Schneider Electric hat für das erste Halbjahr 2026 erste Ergebnisse seiner Nachhaltigkeits-Roadmap Impact 2030 veröffentlicht. Nach Unternehmensangaben erreichte der Konzern sechs Monate nach dem Start des Programms einen Impact Score von 3,69 von 10 Punkten. Für Ende 2026 nennt Schneider Electric ein Ziel von 4,20 Punkten. Der Maximalwert von 10 Punkten entspricht der Zielsetzung für 2030.
Für die Elektro- und Energietechnikbranche sind vor allem jene Kennzahlen relevant, die Dekarbonisierung, Energieeffizienz, Softwareeinsatz und Lieferketten betreffen. Schneider Electric verbindet in seinem Bericht interne Fortschritte mit Angaben zu Effekten bei Kunden, Lieferanten und lokalen Programmen.
Eigene Emissionen und Kundeneffekte
Im eigenen Betrieb verweist Schneider Electric auf eine Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 82 Prozent gegenüber 2017. Die Scope-3-Emissionen seien gegenüber 2021 um 12 Prozent gesunken. Diese Werte stammen aus dem Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens für das erste Halbjahr 2026.
Bei Kunden beziffert Schneider Electric die Wirkung seiner Lösungen im ersten Halbjahr mit 129,5 Millionen MWh eingesparter oder elektrifizierter Energie. Daraus hätten sich laut Unternehmen mehr als 50 Millionen Tonnen eingesparte oder vermiedene Emissionen ergeben. Seit 2018 summiere sich dieser Wert auf 913 Millionen Tonnen.
Eine weitere Kennzahl betrifft den Softwarebereich: 29 Prozent der Softwarelösungen von Schneider Electric lieferten im ersten Halbjahr Energie- und CO₂-Daten, die Kunden bei Entscheidungen unterstützen sollen. Damit rückt das Unternehmen die Rolle von Energiedaten, Digitalisierung und CO₂-Transparenz stärker in den Mittelpunkt seiner Nachhaltigkeitsstrategie.
Nachhaltigkeit in Entwicklung und Lieferkette
In der Produktentwicklung nennt Schneider Electric das Programm Future-designed. Im ersten Halbjahr erfüllten nach Unternehmensangaben 27 Prozent der wichtigsten Angebote in der Entwicklungsphase die Anforderungen dieses Programms für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Besonders die Bereiche Energy Management und Industrial Automation hätten dazu beigetragen.
Auch die Lieferkette wird stärker in die Nachhaltigkeitsziele einbezogen. Die Initiative Zero Carbon Pathway wird laut Schneider Electric auf 1.500 Lieferanten ausgeweitet. Neu aufgenommen wurden Anforderungen zur Erfassung von Scope-3-Emissionen und Product Carbon Footprints. Im zweiten Quartal erfüllten 15 Lieferanten die entsprechenden Anforderungen, darunter die Erfassung betrieblicher Emissionen, Emissionsminderungsziele und die Berechnung indirekter Emissionen.
Zur Unterstützung verweist Schneider Electric auf mehr als 200 technische Live-Sitzungen mit Lieferanten sowie auf die Einführung KI-gestützter digitaler Werkzeuge. Resource Advisor+ for Supply Chain sei im ersten Halbjahr für mehr als 1.000 Lieferanten beschleunigt ausgerollt worden.
Qualifizierung und Zugang zu Elektrizität
Ein weiterer Teil der Roadmap betrifft Qualifizierung und gesellschaftliche Programme. 16 Prozent der erfahrenen Mitarbeitenden nahmen laut Schneider Electric im ersten Halbjahr an Programmen zur Weiterbildung und Wissensweitergabe teil. Das Unternehmen verweist dabei auf Mentoring, interne Entwicklungsmöglichkeiten und Programme für Expertinnen und Experten.
Seit 2009 hätten durch Unterstützung von Schneider Electric 67 Millionen Menschen Zugang zu nachhaltiger Elektrizität erhalten. Allein im zweiten Quartal 2026 seien mehr als 2,2 Millionen Menschen hinzugekommen, insbesondere in Afrika und Indien. Zudem nennt das Unternehmen rund 1,37 Millionen geschulte junge Menschen in den Bereichen Elektrifizierung und Nachhaltigkeit seit 2009.
Standorte und externe Einordnung
Im Rahmen des Programms Impact Workplaces qualifizierten sich fünf Standorte. Das Programm umfasst neben Energieeffizienz, Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft auch Biodiversität sowie Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften.
Schneider Electric verweist im Bericht zudem auf mehrere externe Auszeichnungen im zweiten Quartal 2026. Dazu zählen Platz 1 in der Liste „World’s Most Sustainable Companies 2026“ von Time und Statista, neue Auszeichnungen für die Produktionsstandorte El Paso und Peking im Global Lighthouse Network des World Economic Forum sowie die Aufnahme in die Gartner Top 25 Global Supply Chains 2026.
Esther Finidori, Chief Sustainability Officer bei Schneider Electric, bezeichnete die ersten sechs Monate von Impact 2030 als Fortschritt bei der Umsetzung von Ambitionen in konkrete Maßnahmen. Nachhaltigkeit sei ein kontinuierlicher Transformationsprozess, so Finidori.
Die vollständigen Ergebnisse sind im Nachhaltigkeitsbericht für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht, der zeitgleich mit den Finanzergebnissen des Konzerns erschienen ist.
Weitere Informationen auf: www.se.com,
Quelle: Schneider Electric