Branche drängt auf rasche Klarheit bei Förderung und Rahmenbedingungen:

PV&B Austria fordert konkrete Schritte für Speicheroffensive

von David Lodahl
Foto: © www.i-magazin.com/KI generiert

Der Bundesverband Photovoltaic & Battery Austria (PV&B Austria) reagiert auf die neuerliche Ankündigung einer Speicheroffensive durch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer mit grundsätzlicher Zustimmung – verbindet diese aber mit klaren Forderungen an die Umsetzung. Aus Sicht des Verbandes muss die angekündigte Neuausrichtung des Fördersystems rasch in konkrete Maßnahmen überführt werden.

Im Zentrum steht dabei die stärkere Förderung von Stromspeichern und Energiemanagementsystemen. Die Photovoltaik habe sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt, zugleich seien die Anschaffungskosten deutlich gesunken. Künftige Fördermodelle sollten daher nicht nur den weiteren Ausbau der PV-Stromerzeugung unterstützen, sondern verstärkt auch Speicherung, Flexibilität und intelligente Verteilung von PV-Strom adressieren.

Förderung soll früh im kommenden Jahr verfügbar sein

PV&B Austria spricht sich für eine rasche Klärung der Förderbedingungen ab dem kommenden Jahr aus. Nach Ansicht des Verbandes muss das neue Fördersystem unkompliziert ausgestaltet und bereits früh im Jahr verfügbar sein. Der Verband verweist darauf, mit dem Energieministerium bereits im Austausch über die Neuausrichtung zu stehen.

„Wir begrüßen, dass die Bundesregierung die Bedeutung von Speichern für das Energiesystem nun ausdrücklich anerkennt. Entscheidend ist aber, dass aus der angekündigten Speicheroffensive jetzt auch konkrete Maßnahmen werden“, sagt Vera Immitzer, Geschäftsführerin von PV&B Austria.

Batteriespeicher als Flexibilitätsbaustein

Der Verband verweist auf bereits vorgelegte Analysen zum Speicher- und Flexibilitätsbedarf im österreichischen Energiesystem. Eine aktuelle Folgeanalyse von PV&B Austria kommt laut Verband zu dem Ergebnis, dass Batteriespeicher bereits heute dazu beitragen können, günstigen PV-Strom aus den Mittagsstunden in teurere Abendstunden zu verschieben.

Damit rückt neben der reinen Erzeugungskapazität zunehmend die zeitliche Nutzung von Solarstrom in den Fokus. Für Netzbetrieb, Marktintegration und Eigenverbrauchsoptimierung gewinnen Speicher und Energiemanagementsysteme damit an Bedeutung.

Verband fordert breitere Rahmenbedingungen

PV&B Austria sieht die angekündigte Speicheroffensive nicht allein als Förderthema. Der Verband fordert darüber hinaus, steuerliche Erleichterungen weiterhin zu diskutieren. Außerdem seien praxistaugliche Rahmenbedingungen der E-Control für Stromspeicher notwendig. Auch Netzbetreiber sollten Speicher künftig stärker in ihre Netzentwicklungspläne einbeziehen.

„Wir stehen dem Ministerium weiterhin gerne als Sparring-Partner zur Verfügung. Jetzt geht es aber darum, dass auf die Worte auch Taten folgen. Die Branche steht bereit – entscheidend ist, dass die angekündigte Speicheroffensive nun auch tatsächlich umgesetzt wird“, sagt Immitzer. Ergänzend hält sie fest: „Aus Sicht des Verbandes ist es mit einer reinen Umstellung der Förderung nicht getan. Auch weiterhin muss es möglich sein über steuerliche Erleichterungen zu diskutieren. Ebenso ist die E-Control gefordert, entsprechende praxistaugliche Rahmenbedingungen für Stromspeicher zu schaffen. Und auch die Netzbetreiber müssen Stromspeicher künftig stärker in ihre Netzentwicklungspläne integrieren.“

Minister Hattmannsdorfer hat seit seinem Amtsantritt wiederholt eine Speicheroffensive angekündigt. PV&B Austria bewertet die neuerliche Ankündigung positiv, will die Bundesregierung jedoch an den konkreten Ergebnissen messen.

Weitere Informationen finden Sie unter: pvbaustria.at

Quelle: Bundesverband Photovoltaic & Battery Austria

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