Mehr als die Hälfte aller E-CAD-Anwender hat keine Zeit mehr für Innovation. Das ist das zentrale Ergebnis einer Befragung von 1.267 Fachleuten aus 40 Ländern, aus Maschinenbau, Anlagenbau, Gebäudeautomation und Elektroinstallation, die WSCAD GmbH heute veröffentlicht. Die Studie „Die Zukunft der Elektrokonstruktion – KI als Katalysator für Produktivität und Transformation“ analysiert den Ist-Zustand einer Branche unter Dauerdruck und zeigt konkret, was Künstliche Intelligenz im Engineering-Alltag bereits heute leisten kann und welche Auswirkungen KI auf Jobs und Branche haben wird.
Branche im Vollgas-Modus, ohne strukturelle Entlastung
54 Prozent der Befragten geben an, keine Zeit für Innovationen oder die Verbesserung ihrer Arbeitsabläufe zu haben. Gleichzeitig fließt ein erheblicher Teil der Arbeitszeit in Tätigkeiten mit geringer Wertschöpfung: Rund 40 Prozent der Zeit entfällt auf die Suche nach Komponenten, die Erstellung und Pflege von Dokumentation sowie die Korrektur wiederkehrender Fehler. Die Kernkompetenz – das Erstellen von Plänen – kommt dabei zu kurz. Hinzu kommt eine alternde Anwenderschaft mit hohem Erfahrungsniveau und geringem Nachwuchs: Wissen, das in Köpfen steckt, droht beim Personalwechsel verloren zu gehen.
KI holt zurück, was Routine verschluckt
Erste Praxiserfahrungen mit der KI-integrierten WSCAD-Plattform ELECTRIX AI zeigen, wie viel Zeit tatsächlich auf dem Tisch liegt. Messungen zufolge lassen sich Materiallisten und Klemmenpläne um mehr als 92 Prozent schneller erstellen, Fehlerprüfungen bis zu 98 Prozent schneller durchführen und Makros über 95 Prozent schneller platzieren als bisher. Wird ein Routinevorgang, der bisher sechs Minuten dauert, auf Sekunden reduziert und täglich zwanzigmal ausgeführt, entstehen pro Mitarbeitendem und Woche zehn Freistunden – für ein Team von fünf Konstrukteuren entspricht das mehr als einer vollständigen Arbeitswoche.
Der Paradigmenwechsel beginnt jetzt
Die Studie unterscheidet klar zwischen zwei Entwicklungsstufen: CAD-Systemen mit ergänzenden „non-disruptiven“ KI-Funktionen einerseits und „disruptiven“ KI-nativen Engineering-Plattformen andererseits. Erstere beschleunigen und verbessern bestehende Abläufe, letztere verändern die Arbeitslogik bis hin zu Berufsbildern und Märkten grundlegend. Statt Schaltpläne manuell zu zeichnen und iterativ anzupassen, definieren Ingenieure Zielzustände und Randbedingungen – das System generiert Lösungsvorschläge, prüft Normenkonformität und sichert Unternehmenswissen strukturell. Der Übergang zu KI-nativem Engineering soll innerhalb von fünf bis zehn Jahren vollzogen sein.
„Wir folgen keinen Trends, wir setzen sie – indem wir die Elektroplanung mit KI neu definieren und Kunden das wertvollste Gut zurückgeben: ihre Zeit“, sagt Dr. Axel Zein, CEO der WSCAD GmbH.
Die vollständige Studie steht ab sofort unter www.wscad.com/studie/ zum Download bereit.
Quelle: WSCAD GmbH


