Voice-Acoustic verweist bei der Modular-10 auf einen in der professionellen Beschallungstechnik ungewöhnlich langen Produktlebenszyklus. Das kompakte Multifunktions-Topteil wurde 2011 eingeführt und wird nach Angaben des Unternehmens weiterhin mit unveränderter Chassis-Bestückung, identischer Gehäusekonstruktion und gleichem akustischem Grundkonzept produziert.
Für Beschallungsunternehmen, Installationsbetriebe und Betreiber fest installierter Audiosysteme ist vor allem die Systemkontinuität relevant: Bestehende Bestände können laut Hersteller auch nach vielen Jahren mit aktuellen Lautsprechern desselben Modells ergänzt werden, ohne auf eine neue Produktgeneration wechseln zu müssen.
Technisches Konzept blieb im Kern gleich
Die Modular-10 nutzt im Tieftonbereich ein 10-Zoll-Chassis von Eighteen Sound mit einer angegebenen Sensitivität von 100 dB. Im Hochtonbereich kommt ein 1-Zoll-Treiber von B&C auf einem drehbaren 90° x 40° Horn zum Einsatz.
Ein wesentliches Konstruktionsmerkmal ist das stark trapezförmige Gehäuse mit einem Winkel von nahezu 20° pro Seite. In Kombination mit dem drehbaren Horn lassen sich mehrere Modular-10 horizontal nebeneinander anordnen. Die horizontale Abstrahlung ist dabei auf den Gehäusewinkel abgestimmt, wodurch Überlappungen und daraus entstehende Interferenzen reduziert werden sollen.
Für dieses Konzept meldete Voice-Acoustic-Gründer Stefan Rast am 11. März 2011 ein Gebrauchsmuster an. Es wurde am 1. Juni 2011 unter der Nummer 20 2011 003 809.2 beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen.
Easyfly-Mechanik erstmals in Serienprodukt eingesetzt
Mit der Modular-10 brachte Voice-Acoustic 2011 auch die Easyfly-Mechanik erstmals in ein Serienprodukt. Die Rigginglösung ist für eine schnelle und werkzeuglose Montage der Mechanik ausgelegt und wurde ebenfalls 2011 beim Patentamt eingetragen.
Die Modular-10 wurde laut Unternehmensangaben in mobilen Anwendungen ebenso eingesetzt wie in Festinstallationen. Genannt werden unter anderem Beschallungsunternehmen, Installateure und mobile DJs.
Detailänderungen statt Modellwechsel
Über die 15 Jahre wurde das Produkt laut Voice-Acoustic nicht durch eine neue Generation ersetzt, sondern nur in Details angepasst. Die ursprüngliche Strukturlackierung wurde durch eine Polyurea-Beschichtung ersetzt. Zudem wurden die Griffe für den Transport mit einer Hand überarbeitet, und das Anschlussfeld erhielt das aktuelle Erscheinungsbild des Herstellers.
Unverändert blieben nach Herstellerangaben die Chassis-Bestückung, die Gehäusekonstruktion und das akustische Konzept. Voice-Acoustic stellt diesen Ansatz in den Zusammenhang von langfristiger Ersatzteilversorgung, Systemkontinuität und einem Nachhaltigkeitsverständnis, das auf längere Nutzungsdauer statt kurze Modellzyklen setzt.
Investitionsschutz als zentrales Argument
Für professionelle Anwender kann ein langer Produktzyklus vor allem wirtschaftliche Bedeutung haben. Rental-Unternehmen und Installationsbetriebe müssen bestehende Systeme nicht zwangsläufig ersetzen, wenn sie ihre Bestände erweitern wollen. Voraussetzung ist, dass ein Modell über Jahre hinweg technisch kompatibel und verfügbar bleibt.
Stefan Rast, Gründer und Geschäftsführer von Voice-Acoustic, erklärt dazu: „Wir sind stolz darauf, dass wir die Modular-10 nach 15 Jahren noch immer mit derselben Chassis-Bestückung und demselben grundlegenden Gehäusedesign produzieren können. Für uns ist ein langer Produktlebenszyklus ein Zeichen dafür, dass bei der ursprünglichen Entwicklung vieles richtig gemacht wurde. Gleichzeitig gibt er unseren Kunden die Sicherheit, langfristig in ein System investieren zu können und bestehende Bestände auch nach vielen Jahren noch sinnvoll zu erweitern.“
Voice-Acoustic wurde 2006 in Dörverden gegründet und entwickelt professionelle Beschallungssysteme für Live- und Installationsanwendungen. Zum Portfolio zählen Lautsprecher- und Digitalverstärkertechnologien.
Weitere Informationen auf: www.voice-acoustic.de
Quelle: Voice Acoustic

