Nie wieder amazon?

von Sandra Eisner

Sehr geehrte Redaktion des i-Magazins,
ich führe ein kleines aber feines Elektroinstallationsunternehmen in Niederösterreich, einen gut gehenden Familienbetrieb (bereits in dritter Generation) und bin regelmäßiger Leser Ihrer Zeitschrift. Jetzt muss ich aber einmal meinen Mund aufmachen und Ihnen erzählen, was mir vor Kurzem passiert ist – das können Sie sich gar nicht vorstellen.
Überall hört man ja nur mehr amazon. Amazon hier, amazon da – alle kaufen dort. Gut, also habe ich mir gedacht: Na probieren wir das auch einmal aus, man muss ja heute mit der Zeit gehen und auch für Neues offen sein. Also habe ich mich dazu entschieden, diesen amazon auszuprobieren.
Naja, wo fange ich an? Als ich dort angerufen habe und endlich einmal mit einer Mitarbeiterin reden konnte, hat die erst einmal gar nicht verstanden, was ich will. Stellen Sie sich vor, ich wollte die Planung besprechen, da sagt mir so eine Dame mit einem deutschen Akzent, dass so etwas »nicht machbar« ist!! Was ist denn das für eine Auskunft? Na gut, ich habe es weiterhin probiert und Sie auf Skonto und die Jahresboni angesprochen – verbindet die mich doch glatt weiter! Na gut, habe ich mir gedacht, dann kann ich wenigstens mit einer kompetenten Person sprechen. Und was war? Wieder ein Deutscher dran, der mir erklärt, dass meine Wünsche nicht mit dem Angebot und Service von amazon vereinbar sind! Die wollten mir weder Musterleuchten geben noch wegen einer Prämie verhandeln! Noch dazu hat amazon keine Lichtexperten und gibt keine Auskünfte über Normen und Vorschriften! Und – das Beste – es gibt dort nicht einmal einen gescheiten Außendienst, den sie vorbeischicken können! Da frage ich mich: Ja was soll denn das?? Ist der Kunde nicht mehr König? – In unserer Branche wäscht doch eine Hand die andere! So eine Sauerei!! Also wenn das der neue oder moderne Weg ist, na dann gute Nacht!
Ich möchte mit diesem Brief alle Kollegen warnen! Für mich heißt es: nie wieder amazon!

Haben auch Sie Erfahrungen mit diversen Webanbietern, online-Vertriebspartnern etc. gemacht? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!
Fortsetzung folgt!

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0 Kommentar

Insider 17. Juni 2015 - 16:51

Amazon plant gerade ein Industriekonzept in Europa zu starten, das in den USA schon läuft. Dann ist es Schluss mit ihrer Konsumenten-Meinung.

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Markus 15. Juni 2015 - 19:57

Ich bin sicher, dass der Brief mit ein wenig Augenzwinkern zu verstehen ist! Abgesehen vom Umgang mit den Mitarbeitern und natürlich den steuerlichen Betrügereien ist Amazon ein zu 100% Endkunden orientiertes Versandunternehmen und der Service ist auf alle Fälle TOP!Bezüglich Großhändlern mit Spezialisierung auf Elektronikprodukten und/oder Zubehör aller Art + Prämienverhandlungen und der Gleichen sollte der Briefeschreiber eher weiter recherchieren und andere Quellen als Amazon in Anspruch nehmen! Hier wird der Fokus des Versandriesens ein wenig ins falsche Licht gerückt!Ich finde es aber klasse, dass die digitalen Möglichkeiten auch von kleineren Betrieben ausprobiert werden….Nicht aufgeben und weitersuchen Herr/Frau Unbekannt!

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kleinerhändler 12. Juni 2015 - 16:59

Ich bin als kleiner Händler bei Gott kein Freund von Amazon, aber was soll der Brief bedeuten?Amazon ist einfach ein Verramscher von eh fast Allem, aber kein Großhändler, kein Planungsbüro, einfach ein (Steuerhinterzieher) Verramscher und sonst nichts.Auf die Idee dort anzurufen, muß einer erst einmal kommen.Der Satz— nie wieder amazon! — erinnert mich an Karl ValentinKunde: Bei ihnen kauf ich nichts mehrBäcker: Aber sie haben doch gar nichts bei mir gekauftKunde: Aber fast.

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