Südsteirisches Projekt mit Netzanbindung und agrarischer Doppelnutzung:

Energie Steiermark startet Bau eines 22-MW-PV-Parks in Feiting

von David Lodahl
Foto: © Energie Steiermark AG

Die Energie Steiermark hat in Feiting in der Gemeinde Allerheiligen bei Wildon den offiziellen Spatenstich für einen neuen Photovoltaik-Park gesetzt. Mit einer installierten Leistung von rund 22 MW soll dort die bislang leistungsstärkste PV-Anlage des Unternehmens entstehen. Das Investitionsvolumen beträgt laut Energie Steiermark rund 11 Millionen Euro.

Die Anlage soll künftig mehr als 29 GWh Strom pro Jahr erzeugen. Das entspricht nach Unternehmensangaben dem rechnerischen Jahresbedarf von etwa 8.300 Haushalten. Die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.

PV-Projekt in ausgewiesener Vorrangzone

Errichtet wird der Photovoltaik-Park auf einer Fläche von rund 20 Hektar. Das Areal liegt laut Aussendung in einer vom Land Steiermark ausgewiesenen Sapro-Vorrangzone für Sonnenstrom. Damit wird ein Standort genutzt, der raumordnerisch bereits für größere PV-Erzeugungsanlagen vorgesehen ist.

Nach Angaben der Energie Steiermark kann die Anlage durch die Erzeugung von erneuerbarem Strom jährlich rund 4.900 Tonnen CO₂ vermeiden. Solche Angaben hängen üblicherweise von den zugrunde gelegten Vergleichswerten des Strommixes ab und sind daher als Hersteller- beziehungsweise Betreiberangabe einzuordnen.

Agrarische Doppelnutzung mit Schafweide

Das Projekt ist als Photovoltaik-Anlage mit agrarischer Doppelnutzung geplant. Die Fläche soll künftig auch als Weide für rund 140 Schafe genutzt werden. Für großflächige PV-Projekte ist diese Kombination relevant, weil sie eine weitere landwirtschaftliche Nutzung der Fläche ermöglicht und gleichzeitig Pflegearbeiten am Standort reduzieren kann.

Für die Branche ist das Projekt vor allem aufgrund der Größenordnung und der Einbindung in die regionale Netzinfrastruktur interessant. 22 MW installierte Leistung und eine erwartete Jahresproduktion von mehr als 29 GWh machen den Standort zu einem relevanten Baustein im weiteren Ausbau der steirischen Solarstromerzeugung.

Netzinfrastruktur wurde bereits erweitert

Eine zentrale Voraussetzung für die Integration neuer Erzeugungsanlagen ist die Netzaufnahmefähigkeit. Laut Energie Steiermark wurde das angrenzende Umspannwerk Feiting der Energienetze Steiermark bereits erweitert. Das Investitionsvolumen für diese Maßnahme lag bei rund 6 Millionen Euro.

Die Erweiterung soll den steigenden Leistungsanforderungen im Netzgebiet Rechnung tragen und die Anbindung künftiger Erzeugungsanlagen im Bereich der gewidmeten PV-Vorrangzone ermöglichen. Damit steht nicht nur die aktuelle Anlage im Fokus, sondern auch die weitere Entwicklung des Standorts als Einspeisepunkt für erneuerbare Stromerzeugung.

Ausbau regionaler Erzeugungskapazitäten

Martin Graf und Werner Ressi, das Vorstands-Team der Energie Steiermark, ordnen das Projekt als Teil eines breiter aufgestellten Energiesystems ein: „Der Ausbau der Photovoltaik ist ein wesentlicher Baustein unser breit aufgestelltes Energiesystem. Mit der Anlage in Feiting schaffen wir zusätzliche regionale Erzeugungskapazitäten und stärken die Versorgung mit erneuerbarer Energie aus der Steiermark. Gleichzeitig errichten wir hier den bislang leistungsstärksten PV-Park der Energie Steiermark.“

Auch die Gemeinde Allerheiligen bei Wildon verweist auf die regionale Bedeutung des Projekts. Bürgermeister Christian Sekli betont: „Mit der neuen Photovoltaik-Anlage wird Feiting zu einem wichtigen Standort für die regionale Erzeugung erneuerbarer Energie. Das Projekt leistet einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung und zum Klimaschutz in unserer Region.“

Mit dem Baustart in Feiting setzt die Energie Steiermark den Ausbau ihrer Photovoltaik-Erzeugung fort. Für Planer, Netzbetreiber und Errichter zeigt das Projekt zugleich, wie Flächenwidmung, Netzverstärkung und Mehrfachnutzung bei größeren PV-Vorhaben zusammenspielen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.e-steiermark.com

Quelle: OTS/APA-Comm GmbH

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