Wer ihn kennt, hatte immer schon das Gefühl, Thomas Graf-Backhausen wäre omnipräsent. Jetzt legt er noch ein Schäufelchen nach – und zwar als digitaler Zwilling. Er präsentiert MentorIQ, beantwortet Fragen dazu, lässt sich mitten in einer laufenden Antwort mit einer Zusatzfrage unterbrechen und führt den Dialog unmittelbar weiter. Dass Thomas jetzt auch digital Rede und Antwort steht, ist schon bemerkenswert. Wirklich spannend wird es aber bei der Frage, was dieselbe Technologie mit dem Wissen in Ihrem eigenen Unternehmen anstellen kann.
Da steht er also
Thomas Graf-Backhausen. Oder besser gesagt: seine digitale Version.
Hören Sie ihn an – und unterbrechen Sie ihn mitten im Satz mit Ihrer Frage.

Wer die MentorIQ-Seite aufruft, kann sich zunächst von Thomas Graf-Backhausen erklären lassen, worum es geht. Danach wird es interessanter. Denn dann kann man selbst das Wort ergreifen. Fragen stellen. Nachfragen. Eine Antwort präzisieren lassen. Und wenn Thomas gerade spricht, muss man sich nicht erst alles bis zum Ende anhören: Man kann ihn mitten in seiner Antwort mit einer Zusatzfrage unterbrechen und das Gespräch unmittelbar in eine andere Richtung lenken. Genau dadurch fühlt sich die Kommunikation erstaunlich natürlich an.
Und damit wären wir bei dem Punkt, um den es eigentlich geht.
Denn der digitale Thomas Graf-Backhausen ist nicht dafür gebaut worden, Ihnen das Wetter für morgen vorherzusagen, über Fußball zu philosophieren oder die Weltgeschichte zu erklären. Sein Wissensraum ist bewusst eng gezogen: MentorIQ.
Fragen Sie ihn danach. Fordern Sie ihn. Fragen Sie nach, wenn Ihnen eine Antwort zu allgemein ist. Stellen Sie dieselbe Frage anders. Genau das ist schließlich auch im Umgang mit künstlicher Intelligenz entscheidend: Nicht jede Frage ist beim ersten Versuch präzise genug – und eine gute Antwort entsteht mitunter erst im Dialog. Dass wir bei KI oft Perfektion beim ersten Anlauf erwarten, während wir bei Menschen ganz selbstverständlich nachfragen, haben wir im i-Magazin bereits an anderer Stelle thematisiert.
Doch während Sie mit dem digitalen Thomas sprechen, sollten Sie etwas anderes tun:
Vergessen Sie Thomas.
Wer ist der Thomas Graf-Backhausen in Ihrem Unternehmen?
Setzen Sie gedanklich jemand anderen an seine Stelle.
Ihren besten Anwendungstechniker zum Beispiel. Jenen Mitarbeiter, der seit 25 Jahren weiß, warum Produkt A unter bestimmten Bedingungen funktioniert und Produkt B eben nicht. Den Servicetechniker, der bei einer Fehlerbeschreibung schon nach zwei Sätzen ahnt, wo das Problem liegt. Den Verkäufer, der auf nahezu jeden Kundeneinwand eine Antwort hat. Oder jene Kollegin, die neuen Mitarbeitern seit Jahren erklärt, wie die Dinge im Unternehmen tatsächlich funktionieren – und nicht nur, wie sie im Prozesshandbuch beschrieben stehen.
Jetzt stellen Sie sich vor, dieses Wissen wäre nicht mehr ausschließlich an diesen einen Menschen gebunden.
Es könnte eingesprochen werden. Dokumente könnten dazukommen. Produktinformationen, Schulungsunterlagen, technische PDFs, Projektwissen, Servicefälle, Prozesse und Erfahrungswerte würden einen definierten Wissensraum bilden. Und dieser Wissensraum könnte antworten. Genau darauf ist MentorIQ ausgelegt: Informationen sollen nicht bloß gespeichert, sondern in natürlicher Sprache nutzbar gemacht werden.
