Das Innovationsnetzwerk Nefi – New Energy for Industry veranstaltet am 22. und 23. Oktober 2026 seine vierte internationale wissenschaftliche Konferenz im MuseumsQuartier Wien. Unter dem Titel „Future Industry – Innovating for Competitiveness“ steht die Frage im Mittelpunkt, wie industrielle Dekarbonisierung, wirtschaftliche Resilienz und technologische Innovation zusammengedacht werden können.
Für die Industrie ist das Thema doppelt relevant: Einerseits zählt sie mit rund einem Viertel der EU-Treibhausgasemissionen zu den zentralen Hebeln auf dem Weg zur Klimaneutralität. Andererseits wirken Energiepreise, internationale Standortkonkurrenz und regulatorische Vorgaben unmittelbar auf Investitionsentscheidungen, Produktionsprozesse und Geschäftsmodelle.
Rund 80 wissenschaftliche Beiträge angekündigt
Nach Angaben der Veranstalter wurden im Vorfeld der Konferenz rund 80 wissenschaftliche Beiträge eingereicht. Sie sollen in acht thematischen Sessions präsentiert und diskutiert werden. Die Bandbreite reicht von Elektrifizierung und Energieeffizienz über industrielle Flexibilität bis zu Wasserstoff, erneuerbaren Gasen und Carbon Capture, Utilisation & Storage.
Damit adressiert die Konferenz zentrale Fragen der industriellen Energiewende: Wie lassen sich Produktionsprozesse effizienter gestalten? Welche Rolle spielen elektrische Prozesswärme, erneuerbare Energieträger und Flexibilitätsoptionen? Und unter welchen wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen können Technologien im industriellen Maßstab umgesetzt werden?
Themen zwischen Technik, Markt und Regulierung
Die angekündigten Schwerpunkte zeigen, dass die Transformation industrieller Energiesysteme nicht allein eine technische Aufgabe ist. Neben Energieeffizienz, Elektrifizierung und CO₂-neutralen Gasen werden auch Kreislaufwirtschaft, industrielle Symbiose sowie Geschäftsmodelle und regulatorische Rahmenbedingungen behandelt.
Für Unternehmen aus Elektrotechnik, Energietechnik, Industrieautomation und Planung sind insbesondere jene Themen relevant, die Schnittstellen zwischen Energie- und Produktionssystemen betreffen. Dazu zählen die intelligente Vernetzung von Anlagen, Lastmanagement, Flexibilisierung industrieller Prozesse sowie die Integration erneuerbarer Energien in bestehende Standorte.
Politische Eröffnung und internationale Beiträge
Eröffnet werden soll die Konferenz laut Ankündigung von Bundesminister Peter Hanke, Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer, dem oberösterreichischen Landesrat Markus Achleitner, der steirischen Landesrätin Simone Schmiedtbauer und dem steirischen Landesrat Willibald Ehrenhöfer. Damit rücken auch industrie- und energiepolitische Rahmenbedingungen in den Vordergrund.
Als internationale Keynote-Speaker angekündigt sind Stefan Lechtenböhmer vom Kassel Institute for Sustainability der Universität Kassel, Mercedes Maroto-Valer von der Heriot-Watt University, Alexander Sauer von der Universität Stuttgart und dem Fraunhofer-Institut für Manufacturing Engineering and Automation sowie Christian Wallner von Pvi und der Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Kelag.
Programmschwerpunkte der Nefi-Konferenz 2026
- Elektrifizierung und Energieeffizienz
- Flexibilisierung industrieller Energiesysteme
- CO₂-neutrale Gase und Wasserstoff
- Carbon Capture, Utilisation & Storage
- Kreislaufwirtschaft
- Industrielle Symbiose
- Geschäftsmodelle und regulatorische Rahmenbedingungen
- Innovation als Wettbewerbsfaktor im globalen Kontext
Termin in Wien
Die Nefi-Konferenz 2026 findet am 22. und 23. Oktober 2026 im MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien, statt. Der Einlass beginnt laut Veranstalter um 9:30 Uhr, der Konferenzbeginn ist für 10:00 Uhr vorgesehen.
Programm und Anmeldung finden Sie unter www.nefi.at.
Quelle: AIT Austrian Institute of Technology GmbH / NEFI New Energy for Industry