Zumtobel Lighting GmbH aus Dornbirn und Impact Acoustic AG aus Luzern haben im August 2026 eine Partnerschaft vereinbart. Ziel ist es, Licht- und Akustiklösungen stärker integriert zu planen und für Bauherren, Architekten, Innenausbauer sowie Lichtplaner als abgestimmte Raumlösungen bereitzustellen.
Der fachliche Kern der Kooperation liegt in der frühen Verbindung zweier Planungsbereiche, die in Projekten häufig getrennt betrachtet werden: Beleuchtung und Raumakustik. Zumtobel will Akustikkomponenten künftig bereits in der Lichtplanung berücksichtigen. Impact Acoustic integriert im Gegenzug ausgewählte Zumtobel-Leuchten in sein digitales Raumplanungssystem.
Digitale Planung und gemeinsames Portfolio
Aus der Zusammenarbeit sollen sowohl Standardlösungen als auch projektspezifische Sonderlösungen entstehen. Die Unternehmen kündigen zudem ein gemeinsames Produktportfolio sowie kombinierte Beratungsleistungen für Licht und Akustik an.
Für Planer und Projektbeteiligte kann die Kooperation vor allem dort relevant sein, wo architektonische Gestaltung, visuelle Qualität und akustischer Komfort eng zusammenhängen – etwa in Büro-, Bildungs-, Retail- oder öffentlichen Gebäuden. Durch die Einbindung von Leuchten in das Planungssystem von Impact Acoustic sollen abgestimmte Konzepte früher im Projektprozess abgebildet werden können.
Akustik wird Teil der Lichtplanung
Zumtobel positioniert die Partnerschaft als Erweiterung seiner Lichtplanung um akustische Aspekte. Raphael Petri, Vice President Brand Zumtobel, verweist in der Aussendung auf den kombinierten Kundenbedarf nach guten Lichtverhältnissen und akustischer Raumqualität. Zudem sollen individuelle Projekte im Rahmen des Programms The Editions unterstützt werden.
Impact Acoustic sieht das Potenzial vor allem in der Systemintegration. „Wir starten auf Produktebene – aber das eigentliche Potenzial liegt im System. Die Kombination aus Licht und Akustik, gekoppelt mit automatisierter Planung, ist aus unserer Sicht die größte Veränderung in der Raumgestaltung seit der LED“, sagt Sven Erni, Mitgründer und Geschäftsführer bei Impact Acoustic.
Nachhaltigkeit als gemeinsamer Schwerpunkt
Beide Unternehmen verweisen auch auf Nachhaltigkeitsaspekte ihrer Produktentwicklung. Zumtobel entwickelt neue Produkte nach eigenen Circular Design Rules und bietet seit Anfang März einen Remanufacturing Service an, bei dem bestehende Lichtsysteme aufbereitet und mit neuer Werksgarantie versehen werden.
Impact Acoustic arbeitet nach Unternehmensangaben mit recycelten und regenerativen Rohstoffen und legt seine Akustiklösungen auf Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Rückführung aus. Mit Archisonic® Natura bietet das Unternehmen ein Akustikmaterial auf Zellulosebasis an. Über das Rücknahmeprogramm Re:Impact sollen geeignete PET-basierte und zellulosebasierte Akustikprodukte nach der Nutzung wieder in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden.
Einordnung für die Gebäudetechnik
Die Partnerschaft adressiert einen Trend in der Gebäudeplanung: Einzelne Gewerke und Ausstattungsbereiche werden zunehmend nicht mehr isoliert betrachtet, sondern als Teil integrierter Raum- und Nutzungskonzepte. Für die Elektrotechnik und Lichtplanung ist dabei besonders relevant, wie früh akustische Anforderungen in Planungswerkzeuge und Produktsysteme einfließen.
Konkrete technische Details zum gemeinsamen Portfolio, zu verfügbaren Produktkombinationen oder zu Schnittstellen des digitalen Raumplanungssystems wurden in der Aussendung noch nicht genannt.
Weitere Informationen auf: www.zumtobel.com
Quelle: Zumtobel Group