photovoltaikanlagen oder Netzrückspeisungen. „Den Schaltschrank haben wir eigenständig konzipiert. Das Gehäuse, das Schienensystem und das Zubehör stammen von Rittal – kombiniert mit unserem eigenen Know-how entstand die finale Lösung“, erzählt Hochschartner und ergänzt: „Markus Merkle und das Team von Rittal waren eine große Unterstützung. Für uns war entscheidend, dass die Lösung zum Qualitätsanspruch unserer Kunden passt.“ Das Ergebnis ist eine All-in-One-Lösung basierend auf einem Rittal VX25 mit RiLine-Schienensystem, die Planungsaufwand spart und höchste Qualitätsstandards erfüllt sowie künftig als Standardprodukt in das Baumgartner-Portfolio aufgenommen wird. „Viele greifen zu einfachen Produkten, aber das passt nicht zu hochwertigen Anlagen. Wir wollten eine Lösung, die in jedes Umfeld integriert werden kann.“ Und Merkle ergänzt abschließend: „In meinem Gebiet gibt es rund 150 Schaltschrankbauer. Baumgartner ist der einzige, der einen WMS dieser Art gebaut hat.“
Weitere Informationen, unter: www.rittal.at
www.baumgartner-automation.at
www.i-magazin.com








