Die Kollektivvertragsverhandlungen in der Elektro- und Elektronikindustrie bleiben weiterhin von unterschiedlichen Einschätzungen der wirtschaftlichen Entwicklung geprägt. Während die Arbeitgeber auf flexible und verantwortungsvolle Lösungen setzen, pocht die Gewerkschaft auf planbare und langfristige Vereinbarungen. Eine Einigung konnte auch in der vierten Verhandlungsrunde noch nicht erzielt werden.
Auch in der vierten KV-Verhandlungsrunde der EEI konnte keine gemeinsame Sicht der realen wirtschaftlichen Lage gefunden werden. Die Gewerkschaft sieht eine sehr positive Entwicklung, aus Arbeitgebersicht handelt es sich allerdings bis zu einem gewissen Grad um Wunschvorstellungen. Um diese unterschiedlichen Sichtweisen zu überbrücken, hat der FEEI ein zweistufiges Modell mit sofortiger Erhöhung und möglicher Nachbesserung im Herbst vorgeschlagen, sofern die Konjunkturprognose im Herbst dies zulässt. Die Gewerkschaft konnte aus – wie sie sagt – Gründen der mangelnden Planbarkeit diesem Vorschlag nicht zustimmen. Daraufhin wurden die Gespräche für heute beendet und ein weiterer Termin für den 28. Mai 2026 vereinbart
Quelle: FEEI Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie