Schwerpunkte liegen auf Stromnetzen, erneuerbarer Energie und Wasser:

EVN investiert bis 2030 rund eine Milliarde Euro pro Jahr

von David Lodahl
Foto: © EVN / Wurnig

EVN will ihre Investitionen in Energie- und Wasserinfrastruktur in den kommenden Jahren auf hohem Niveau fortsetzen. Bis 2030 plant das niederösterreichische Unternehmen jährliche Investitionen von rund einer Milliarde Euro. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung, die Modernisierung der Stromnetze durch Netz NÖ sowie die Weiterentwicklung der Trinkwasserversorgung durch EVN Wasser.

EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz im dunklen Anzug vor einer modernen Glasfassade.

EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz betont die Bedeutung langfristiger Investitionen in Energie- und Wasserinfrastruktur. (Bild: EVN / Wurnig)

Für die Elektro- und Energietechnikbranche ist vor allem der Netzausbau relevant. Netz NÖ soll laut EVN rund 520 Millionen Euro pro Jahr in Modernisierung und Ausbau der Stromnetze investieren. Hintergrund sind steigende Anforderungen durch dezentrale Einspeisung aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen sowie neue Lasten auf Verbraucherseite, etwa durch Elektromobilität, Wärmepumpen und industrielle Anwendungen.

Stromnetze müssen Erzeugung und neue Lasten aufnehmen

Der Umbau des Energiesystems verändert die Rolle der Verteilnetze deutlich. Sie müssen nicht nur zusätzliche erneuerbare Erzeugung integrieren, sondern auch höhere und dynamischere Lasten bewältigen. EVN verweist dabei neben klassischen Ausbauprojekten auch auf digitale Technik und intelligente Lösungen, um bestehende Netzkapazitäten effizienter zu nutzen.

„Der Netzausbau ist aber nur ein Teil der Lösung: es geht auch darum, das bestehende Netz mit digitaler Technik und intelligenten Lösungen effizienter zu nutzen“, wird EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz in der Aussendung zitiert. Moderne Stromnetze seien Voraussetzung dafür, erneuerbare Energie, Speicherlösungen, Elektromobilität und neue Technologien zuverlässig zu verbinden.

Wasserversorgung bis 2055 im Fokus

Neben der Energieinfrastruktur plant EVN weitere Investitionen in die niederösterreichische Trinkwasserversorgung. Eine Ausbaustudie bis 2055 sieht dafür Investitionen von rund 400 Millionen Euro vor. Vorgesehen sind nach Unternehmensangaben etwa 150 Einzelprojekte, darunter neue Brunnenfelder, zusätzliche Naturfilteranlagen, rund 280 Kilometer neue Transportleitungen sowie zusätzliche Speicheranlagen.

Ziel ist es, die Versorgung für eine wachsende Zahl an Kundinnen und Kunden langfristig abzusichern. EVN nennt dabei Vernetzung, Versorgungssicherheit und Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels als zentrale Kriterien für den Ausbau.

Langfristige Infrastrukturplanung
Stromleitungen und Hochspannungsmasten von Netz NÖ über einem Sonnenblumenfeld bei Bisamberg.

Hochspannungsleitungen von Netz NÖ bei Bisamberg als Teil der niederösterreichischen Strominfrastruktur. (Bild: EVN / Rumpler)

EVN stellt die Investitionen als integrierten Infrastrukturansatz dar, der Energieversorgung und Wasserversorgung gemeinsam betrachtet. Für den Markt bedeutet das vor allem anhaltend hohe Investitionen in Netztechnik, Anlagenbau, Planung, Digitalisierung und Versorgungsinfrastruktur in Niederösterreich.

„Die Transformation unseres Energiesystems und die langfristige Versorgungssicherheit bei Strom und Trinkwasser erfordern vorausschauende Investitionen“, so Szyszkowitz. Die Projekte sollen laut EVN die Grundlage für Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Entwicklung und eine langfristig belastbare Infrastruktur schaffen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.evn.at.

Quelle: EVN

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