Das Unternehmen realisiert und dokumentiert hier den Stand der Technik mit Lösungen aus dem eigenen Angebot. Haus 7 wird mit dem weltweit führenden Nachhaltigkeitszertifikat für energieschonende Immobilien LEED Gold-Standard zertifiziert und soll als Großverbraucher mit dem Micro Smart Grid verbunden werden. Ein umfassendes Energie-Monitoring bildet dann das gesamte Nutzungsverhalten des Gebäudes ab. Rada Rodriguez, Deutschland-Chefin von Schneider Electric, kommentiert das Engagement: „Smart Grids und Elektroautos sollen künftig den verstärkten Einsatz regenerativer Energien garantieren. Werden Elektrofahrzeuge mit erneuerbarer Energie betrieben, stehen sie nicht nur für umweltverträglichen Verkehr, sondern leisten als mobile Energiespeicher einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität. Auf dem EUREF-Campus wird dieses Szenario Stück für Stück Realität. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Energiewende. Erste Ergebnisse des Vorhabens in Berlin dürfen also mit Spannung erwartet werden.“
Das Micro Smart Grid im Detail
Im intelligenten Netz des Campus wird das Zusammenspiel verschiedener Komponenten erprobt. Dazu gehören nach derzeitigen Stand auf der Erzeugerseite:
- fünf Windgeneratoren mit Leistungen von jeweils einem Kilowatt
- zwei Photovoltaikanlagen auf dem Dach von Haus 7 mit jeweils zirka 20 Kilowatt Spitzenleistung,
- eine weitere Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 7,5 Kilowatt, die als Nachführsystem ausgeführt ist.
Entsteht bei der Energieerzeugung ein Überschuss, wird dieser auf dem Campus gespeichert. Dazu dient ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt 3000 Amperestunden.
Der stationäre Speicher kann bei einer Batteriespannung von 48 Volt bis zu 144 Kilowattstunden aufnehmen. Die Akkus der Elektroautos von e-Flinkster, dem Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn auf dem Campus, sollen zudem sukzessive mit eingebunden werden. Zum Laden der Elektroautos und zur Rückspeisung der gespeicherten Energie ins Netz sind 30 intelligente Ladepunkte auf dem Gelände installiert. Der EUREF-Campus verfügt auch über einen Anschluss an das öffentliche Netz. Erklärtes Ziel ist es jedoch, primär die vor Ort durch Windkraft- und Photovoltaikanlagen erzeugte Energie zu nutzen. Von Schneider Electric stammen die Conext-Wechselrichter für die Einspeisung der Solarenergie ins Micro Smart Grid. Integrierte XW-Laderegler/Wechselrichter koppeln den stationären Energiespeicher an das intelligente Netz an. Sie steuern Energiespeicherung und Einspeisung. Zudem liefert Schneider Electric Ladesäulen für die Elektrofahrzeuge: Intelligente EVlink-Stationen sorgen für das Betanken der Autos – also den Ladevorgang – und sollen künftig bei Bedarf die Rückspeisung der in den Akkus gespeicherten Energie garantieren. Ein Visualisierungssystem für den Betrieb des Smart Grid rundet das Energiemanagement ab: Es garantiert, dass alle Stromflüsse im intelligenten Netz jederzeit nachverfolgt und gesteuert werden können.