»Heimspiel« digital:

Jahreskonferenz der Gira Aktiv Partner

von David Lodahl

Die Situation hat es erfordert und Gira das Beste daraus gemacht: die erste digitale Jahreskonferenz der Gira Aktiv Partner. Sie waren dem Live-Act bei Gira in Radevormwald über das Internet zugeschaltet und auf der Videoleinwand präsent. Dank Bildschirm, Kamera und Mikrofon konnten sie einander sehen, hören und miteinander kommunizieren. Gira zählte insgesamt ca. 1.100 Teilnehmer, etwa 350 Betriebe waren dabei, viele der Gira Aktiv Partner hatten ihre Mitarbeiter eingeladen.

Dabei stand die Veranstaltung angesichts der gerade laufenden EM ganz im Zeichen des Fußballs. Für die richtige Atmosphäre und das leibliche Wohl hatte Gira mit einem Stadionpaket gesorgt, das den Teilnehmern vorab zugegangen war – mit Currywurst im Glas, Knabbereien und Dellmann’s Bräu, dem Craftbeer aus Wermelskirchen.

Bevor die Konferenz angepfiffen wurde gab es für die Teilnehmer die Möglichkeit, Interessantes und Neues im »Kabinentalk« zu erfahren. Das Team Marcel Aulenbach hatte sich auf Vorschriften, Richtlinien und Normen konzerntriert. Team Andreas Owen verriet, welche Bedeutung Bewertungen im Internet besitzen und ob Urteile tatsächlich echt sind und nicht frei erfunden, gefakt oder gekauft. Auf Deutschlands größter Bewertungsplattform »wirsindhandwerk.de« werden Bewertungen auf Echtheit geprüft, bevor sie in die Veröffentlichung gehen, so dass der Handwerker letztlich ein ehrliches und vertrauenswürdiges Feedback erhält. Das Team Gira stellte danach aktuelle Produktneuheiten vor.

Anschließend präsentierte das professionelle Moderatorenduo – Wilma Werner und Tom Meiler – eine kurzweilige Mischung aus Vorträgen, Unterhaltungsprogramm und Experten, wie es die Konferenzteilnehmer aus früheren Jahrestagungen kennen.

Die Begrüßung und Eröffnung des digitalen »Heimspiels« erfolgte durch Dirk Giersiepen, dessen Dank in der Corona-Krise an das Handwerk im Allgemeinen und die Gira Aktiv Partner im Besonderen ging – sie haben einen erheblichen Anteil daran, dass Gira vergleichsweise glimpflich durch die letzten Monate gekommen war. Es folgte das erste Ausrufezeichen des Spiels: Dirk Giersiepen kündigte seinen Wechsel in den Aufsichtsrat in einem Jahr an, den kaufmännischen Bereich wird ab diesem Zeitpunkt Sebastian Marz übernehmen, Vertrieb und Marketing wird Dominik Marte geschäftsführend leiten.

Der vor drei Jahren von Hans Grohe zu Gira gewechselte Marte zeigte noch einmal die erheblichen Anstrengungen auf, die das Unternehmen auf allen Ebenen unternommen hat, der Krise zu trotzen und digitale Wege einzuschlagen bzw. auszubauen – etwa durch das Sofortprogramm oder zahlreiche Webinare als Erweiterung der Gira Serviceleistungen. Geradezu als Motor hat sich Corona bei der Digitalisierung erwiesen, sei es bei den Club-Stammtischen, Schulungen oder Vertriebsveranstaltungen. Anschließend stellte Dominik Marte per Videozuschaltung seinen Nachfolger als Vertriebsleiter vor: Markus Halbig.

Torben Bayer erläuterte die gerade angelaufene und groß angelegte Imagekampagne, die vordergründig auf Endkunden zielt, diesen dann aber zum Fachhandwerk weiterleitet. Der Elektromeister profitiert natürlich von den Aktivitäten: Gira schaltet klassische Anzeigen in Print-Medien rund um Lifestyle, Bauen und Wohnen, außerdem digitale Banner auf entsprechenden Online-Plattformen. Hinzu kommen markante Radiospots mit hohem Wiedererkennungswert und ein Markenfilm. Zudem bietet Gira seinen Partnern an, sich in die Imagekampagne miteinzubinden und professionell zu präsentieren, wozu sich eines von drei Marketingpaketen buchen lässt. Sie alle sind darauf angelegt, den teilnehmenden Fachbetrieb in seiner digitalen Präsentation zu unterstützen.

Anschließend gaben Andreas Kobold und Martin Gremlica einen Überblick über Komfortaspekte im Smart Home und die Funktionen, die Endkunden inzwischen selber gestalten und bestimmen können. Zwischen den einzelnen Präsentation durften die Vortragenden auf die berühmte Torwand schießen, was umso leichter fiel, nachdem das Komiker-Duo Didi Jünemann und Hans Kieseier – bekannt aus der Kölner »Stunksitzung« – die entsprechenden Löcher kurzerhand per Stichsäge vergrößert hatten. Pro Treffer gab es 150 Euro zusätzlich zu einem Grundbetrag von 1.500 Euro für lokale Fußballvereine, die die Aktiv Partner vorgeschlagen hatten.

Dann hatten zwei absolute Fußballexperten das Wort: Schiedsrichter Deniz Aytekin und die Kölner Torwartlegende Toni Schumacher. Aytekin hat unter anderem in der UEFA Champions League das »Jahrhundertspiel« zwischen Barcelona und Paris gepfiffen, bei dem die Katalanen im Camp Nou das Hinspiel-Ergebnis von 0:4 durch einen 6:1-Sieg zunichtemachten – buchstäblich in der allerletzten Sekunde. Er berichtete aber auch von den Belastungen, denen ein Schiedsrichter ausgesetzt ist, nicht zuletzt durch die komplexe Technik, die den professionellen Fußball heute begleiten. Was wiederum von Didi Jünemann und Hans Kieseier parodiert wurde, die im »Kölner Keller« den Überblick über den Video-Assistenten restlos verloren.

Toni Schumacher, 18 Jahre lang Stammtorwart beim 1. FC Köln, 1984 und 1986 zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt, mehrfacher Landesmeister und Pokalsieger sowie zweifacher Vizeweltmeister unterhielt das Publikum mit seinen Erinnerungen und zahlreichen Anekdoten, immer gepaart mit kölschem Humor. Dass es ihm beispielsweise 1986 wichtiger war, im verlorenen Endspiel gegen Argentinien kein Tor von Maradona kassiert zu haben als Weltmeister zu werden. Und dass er sich aus Verbundenheit mit dem Kölner FC ein »F« auf den großen Zeh hat tätowieren lassen.

Dazwischen gab es virtuelle Abstecher zum »Schützenhaus«, ein über die Grenzen Remscheids für seine hausgemachte Küche geschätztes Restaurant und Lieferant der Currywurst im Glas, sowie zur Brauerei Dellmann, wo der ewig nie ganz nüchterne »Sitzungspräsident an der Theke« – verkörpert vom Komiker Volker Weininger – die Moderation übernahm und mit den Braumeistern über Bier und Braukunst fachsimpelte. Beschlossen wurde der Abend durch ein Quiz ganz im Zeichen des Fußballs mit Arnd Zeigler, bei dem weitere Preise für gute Zwecke erspielt wurden: die Torwand, ein Kicker sowie Fußbälle und Schiedsrichterkarten jeweils mit den Unterschriften von Deniz Aytekin und Toni Schumacher. Getoppt wurde das nur durch eine Spende von Gira für »Ärzte ohne Grenzen« in einer Höhe von 50.000 Euro.

Quelle: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG

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