Österreichs Branchenverband rückt Stromspeicher stärker in den Fokus:

PV-Verband macht Batteriespeicher zum Namensbestandteil

von David Lodahl
Foto: © Photovoltaic & Battery Austria

Der Bundesverband Photovoltaic Austria tritt künftig unter dem Namen Bundesverband Photovoltaic & Battery Austria auf. Mit der neuen Bezeichnung – kurz PV&B Austria – will der Branchenverband die Rolle von Batteriespeichern in der österreichischen Energieversorgung stärker sichtbar machen.

Der Schritt ist vor allem vor dem Hintergrund des wachsenden PV-Ausbaus relevant. Je höher der Anteil fluktuierender Stromerzeugung aus Photovoltaik wird, desto wichtiger werden Speicherlösungen für Eigenverbrauch, Netzentlastung und Versorgungssicherheit. Der Verband verweist darauf, dass Stromspeicherung bereits seit 2010 Teil seiner Arbeit ist.

Speicheroffensive als politischer Auftrag

Nach Angaben des Verbands sehen rund zwei Drittel der Mitglieder eine ausständige Speicheroffensive als zentralen Auftrag an die Politik. Knapp 75 Prozent der Befragten nennen Speicher zudem als einen der wichtigsten künftigen Arbeitsbereiche der Verbandsarbeit. Details zur Methodik der Mitgliederbefragung wurden in der Aussendung nicht genannt.

Mit mehr als 470 Mitgliedern versteht sich PV&B Austria als Interessenvertretung für Photovoltaik und Stromspeicherung in Österreich. Der neue Name soll diese Doppelrolle künftig auch nach außen abbilden.

PV und Batterie als gemeinsames System

Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender von PV&B Austria, sieht die Namensänderung als inhaltliche Weiterentwicklung: „Das Zusammenspiel von PV und Batterie ist die Zukunft der Energieversorgung. Mit dem neuen Namen Bundesverband Photovoltaic & Battery Austria (PV&B Austria) fügen wir nicht einfach ein paar Buchstaben hinzu. Wir geben unserer Arbeit im Batteriespeicherbereich die Gewichtung, die es für den zukünftigen Ausbau der Erneuerbaren braucht.“

Auch Geschäftsführerin Vera Immitzer verweist auf die rechtliche und technische Verknüpfung beider Bereiche: „Wir können PV und Batteriespeicher nicht getrennt voneinander behandeln, weder in der Branche noch was die rechtlichen Rahmenbedingungen anbelangt. Das wissen auch unsere Mitglieder. Als Verband gehen wir diesen Weg bereits seit über fünfzehn Jahren. Für uns war es daher ein logischer Schritt, unsere Arbeit im Bereich Stromspeicherung auch im Verbandsnamen hervorzuheben.“

Speicher seit 2010 Teil der Verbandsarbeit

Der Verband wurde vor 30 Jahren als Interessenvertretung der PV-Branche gegründet. Bereits 2010 veranstaltete er nach eigenen Angaben eine erste Speichertagung unter dem Titel „Sonnenstrom auf Vorrat“. 2016 wurde das Zusammenspiel von Photovoltaik und Speicherung auch im Verbandslogo verankert.

Zuletzt hatte der Verband seinen Vorstand erweitert. Mit Raphaela Hein und Herbert Ruppitsch wurden laut Aussendung zusätzliche Expertinnen und Experten für den Bereich Stromspeicher in das Gremium aufgenommen. Die Umbenennung ist damit Teil einer breiteren strategischen Positionierung des Verbands im Schnittfeld von Photovoltaik, Batteriespeichern und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Quelle: Bundesverband Photovoltaic & Battery Austria 

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