Die Präsidentin des deutschen Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, kommentiert den Masterplan Ladeinfrastruktur 2030.
„Für die Verbraucher und für die Elektromobilität ist es eine gute Nachricht, dass das Bundeskabinett am 19.11. den Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 verabschiedet hat. Der Masterplan sieht eine ganze Reihe richtiger Maßnahmen vor, die dazu beitragen können, die Attraktivität der E-Mobilität für die Verbraucher weiter zu erhöhen und so den Markthochlauf von E-Fahrzeugen zu stärken. Entscheidend wird sein, dass diese Maßnahmen nun rasch und konsequent umgesetzt werden.
Zu den positiven Maßnahmen zählen insbesondere mehr Transparenz bei den Ladepreisen, einfache und schnelle Genehmigungsverfahren, die das Ausbautempo der Lademöglichkeiten insgesamt erhöhen können, sowie zielgerichtete Unterstützungsmaßnahmen für Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäusern. Positiv ist auch das Bekenntnis zum weiteren Ausbau des Ladenetzes für E-Lkw entlang der Autobahn an bewirtschafteten und unbewirtschafteten Rastanlagen.
Zu begrüßen ist zudem, dass der Masterplan verbesserte Rahmenbedingungen für die Technologie des bidirektionalen Ladens vorsieht, die der Bundestag darüber hinaus vor wenigen Tagen mit der Novellierung des Energiewirtschafts- und des Stromsteuergesetzes weiter gestärkt und attraktiver für die Verbraucher gemacht hat.
Kritisch ist allerdings, dass im Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 das wachsende Segment der leichten E-Nutzfahrzeuge nur unzureichend berücksichtigt wird. Dezidierte weitere Maßnahmen zum flankierenden Aufbau spezifischer Ladeinfrastruktur, insbesondere im urbanen Umfeld, bleiben daher dringend erforderlich, um einen echten Markthochlauf leichter E-Nutzfahrzeuge zu ermöglichen.“
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