„Die war doch kaum im Einsatz!“ – diesen Satz hören unsere Techniker regelmäßig, wenn es um den Tausch einer USV-Anlage geht. Ein verständlicher Gedanke – aber leider ein Trugschluss.
Eine USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) läuft nämlich immer. Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr. Das macht knapp 8.760 Betriebsstunden pro Jahr – und nach 10 Jahren bereits über 87.000 Stunden. Egal, wie selten sie „eingreifen“ musste.
Was wann getauscht werden sollte
Als grobe Orientierung gilt: Kleinere, steckbare USV-Geräte sollten nach 8 bis 10 Jahren ersetzt werden. Bei zentralen USV-Systemen sieht der Zeitplan so aus:
- Jährlich: Wartung und Überprüfung
- Nach 6–8 Jahren: Batterien tauschen
- Nach ca. 7 Jahren: Verschleißteile wie Lüfter und Kondensatoren
- Nach 15–20 Jahren: Gesamtanlage ersetzen
Lohnt sich ein früherer USV-Tausch?
Oft ja – und zwar aus einem Grund, der gerne übersehen wird: dem Wirkungsgrad. Moderne USV-Anlagen arbeiten mit über 96 % Effizienz. Ältere USV-Geräte kommen häufig nur auf 88 %. Bei einer 40-kVA-Anlage mit typischer Auslastung bedeutet das eine Energieersparnis von mehreren tausend Euro pro Jahr. Über die gesamte Laufzeit einer neuen Anlage können so leicht 50.000 bis 70.000 € an Stromkosten eingespart werden – ein starkes Argument für einen frühzeitigen Tausch.
Muss ich beim Tausch alles abschalten?
Nicht unbedingt. Wer über einen externen USV-Bypass Schalter, eine Redundanzanlage oder ein A/B-System verfügt, kann die Anlage oft unterbrechungsfrei tauschen. Ansonsten gilt: betriebsschwache Zeit wählen und eine Backupstrategie in der Hinterhand haben.
Sie sind unsicher, wie alt Ihre USV wirklich ist – oder ob sich ein Tausch schon jetzt rechnet? Sprechen Sie EPS an. Sie rechnen es mit Ihnen durch.
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