Eaton hat für den 1. Oktober 2026 die Feier zum Ausbau seines Produktionsstandorts in Schrems angekündigt. Die Erweiterung schafft 5.000 m² zusätzliche Fertigungsfläche für elektrische Schutz- und Energiemanagement-Lösungen. Damit will das Unternehmen seine Kapazitäten in Europa erhöhen und auf die steigende Nachfrage durch Elektrifizierung und Digitalisierung reagieren.
Nach Angaben von Eaton wurde der Ausbau in weniger als zehn Monaten realisiert. Er verbindet automatisierte Fertigungsabläufe mit digitaler Vernetzung, integrierten Qualitätssystemen und der Rückverfolgbarkeit der gefertigten Produkte. Welche Kapazitäten durch die Erweiterung konkret hinzukommen, beziffert das Unternehmen nicht.
Leitungsschutzschalter und Schaltanlagen im Fokus
Ein Schwerpunkt der Erweiterung in Schrems ist die vollautomatische Produktion von Leitungsschutzschaltern. Zugleich baut Eaton die Kapazitäten für die Fertigung von Niederspannungsschaltanlagen aus. Beide Produktbereiche sind Teil der zusätzlichen regionalen Fertigungskapazitäten, mit denen das Unternehmen europäische Kunden versorgen will.
Als Nachfragetreiber nennt Eaton neben der Elektrifizierung den Ausbau kritischer Infrastruktur, die auf eine hochverfügbare Stromversorgung angewiesen ist. Die Fertigung in Europa soll es dem Unternehmen ermöglichen, auf Marktveränderungen und Kundenanforderungen schneller zu reagieren. Kürzere Transportwege sollen außerdem Logistikkosten und den CO₂-Fußabdruck verringern.
MES vernetzt Fertigung und Intralogistik

Vincent Barro von Eaton ordnet den Ausbau in Schrems in den europäischen Infrastrukturbedarf ein. (Bild: Eaton)
Für die digitale Anbindung der erweiterten Produktion setzt Eaton ein Manufacturing Execution System (MES) ein. Das System verbindet Fertigung, Intralogistik und Unternehmenssysteme in Echtzeit. So sollen Abläufe über die einzelnen Bereiche hinweg sichtbar werden und Anpassungen an Kundenanforderungen schneller möglich sein.
Zur Produktion gehören laut Eaton zudem integrierte Qualitätssysteme und eine vollständige Produktrückverfolgbarkeit. Das Unternehmen sieht darin eine Voraussetzung für Transparenz über den Herstellungsprozess und für die Erfüllung steigender Leistungs- und Compliance-Anforderungen seiner Kunden. Nähere Angaben zur technischen Umsetzung der Rückverfolgbarkeit macht Eaton nicht.
Ausbau betrifft auch die Qualifizierung am Standort
Vincent Barro, Mitglied des Executive Leadership Teams EMEA, Electrical Sector bei Eaton, ordnet die Investition in den europäischen Infrastrukturbedarf ein: „Europa investiert verstärkt in die kritische Infrastruktur, die Unternehmen, Wachstum und die Energiewende unterstützt.“ Neben zusätzlichen Fertigungskapazitäten nennt Eaton moderne Technologien und qualifizierte Fachkräfte als Schwerpunkte des Ausbaus.
Am Standort Schrems sollen sich für Mitarbeitende Entwicklungsmöglichkeiten in Automatisierung, digitaler Fertigung und Industrie 4.0 ergeben. Für die Qualifizierung verweist Eaton auf Partnerschaften mit lokalen Schulen sowie auf sein 2024 eröffnetes Connected Learning Center. Angaben zu zusätzlichen Arbeitsplätzen enthält die Mitteilung nicht.
Quelle: Eaton
Häufig gestellte Fragen
Welche Produkte stehen beim Ausbau des Eaton-Standorts Schrems im Fokus?
Ein Schwerpunkt ist die vollautomatische Produktion von Leitungsschutzschaltern. Eaton erweitert außerdem die Fertigungskapazitäten für Niederspannungsschaltanlagen.
Wie vernetzt Eaton die erweiterte Produktion in Schrems?
Eaton setzt ein Manufacturing Execution System (MES) ein, das Fertigung, Intralogistik und Unternehmenssysteme in Echtzeit verbindet.
Weitere Informationen finden Sie unter www.eaton.com.
Quelle: Eaton