Sommerpause ist Modernisierungszeit:

So werden Sportstätten im Bestand fit für die neue Saison

von Laura Peichl
Foto: © Ledvance zum Firmenprofil

Über 3.600 Projektanträge, ein beantragtes Fördervolumen von 7,5 Milliarden Euro und nur 333 Millionen Euro verfügbar. Die erste Ausschreibungsrunde der Bundesförderung „Sanierung kommunaler Sportstätten“ hat eindrücklich gezeigt, wie groß das Potenzial für Betreiber, Kommunen und Vereine ist und wie viel politischer Rückenwind gerade entsteht.

Die neue Flutlichtanlage des Weserstadions senkt den Energieverbrauch um 26 Prozent. | Bildrechte: LEDVANCE

Die neue Flutlichtanlage des Weserstadions senkt den Energieverbrauch um 26 Prozent. | Bildrechte: Ledvance

Wer jetzt handelt, hat einen strukturellen Vorteil: Die Sommerpause bietet die ideale Gelegenheit dafür, Sportanlagen mit vertretbarem Aufwand zu modernisieren, ohne laufenden Betrieb, ohne Druck durch Spielkalender, mit Zeit für Planung und Umsetzung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Energieeffizienz, Lichtemissionen in Richtung Umfeld, Betriebssicherheit und Nutzererlebnis sind keine Optionen mehr, sondern Erwartungshaltung von Fördergebern, Anwohnern und Nutzern gleichermaßen.

„Modernisierung im Bestand scheitert selten an der Technik, sie scheitert an unklaren Zielsetzungen und fehlendem Wissenstransfer“, sagt Daniel Gandara Gil, Business Development Manager Sports bei Ledvance. „Wer weiß, welche Betriebsmodi er wirklich braucht und wo die größten Kostentreiber liegen, kann strukturiert vorgehen – ohne Komplettumbau, ohne Doppelarbeit. Das ist keine Frage des Budgets, sondern der Vorbereitung.“

Als Lösungspartner für Sportstätten jeder Größenordnung, vom lokalen Vereinsplatz über kommunale Anlagen bis zur Profi-Arena, nennt Ledvance sieben Punkte, die in der Sommerpause den Unterschied machen:

  • 1. Nutzungsszenarien klären: Welche Betriebsmodi muss die Anlage wirklich abdecken?

Aus der tatsächlichen Nutzung ergibt sich, was die Beleuchtungsanlage leisten muss – typischerweise eine Trainings- und Wettkampfbeleuchtung. Entscheidend ist auch, welche Bereiche separat schaltbar sein sollen, damit nicht bei jedem Training die gesamte Anlage auf Volllast betrieben wird.

Zur Orientierung helfen beispielsweise folgende Fragen: Welche Betriebsmodi brauchen wir wirklich? Welche Bereiche müssen getrennt steuerbar sein? Wer darf schalten und wie ist Betriebssicherheit im Alltag sichergestellt?

  • 2. Bestand realistisch bewerten: Was kann bleiben, was muss ersetzt werden?

Im Bestand entscheidet eine saubere Bestandsaufnahme darüber, wie schnell und wirtschaftlich ein Projekt wird. Frühzeitig zu klären, welche Infrastruktur weitergenutzt werden kann und wo Risiken liegen, verhindert teure Überraschungen in der Umsetzung.

Als kurze Checkliste können folgende Fragen hilfreich sein: Können Masten, Tragwerke oder Kabelwege weiterverwendet werden, oder werden sie zum Kostentreiber? Welche Komponenten sind kritisch und müssen zuerst angefasst werden? Existiert bereits ein Überspannungsschutz? Was ist der schnellste sinnvolle erste Schritt, ohne später doppelt zu investieren?

  • 3. Lichtqualität definieren: Was müssen Sport, Publikum und Kamera sehen können?

Moderne Sportbeleuchtung bedeutet nicht nur ausreichende Helligkeit, sondern gleichmäßige Ausleuchtung, Sehkomfort und verlässliche Lichtqualität – abgestimmt auf Sportstätte und Nutzungsart. Gerade bei Übertragungsformaten ist Lichtqualität ein harter technischer Parameter.

Um den Bedarf konkret zu fassen, helfen folgende Fragen: Geht es nur um Training und Spielbetrieb oder auch um Veranstaltungen und Medienformate? Gibt es Beschwerden über Blendung oder ungleichmäßige Ausleuchtung? Soll die Anlage so geplant werden, dass sie bei steigenden Anforderungen mitwachsen kann?

  • 4. Lichtlenkung und Immissionen: Wie werden Konflikte mit dem Umfeld vermieden?

Gerade bei Sportanlagen in Wohnnähe ist Akzeptanz ein Projektfaktor, der zu spät häufig zu teuer kommt. Präzise Lichtlenkung bringt Licht dorthin, wo es gebraucht wird, und reduziert unerwünschte Immissionen in die Umgebung gezielt.

