Daten aus der Beleuchtungsinfrastruktur direkt ins KNX-System: Tridonic und KNX-Pionier Ipas haben eine Partnerschaft geschlossen, um die nahtlose Integration von Tridonic DALI-2-Sensoren über Ipas Dali-KNX Gateways in die Gebäudeautomation zu ermöglichen. Die Partner verbinden intelligente Lichtsteuerung mit durchgängiger KNX-Automation und schaffen die Basis für effiziente Betriebsführung, übergreifendes Energiemanagement und datengetriebene Smart-Building-Konzepte. Systemintegratoren, Planer und Betreibende profitieren von getesteter Kompatibilität und einer durchgängigen Parametrierung.
KNX ist das Rückgrat moderner Gebäudeautomation. Der etablierte Standard übernimmt die gewerkeübergreifende Steuerung von Beleuchtung, Beschattung, Heizung, Lüftung und Klima sowie Sicherheitssystemen. In der Praxis ist die Lichtsteuerung über KNX jedoch häufig auf grundlegende Schalt- und Dimmfunktionen begrenzt. DALI-2-Sensoren hingegen liefern hochpräzise Informationen zu Präsenz, Helligkeit und – je nach Sensortyp – weiteren Umgebungsparametern direkt aus der Beleuchtunsinfrastruktur. Erst die vollständige Einbindung von DALI-2-Sensoren in KNX-Systeme ermöglicht die ganzheitliche Nutzung der Betriebsdaten und Gebäudeparameter.
„Die Notwendigkeit einer durchgängigen Integration ergibt sich nicht zuletzt aus den steigenden Anforderungen an nachhaltige Gebäude und nachvollziehbare Betriebsdaten“, erläutert Markus Wagenseil, Vertriebsleiter Dach bei Tridonic. „Interoperable Systeme auf Basis offener Standards erleichtern die Planung, reduzieren Komplexität und unterstützen die Umsetzung energieeffizienter Betriebsstrategien, etwa im Kontext von Zertifizierungssystemen wie DGNB oder LEED.“
Ipas-Gateways für Tridonic Sensoren
Hier setzt die Kooperation zwischen Tridonic und Ipas an. Ipas bietet DALI-2-zertifizierte DALI-KNX-Gateways wie KNX DaliControl e64 Pro und BNG Pro, die Tridonic DALI-2 Sensoren (airAspect) sowie EVGs und DT8-Farblichtsteuerungen in KNX einbinden. Als Multi-Master-Controller unterstützen sie Eingabegeräte wie Bewegungs- und Helligkeitssensoren, Taster, Sensoren für Temperatur, CO₂ und Luftfeuchtigkeit, Gruppen-/Einzelleuchtensteuerung, Szenen, Effekte, Zeitfunktionen, Diagnose inklusive Busstatus oder Fehlermeldungen.
Virtual Input Devices fassen mehrere physische DALI-Sensoren (Bewegung, Helligkeit, Taster) logisch zu einem KNX-Eingang zusammen – ideal für Anwendungen in langen Fluren, offenen Bürobereichen oder größeren Zonen, in denen mehrere Sensoren eine gemeinsame Schalt- oder Regelstrategie verfolgen. Die Drag-and-Drop-Konfiguration erfolgt in der Ipas DCA innerhalb der Ets-Software und unterstützt Master/Slave-Setups, Schwellenwerte, Min-/Max-/Durchschnittswerte, Konstantlichtregelung sowie bis zu vier parallele Taster. Ergänzende Funktionen wie Kalibrierung, Diagnose und Reporting erleichtern Betriebsüberwachung und Wartung.
Geprüfte Kombinationen schaffen Planungssicherheit
Im Rahmen der Zusammenarbeit werden Tridonic DALI-2-Sensoren und DALI-2-LED-Treiber mit den Ipas-Gateways geprüft, abgestimmt und in Kompatibilitätslisten dokumentiert. Damit reduzieren die Partner das Risiko bei der Planung und Inbetriebnahme, beschleunigen die Umsetzung und erhöhen die Sicherheit.
„Nutzende profitieren von einer durchgängigen Lösung: Intelligente Tridonic ‚beyond lighting‘ Sensorik liefert Daten aus der Leuchte, während Ipas-Gateways diese Informationen sicher und skalierbar in die KNX-Welt übertragen, inklusive KNX Data Secure sowie optionaler IoT-Anbindung via MQTT oder BACnet/IP“, erklärt Thomas Nierhoff, Geschäftsführer von Ipas.
Daten erschließen Optimierungspotentiale
Mit der gemeinsamen Lösung von Tridonic und Ipas lassen sich Gebäudeparameter ganzheitlich optimieren, ohne zusätzlich proprietäre Systeme oder Insellösungen integrieren zu müssen. Gleichzeitig eröffnen die gewonnenen Daten von Leuchten und vernetzten Sensoren neue Potenziale.
Asset-Daten identifizieren verbaute Komponenten, Installationszeitpunkt und Hersteller für Garantie- und Lifecycle-Management. Präzise Energiedaten geben Einblicke in Wirkleistung und Energieverbrauch und ermöglichen Benchmarking, Lastprofilanalysen und Einsparevaluierungen pro LED-Treiber. Fehler- und Diagnosedaten liefern detaillierte Informationen zum Betriebszustand, zur Auslastung und zu kritischen Parametern wie beispielsweise zur Temperatur. Aus Betriebsstunden, Temperaturprofilen und Feedback lässt sich die Restlebensdauer prognostizieren und Wartung planen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.tridonic.com
Quelle: Tridonic GmbH & Co KG