Fachbuch zu Bauvertrag, Bauzeitfolgen und Nachweisführung:

Mehrkostenforderungen am Bau: Kropik legt zweite Auflage vor

von David Lodahl
Foto: © Andreas Kropik

Elektrotechnische Leistungen hängen auf Baustellen stark von Planung, Baufortschritt und den Vorleistungen anderer Gewerke ab. Verzögerte Freigaben, geänderte Ausführungsdetails, fehlende Vorleistungen oder zusätzliche Leistungen können daher rasch zu Mehrkosten führen. Entscheidend ist in der Praxis jedoch nicht allein der zusätzliche Aufwand, sondern ob eine vergütungsrelevante Abweichung vom vereinbarten Bau-Soll vorliegt und nachvollziehbar nachgewiesen werden kann.

Mit der 2., grundlegend überarbeiteten und erweiterten Auflage von „(Keine) Mehrkostenforderungen beim Bauvertrag“ legt Andreas Kropik ein umfassendes Fachbuch zu diesem Themenfeld vor. Kropik war zuletzt Professor für Bauwirtschaft und Baumanagement an der TU Wien und beschäftigt sich nach eigenen Angaben seit mehr als 40 Jahren mit Mehrkostenforderungen bei Bauverträgen – sowohl aus praktischer als auch aus wissenschaftlicher Perspektive.

Relevanz für Elektrotechnikbetriebe und Fachplaner
Fachbuch „(Keine) Mehrkostenforderungen beim Bauvertrag“ von Andreas Kropik

Andreas Kropiks Fachbuch behandelt Mehrkostenforderungen, Bauablauf und Nachweisführung bei Bauverträgen. (Bild: Andreas Kropik)

Für Elektroinstallationsunternehmen, Gebäudetechnikbetriebe und Fachplaner sind Mehrkostenforderungen vor allem dort relevant, wo technische Änderungen, Bauzeitverschiebungen oder Schnittstellenprobleme den ursprünglich kalkulierten Ablauf verändern. Gerade im Elektrobereich entstehen Mehrkosten häufig nicht isoliert, sondern durch das Zusammenwirken von Planung, Bauablauf, anderen Professionisten und Auftraggeberentscheidungen.

Das Buch setzt laut Angaben des Autors bei diesem Zusammenhang an und verbindet Bauvertragsrecht, Kalkulation und Bauablauf. Behandelt werden unter anderem Ausschreibung und Bau-Soll, Dokumentation, Kommunikation, Kausalität, Bauzeitfolgen, Produktivitätsverluste, Mengenänderungen, Preisfortschreibung und Baustellengemeinkosten.

Dokumentation und Nachweisführung im Mittelpunkt

Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Leistungsabweichungen erkannt, angezeigt, dokumentiert, berechnet und geprüft werden können. Für die Praxis ist dieser Punkt wesentlich: Ohne zeitnahe und belastbare Dokumentation lassen sich Auswirkungen von Änderungen, Behinderungen oder Terminverschiebungen oft nur schwer darstellen.

Die Publikation umfasst nach Verlagsangaben rund 1.520 Seiten. Enthalten sind mehr als 360 Beispiele, Anwenderhinweise, Mustertexte, Berechnungsmodelle und Excel-Vorlagen. Ergänzend wird eine KI-gestützte Suche beziehungsweise Ergänzung zur gezielten Recherche im Werk genannt.

Bibliografische Angaben
  • Autor: Andreas Kropik
  • Titel: „(Keine) Mehrkostenforderungen beim Bauvertrag“
  • Auflage: 2., grundlegend überarbeitete und erweiterte Auflage
  • Verlag: Eigenverlag, 2026
  • Format: 17 × 24 cm
  • Umfang: 1.520 Seiten
  • ISBN: 978-3-950-4298-4-8
  • Preis: 300,00 Euro netto / 330,00 Euro brutto

Weitere Informationen finden Sie unter Andreas Kropik | Bauwirtschaft und Bauvertragsrecht.

Quelle: Andreas Kropik

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