Der Preis für Holzpellets ist im September gestiegen. Nach Angaben von proPellets Austria kostet eine Tonne Pellets aktuell 419 Euro, das entspricht einem Plus von 3,9 Prozent. Trotz dieser Entwicklung sieht der Branchenverband weiterhin einen deutlichen Kostenvorteil gegenüber Heizöl und Erdgas.
Für Haushalte mit Pelletheizung beziffert proPellets Austria den jährlichen Pelletbedarf derzeit mit Kosten von 2.517 Euro. Bei Erdgas würden demnach rund 4.832 Euro pro Jahr anfallen, bei Heizöl rund 4.928 Euro. Das entspricht laut Verband Mehrkosten von 92 Prozent bei Gas und 96 Prozent bei Heizöl im Vergleich zu Pellets.
Wärmekosten im Vergleich
Auch auf Basis der Kilowattstunde weist proPellets Austria niedrigere Kosten für Pellets aus. Im September lagen die Wärmekosten laut Verband bei 8,74 Cent pro Kilowattstunde. Für Erdgas nennt proPellets Austria 16,78 Cent pro Kilowattstunde, für Heizöl 17,11 Cent.
Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria, ordnet den Preisanstieg entsprechend ein: „Pellets sind teurer geworden – aber sie sind deshalb noch lange nicht teuer. Wer allein auf die Preissteigerung schaut, übersieht die entscheidende Frage: Was kostet mich die Wärme tatsächlich? Im Vergleich zu Öl und Gas haben Pellets weiterhin einen enormen Kostenvorteil.“
Schwächere Baukonjunktur wirkt auf Rohstoffbasis
Als Gründe für die höheren Pelletpreise nennt Stiksl gestiegene Rohstoff-, Energie- und Lohnkosten. Zusätzlich habe die lange Heizperiode europaweit zu einer höheren Nachfrage geführt.
Auf der Angebotsseite verweist der Verband auf die schwache Baukonjunktur. Viele Sägewerke hätten ihre Produktion reduziert. Dadurch fallen weniger Sägespäne an, die ein zentraler Rohstoff für die Pelletproduktion sind. Diese Verbindung zwischen Holzverarbeitung und Pelletmarkt bleibt für die Preisentwicklung wesentlich, weil Pellets in der Regel aus Nebenprodukten der Sägeindustrie hergestellt werden.
Verband rät zu früher Einlagerung
proPellets Austria empfiehlt Haushalten, Pelletlager vor Beginn der Heizsaison rechtzeitig aufzufüllen. Erfahrungsgemäß steige die Nachfrage in den kalten Monaten, was sich auch auf die Preise auswirken könne. Wer frühzeitig einlagere, könne saisonale Preisschwankungen besser begrenzen und die Brennstoffversorgung für den Winter absichern.
Der Verband verweist zudem auf einen längerfristigen Vergleich: Ein Haushalt, der vor 15 Jahren auf Pellets umgestiegen sei, habe sich laut proPellets Austria gegenüber Heizöl insgesamt 19.360 Euro erspart. Die Angaben stammen vom Branchenverband und sind entsprechend als Verbandsberechnung einzuordnen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.propellets.at.
Quelle: OTS/APA-Comm GmbH

