Zukunftsforum SHL warnt vor nächstem Förderstopp und fordert flankierende Reformen:

Doppelbudget 2027/28: Regierung kürzt bei Heizungstausch

von Laura Peichl
Foto: © www.i-magazin.com / KI-generiertes Symbolbild

Die Kennzahlen für das Doppelbudget liegen vor – die Unsicherheit bleibt.

Vor ein paar Tagen hat Finanzminister Marterbauer im Nationalrat seine Budgetrede gehalten. Ab 2027 gibt es, wie vom Zukunftsforum SHL gefordert, getrennte Fördertöpfe für Heizungstausch und thermisch-energetische Sanierung. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Doch statt aus dem Verlauf des laufenden Jahres zu lernen, werden die Mittel gekürzt: Für den Kesseltausch sind laut Budget 2027 lediglich 180 Mio. Euro vorgesehen, der Fördersatz sinkt von 30 auf 20 Prozent. Von der Sanierungsoffensive 2026 sind Anfang Juni bereits über 90 % abgerufen, thermische Sanierungen seit Februar ausgesetzt. Die Aufteilung auf zwei Töpfe allein wird den nächsten Förderstopp nicht verhindern. Planungssicherheit sieht anders aus.

Das Zukunftsforum SHL fordert eine mehrjährige, dem tatsächlichen Bedarf entsprechende Finanzierung – insbesondere nachdem klimaschädliche Subventionen bestehen bleiben. Dabei ist klar, dass die angespannte Budgetlage den Spielraum bei Förderungen begrenzt. Umso dringender braucht es flankierende Reformen im Miet-, Wohn- und Steuerrecht, die den Heizungstausch auch unabhängig von Förderungen ankurbeln.

„Unsere Installateur:innen und ihre Kund:innen brauchen Planungssicherheit, keine Förderpolitik im Jahrestakt. Wer den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme ernst meint, muss verlässliche Rahmenbedingungen schaffen – nicht die Mittel kürzen, während die Nachfrage das Gegenteil verlangt“, so Andreas Rotter, Obmann des Zukunftsforum SHL und stellvertretender Bundesinnungsmeister.

Weitere Informationen auf: www.zukunftsforumshl.at

Quelle: Zukunftsforum SHL

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