Fachtagung zu Energiewende, Verteilnetzen und neuen Verbrauchern:

OVE-Energietechnik-Tagung rückt Netzintegration und Versorgungssicherheit in den Fokus

von David Lodahl
Foto: © OVE/Fürthner

Die OVE-Energietechnik-Tagung findet heuer am 14. und 15. Oktober in Wien statt. Im Mittelpunkt stehen zentrale Fragen der Energiewende: Wie lassen sich neue Verbraucher und Einspeiser sicher in das Stromnetz integrieren, welche Rolle spielen dezentrale Flexibilitäten und welche technischen Ansätze sind in Nieder- und Mittelspannungsnetzen erforderlich?

Veranstaltungsort ist die Ariana-Eventlocation in der Seestadt Aspern. Erwartet werden Fachleute aus Energiewirtschaft, Industrie, Forschung und Politik. Inhaltlich adressiert die Tagung vor allem jene Themen, die Netzbetreiber, Energieversorger, Hersteller, Planer und Industrieunternehmen derzeit beschäftigen: steigende Anforderungen an Verteilnetze, zunehmende Elektrifizierung, neue Speicherlösungen und die Systemführung eines stärker dezentralen Energiesystems.

Neue Verbraucher verändern die Anforderungen an die Netze

Die Integration von Elektromobilität, Batteriespeichersystemen, Photovoltaik, Windkraft, Wasserstoffanwendungen und steuerbaren Lasten stellt die Energieinfrastruktur vor neue Aufgaben. Besonders in den Verteilnetzen steigt der Bedarf an technischen und organisatorischen Lösungen, um Lastflüsse, Einspeisung und Flexibilitäten besser aufeinander abzustimmen.

Die Tagung greift diese Entwicklung mit Keynotes, Fachvorträgen, einer Podiumsdiskussion und einer Poster Session auf. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Energieerzeugung, sondern ausdrücklich auf der Netz- und Versorgungssicherheit sowie auf der Frage, wie Innovationen in der Nieder- und Mittelspannungstechnik zur Transformation des Energiesystems beitragen können.

Keynotes aus Energiewirtschaft, Industrie und Wissenschaft

Den Auftakt bilden mehrere Keynotes. Sascha Zabransky von Wien Energie wird die Energiewende einem Realitätscheck unterziehen. Dabei geht es laut Ankündigung um die intelligente Integration von E-Mobilität, Photovoltaik, Windkraft, Speichern, Wasserstoff und Flexibilitäten in die bestehende und künftige Energieinfrastruktur.

Britta Buchholz von VDE ETG und Hitachi Energy Germany widmet sich der Leistungselektronik als Schlüsseltechnologie für die Transformation des Energiesystems. Leistungselektronische Komponenten gewinnen mit dem Ausbau inverterbasierter Erzeugung und neuer Verbraucher zunehmend an Bedeutung, etwa für Netzstabilität, Regelbarkeit und die Kopplung unterschiedlicher Energieanwendungen.

Bernd Klöckl von der TU Wien wird Konzepte zur Netzintegration neuer Verbraucher und innovativer Flexibilitäten präsentieren. Im Zentrum steht die Frage, welche Ansätze künftig Eingang in die Systemführung finden könnten.

Nachwuchs, Poster Session und Energietechnik-Preise

Neben den Fachbeiträgen setzt die Veranstaltung auch auf den Austausch mit jungen Fachkräften. Erstmals ist ein Expert:innen-Talk der OVE Young Engineers vorgesehen, bei dem der Energietechnik-Nachwuchs über die Herausforderungen künftiger Verteilnetze diskutiert.

Im Rahmen der Abendveranstaltung werden außerdem die OVE Energietechnik-Preise, der Prof. Werner Rieder-Preis sowie ein Best Poster Award vergeben. Ausgezeichnet werden herausragende Abschlussarbeiten und Beiträge aus dem Bereich Energietechnik.

Für die Branche liefert die Tagung damit eine fachliche Plattform zu jenen Themen, die für den weiteren Umbau des Energiesystems entscheidend sind: Netzbetrieb, Versorgungssicherheit, Flexibilität, Speicherintegration und die technische Weiterentwicklung der Verteilnetze.

Programm und Anmeldung: www.energietechnik-tagung.at

Quelle: OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik

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