Mit der Zahl akkubetriebener Geräte in Haushalten steigt auch die Bedeutung einer frühzeitigen Brandwarnung. Experten appellieren an die Bevölkerung, beim Brandschutz nicht auf gesetzliche Regelungen zu warten.
E-Bikes, E-Scooter, Smartphones und zahlreiche weitere akkubetriebene Geräte sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig wächst damit ein potenzielles Brandrisiko in den eigenen vier Wänden. Beschädigte Akkus, ungeeignete Ladegeräte, unsachgemäße Handhabung oder technische Defekte sind häufige Auslöser von Wohnungsbränden. Der Tag des Rauchwarnmelders am 13. Oktober 2026 rückt deshalb eine zentrale Präventionsmaßnahme in den Fokus: die möglichst frühe Erkennung eines Brandes.
Gerade nachts kann ein Rauchwarnmelder lebensrettende Zeit verschaffen. Während Bewohner im Schlaf einen Brand häufig nicht oder erst sehr spät wahrnehmen, erkennt der Melder Rauch bereits in einer frühen Phase und warnt mit einem lauten Alarm.
Häufige Brandursache: „Elektrische Energie“
Wie relevant vorbeugender Brandschutz ist, zeigen die aktuellen Zahlen der Brandschadenstatistik*. In Niederösterreich beispielsweise war die Kategorie „Elektrische Energie“ im Jahr 2025 mit einem Anteil von rund 25 Prozent an der Schadenssumme die bedeutendste Brandursache; bei der Anzahl der Brandschäden lag der Anteil bei rund 18 Prozent – Tendenz steigend. Auch in der Steiermark wurde „Elektrische Energie“ 2025 als häufigste Brandursache ermittelt – insgesamt in 245 Fällen, der Großteil der Brandfälle wurden dem Zivilbereich zugeordnet. Fachgerechte Elektroinstallationen sowie der sichere Umgang mit Elektrogeräten und Akkus gehören zu den wesentlichen Maßnahmen der Brandprävention.
Rauchwarnmelderpflicht schützt nicht überall den Bestand
In Österreich besteht eine gesetzliche Pflicht für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnungen und wohnungsähnlichen Bereichen für Neubauten. Eine Nachrüstpflicht für bestehende Wohnungen und Häuser gibt es (noch) nicht – mit Ausnahme Kärntens, wo auch Bestandsbauten mit Rauchwarnmeldern ausgerüstet sein müssen. Damit bleibt in vielen bestehenden Wohngebäuden die Entscheidung für einen umfassenden Schutz den Bewohnern oder Eigentümern selbst überlassen.
Eigeninitiative ist gefragt
„Solange nicht alle bestehenden Wohngebäude mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sind, ist Eigeninitiative gefragt. Gerade angesichts der zunehmenden Zahl akkubetriebener Geräte sollte der Schutz der eigenen vier Wände nicht allein von gesetzlichen Mindestanforderungen abhängig gemacht werden“, sagt Gerald Rausch, Vertriebsleiter Österreich von Ei Electronics.
Qualität und Vernetzung erhöhen den Schutz
Bei der Auswahl eines Rauchwarnmelders sollten nicht allein der Preis, sondern auch die technischen Eigenschaften entscheidend sein. Zu den relevanten Qualitätsmerkmalen zählen eine fest eingebaute Lithiumbatterie mit einer Lebensdauer von mindestens zehn Jahren sowie das Q-Qualitätssiegel. Eine große Test- und Stummschalttaste erleichtert die regelmäßige Funktionskontrolle. Von Vorteil ist, wenn diese auch vom Boden aus, beispielsweise mit einem Besenstiel, bedient werden kann.
In Schlaf- und Kinderzimmern können Modelle ohne störendes LED-Blinken den Wohnkomfort erhöhen. Einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn bieten funkvernetzte Rauchwarnmelder: Erkennt ein Gerät Rauch, geben alle verbundenen Melder Alarm. Dadurch kann die Warnung auch in weiter entfernten Räumen frühzeitig wahrgenommen werden.
Tag des Rauchwarnmelders = Tag des Sicherheitschecks
Der Tag des Rauchwarnmelders am 13. Oktober bietet einen konkreten Anlass für einen Sicherheitscheck im eigenen Zuhause: Sind Aufenthaltsräume und Flure mit Rauchwarnmeldern ausgestattet? Wenn ja: Funktionieren die Geräte zuverlässig? Sind sie richtig positioniert und gegebenenfalls miteinander vernetzt
Rauchwarnmelder verhindern keine Brände. Sie können aber dafür sorgen, dass diese frühzeitig erkannt werden. In einer Wohnumgebung mit einer zunehmenden Zahl an Elektro- und akkubetriebenen Geräten kann genau diese gewonnene Zeit im Ernstfall entscheidend sein.
Feuerwehren, Brandschutzunternehmen, Rauchfangkehrer und das Elektrohandwerk übernehmen eine wichtige Rolle in der Bewusstseinsbildung und Beratung und unterstützen die Aktivitäten rund um den Tag des Rauchwarnmelders.
Weitere Informationen finden Sie unter www.eielectronics.at.
Quelle: Ei Electronics