Oft unterschätzt: Gefahren durch neue Energiekonzepte:

Schutz vor Rauch und Gas durch Anbindung an TGA

von Sandra Eisner
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Alternative Energiegewinnung und Elektromobilität sind für viele neu errichtete Wohngebäude mittlerweile Standard. Was leider oft vergessen wird, ist die potenzielle Gefahr, die aufgrund der Energiespeicher in Garagen, Kellern, Heiz- oder Technikräumen lauert. Ein entsprechendes Sicherheitskonzept und die Einbindung von Warnmeldern in die Gebäudesystemtechnik sorgen für eine professionelle Absicherung im Notfall.

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Rauchwarnmelder sind für den vorbeugenden Brandschutz unverzichtbar. (Bild: Ei Electronics)

Risiken durch Energiespeicher und Elektromobilität berücksichtigen

Die OIB-Richtlinie 2 schreibt seit der Ausgabe April 2019 für Neubauten vor, dass in Räumen, in denen sich Energiespeicher (Batterien) ab einem bestimmten Energieinhalt befinden, verpflichtend zumindest ein unvernetzter Rauchwarnmelder zu montieren ist. Für Bestandsbauten ist dies jedoch nicht vorgesehen, dabei boomen gerade dort Nachrüstungen zur alternativen Energiegewinnung, wie z. B. Photovoltaik-Anlagen. Wo eine PV-Anlage ist, dort ist auch ein Speicher, zumeist in Form einer Lithium-Batterie. Auch wenn Energiespeicher und Akkus zuverlässig funktionieren und in der Produktion strengen Qualitätskriterien unterliegen, so bergen sie dennoch ein erhöhtes Risiko für Brandentwicklung. Im Zusammenhang mit Elektromobilität gibt es gleichartige Gefahren, jedoch derzeit weder eine gesetzliche Regelung noch eine Empfehlung.

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CO-Warnmelder kontrollieren die Kohlenmonoxid-Konzentration in der Raumluft und geben Alarm, wenn Vergiftungsgefahr droht. (Bild: Ei Electronics)

Kohlenmonoxid-Gefahr bei Energieerzeugung

Nicht nur Energiespeicherung, sondern auch Energieerzeugung birgt Gefahren, deren sich viele nicht bewusst sind. Erst kürzlich kamen bei einem CO-Unfall zwei Kinder ums Leben – verursacht durch ein Stromaggregat, das in einem geschlossenen Raum betrieben wurde. Durch die fehlende Belüftung kam es unbemerkt zu einer Anreicherung von Kohlenmonoxid in der Atemluft, was eine tödliche Vergiftung durch das unsichtbare und geruchlose Gas zur Folge hatte. Dort, wo fossile oder auch regenerative, kohlenstoffhaltige Brennstoffe zur Energie- und/oder Wärmegewinnung verwendet werden, entsteht bei unvollständiger Verbrennung immer auch Kohlenmonoxid. Dieses Prinzip gilt für jede Form von Stromerzeugung – ob im Kleinen z. B. im Ferienhaus oder Campingwagen oder in Wohngebäuden und Industriebetrieben in Form von Blockheizkraftwerken. Wenn keine ausreichende Belüftung bzw. kein Abzug von Abgasen stattfinden, kann das fatale Folgen haben.

Einziger Schutz: Überwachung und frühzeitige Detektion

Damit ein zu spät entdeckter Brand oder eine unbemerkte Anreicherung der Atemluft mit giftigem Kohlenmonoxid nicht lebensgefährlich werden, hat Ei Electronics die richtigen Warnmelder sowie entsprechendes Zubehör im Programm. Ob Rauchwarnmelder, Kohlenmonoxid-Warnmelder, Wärmewarnmelder, als Einzelmelder oder vernetzbar – entscheidend ist die richtige Planung und Produktauswahl durch den Profi.

Koppelmodul Ei Electronics Ei414

Durch das Koppelmodul Ei414 mit potenzialfreiem Kontakt können Rauch- und CO-Warnmelder ganz einfach in die bestehende Gebäudesystemtechnik integriert werden. (Bild: Ei Electronics)

Die sicherste Lösung: Vernetzung und Integration in TGA

Bieten Einzelmelder bereits einen guten Schutz, so lässt sich mit einer Vernetzung und einer Anbindung an die Gebäudesystemtechnik die Sicherheit noch einmal wesentlich erhöhen. Die Warnmelder werden in der Nähe von potenziellen Gefahrenquellen platziert. Mit Hilfe eines Koppelmoduls mit potenzialfreien Kontakten können die Geräte ganz einfach in eine bestehende Anlage integriert werden. So bleibt das Entstehen von Rauch oder CO auch in entlegenen Teilen des Gebäudes nicht unbemerkt. Bei Alarmauslösung eines Rauch- oder CO-Warnmelders wird unmittelbar und unverzögert eine Info an alle funkvernetzten Geräte inklusive Koppelmodul weitergegeben. Das Alarmsignal wird vom Koppelmodul per Draht an die Zentrale/Automationsanlage übermittelt, von wo aus dann weitere Aktionen entsprechend eines programmierten Alarmszenarios angestoßen werden. So kann im Notfall wertvolle Zeit gewonnen werden und die Automation kann durch sinnvolle ereignisbezogene Steuerungen die Rettung bzw. Selbstrettung anwesender Personen unterstützen.

Worst-case-Szenario »Thermal Runaway«

Ein Thermal Runaway, also ein »thermisches Durchgehen«, bezeichnet eine auf positiver thermischer Rückkopplung basierende Eskalation der Zellentemperatur. Durch unsachgemäße Handhabung oder einen Produktionsfehler kommt es zum Überhitzen der Lithium-Ionen-Batterie, was eine unaufhaltsame Kettenreaktion in Gang setzt. Die Temperatur steigt exponentiell und in Folge kann es zur Explosion bzw. zu einem nur schwer zu löschenden Brand der Batterie kommen.

Ihr Ansprechpartner:

Gerald Rausch Ei Electronics

Gerald Rausch, Gebietsverkaufsleiter Österreich von Ei Electronics (Bild: Ei Electronics)

Gerald Rausch
Gebietsverkaufsleiter Österreich
Ei Electronics

Mobil: +43 664 527 8789
E-Mail: gerald.rausch@eielectronics.at

Weitere Informationen auf: www.eielectronics.at


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