Um die Anforderungen sauber zu definieren, helfen diese Fragen: Gibt es Anwohner- oder Auflagenthemen, die berücksichtigt werden müssen? Wo „verliert“ die Anlage heute Licht nach außen? Kann das Thema proaktiv als Beitrag zu guter Nachbarschaft positioniert werden? Ist der Umwelt- und Artenschutz berücksichtigt worden?

  • 5. Energiekosten und Betriebsaufwand: Wo liegen die größten Hebel?

Neben der Investition zählen für Betreiber vor allem die laufenden Kosten und der organisatorische Aufwand im Betrieb. Energieverbrauch, Wartungsaufwand und Betriebsmodi sollten deshalb früh bewertet werden – nicht als Nebenthema, sondern als Entscheidungsgrundlage.

Zur Klärung vorab sind diese Fragen hilfreich: Wo entstehen heute die größten Kosten, durch Strom, Wartung, Ausfälle oder Personalaufwand? Sind ausgelagerte Betriebsgeräte eine Option zur Wartungsminimierung? Welche Zonensteuerungen helfen, den Alltag effizienter zu gestalten? Was ist das Zielbild: minimaler Eingriff über die Saison oder maximale Flexibilität für wechselnde Nutzungen?

  • 6. Nebenflächen und Innenbereiche mitdenken: Was gehört zur Sportstätte wirklich dazu?

Viele Modernisierungspotenziale liegen jenseits des Spielfelds. Wege, Zugänge, Umkleiden und Funktionsräume prägen das Nutzungserlebnis und den reibungslosen Ablauf mindestens ebenso stark wie die Hauptfläche. Trotzdem werden sie in der Planung oft nachrangig behandelt.

Diese Fragen helfen bei der Einordnung: Welche Bereiche prägen den Betrieb am stärksten – Wege, Eingänge, Treppen, Sanitäranlagen, Umkleiden? Wo gibt es dunkle Zonen, uneinheitliches Licht oder unnötige Laufzeiten? Was muss bis Saisonstart fertig sein, was kann in Phase 2 folgen?

  • 7. Etappenlogik entwickeln: Was ist bis Saisonstart realistisch?

Nicht jede Anlage wird in einem Zug modernisiert und das muss sie auch nicht. Eine sinnvolle Etappenlogik erhöht Planbarkeit, reduziert Projektrisiken und macht Budgets steuerbar. Entscheidend ist, dass Phase 1 spätere Ausbaustufen nicht verbaut.

Für die Etappenplanung helfen diese Fragen: Was muss bis Saisonstart zwingend fertig sein, beispielsweise sicherheitsrelevante Bereiche, Spielbetrieb? Wer entscheidet final, und welche Abstimmungen sind kritisch? Wie stellen wir sicher, dass die erste Etappe Anschlussmaßnahmen offenhält?

Praxisbeispiel: Was im Profisport funktioniert, gilt auch für den Breitensport

Wie Modernisierung im Bestand konkret aussieht, zeigen Referenzen aus dem Profisport, deren Prinzipien sich direkt auf kommunale Anlagen und lokale Vereine übertragen lassen. Ein gelungenes Beispiel ist die Modernisierung des Weserstadions (SV Werder Bremen). Dabei stand der Schutz von Anwohnern und Umwelt im Mittelpunkt: Präzise Lichtlenkung sorgt dafür, dass das Flutlicht ausschließlich Spielfeld und Innenraum ausleuchtet. Gleichzeitig sank der Energieverbrauch bei deutlich verbessertem Beleuchtungsniveau um 26 Prozent, die CO₂-Emissionen reduzierten sich um rund 57 Kilogramm pro Betriebsstunde. Damit wurde das Weserstadion zu einem Best Practice für die gelungene Verbindung von moderner Beleuchtung für eine traditionsreiche Sportstätte und Rücksichtnahme auf Nachbarschaft und Umwelt.

„Kommunale Sportstätten sind keine Kostenstellen, die man verwaltet. Sie sind Infrastruktur, die man entwickelt und bei der Einsparungen im Energieverbrauch gegenüber dem Bestand von mindestens 50 Prozent realisiert werden“, so Daniel Gandara Gil abschließend. „Die Sommerpause ist dafür das kürzeste und wichtigste Zeitfenster des Jahres. Wer jetzt mit einem klaren Etappenplan und der richtigen Technologie in die Modernisierung geht, sichert nicht nur den Betrieb für die nächste Dekade, sondern kann im Herbst mit einem reifen Konzept in die nächste Förderrunde gehen.“

Weitere Informationen zum Thema Professionelle Sportbeleuchtung unter:
https://www.ledvance.com/de-de/professionelle-beleuchtung/lichtloesungen/sportbeleuchtung

Quelle: Ledvance

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