Der größte Schatz vieler Unternehmen steht schließlich in keiner Bilanz. Er sitzt morgens im Auto, im Büro, im Labor oder in der Werkstatt. Und irgendwann geht er in Pension.
Der Verkäufer, der niemals zum nächsten Termin muss
Nehmen wir einen Hersteller, der gerade ein neues Produkt auf den Markt bringt. Was passiert heute?
Produktmanager erstellen Unterlagen. Der Außendienst wird geschult. Der Großhandel bekommt Präsentationen. Es gibt Webinare, Produktblätter, Newsletter und Kundentermine. Danach kommen die Fragen. Zum Verkäufer. Zum Innendienst. Zur Technik. Wieder und wieder – häufig dieselben.
Nun könnte man dieses Produktwissen in einem eigenen MentorIQ-Wissensraum hinterlegen und daraus einen digitalen Produktberater machen. Den Link dazu verschickt der Verkäufer nach seinem Kundentermin per E-Mail oder über einen anderen Kommunikationskanal. Er landet im Newsletter, auf der Produktseite oder im Messe-Follow-up.
Und jetzt passiert etwas Entscheidendes:
Heute
- Produktmanager erstellen Unterlagen, der Außendienst wird geschult.
- Webinare, Produktblätter, Newsletter, Kundentermine.
- Danach kommen die Fragen. Zum Verkäufer. Zum Innendienst. Zur Technik. Wieder und wieder.
Mit MentorIQ
- Der Kunde muss nicht mehr warten, bis sein Ansprechpartner Zeit hat.
- Er fragt selbst.
- Am Abend. Zwei Tage später. Oder drei Wochen nach dem Gespräch.
Das bedeutet nicht, dass der digitale Berater den Verkäufer ersetzt. Im Gegenteil. Er kann ihm jene Gespräche abnehmen, für die heute Zeit verloren geht, damit der Mensch dort eingesetzt wird, wo er tatsächlich gebraucht wird.
Und aus einem Produkt können zehn werden. Aus Vertrieb kann Service werden. Aus Service Onboarding. Aus Onboarding Schulung. MentorIQ ist modular aufgebaut; unterschiedliche Wissensbereiche lassen sich als getrennte Silos strukturieren und mit unterschiedlichen Zugriffs- und Betriebsmodellen versehen.
Das ist der Moment, an dem aus einem netten KI-Avatar eine Unternehmensinfrastruktur werden kann.
Eine Schulung, die nach dem Seminar nicht endet
Dasselbe Prinzip funktioniert intern. Wer schon einmal Mitarbeiter eingeschult hat, kennt das Problem. Am ersten Tag wird erklärt. Am zweiten Tag noch einmal. Zwei Wochen später kommt die erste echte Situation – und damit jene Frage, an die beim Seminar niemand gedacht hat.
Das klassische Training ist dann längst vorbei. Ein dialogfähiger Wissensraum hingegen bleibt.
Der Mitarbeiter kann fragen: „Wie läuft die Angebotsfreigabe bei uns genau?“ Er kann anschließend nachhaken: „Und was passiert bei Aufträgen über 50.000 Euro?“ Oder: „Wer muss dann freigeben?“
Genau hier wird Sprache interessant. MentorIQ Voice erweitert die Wissensbasis um dialogorientierte Sprachnutzung und ist ausdrücklich unter anderem für Schulungen, interaktive Lernprozesse und digitale Produktberatung vorgesehen.
Man muss nicht wissen, in welchem Ordner die Antwort liegt. Man muss nur wissen, was man wissen möchte.
Das klingt nach einem kleinen Unterschied. Für den Arbeitsalltag könnte es ein gewaltiger sein.
Aber würden Sie dort wirklich Ihr wertvollstes Wissen hineinladen?
An dieser Stelle kommt zwangsläufig jene Frage, an der viele KI-Projekte im Unternehmen plötzlich sehr leise werden: Was passiert mit meinen Daten?
Denn über öffentlich verfügbare Produktbroschüren zu sprechen, ist eine Sache. Das Erfahrungswissen eines Entwicklungsleiters, interne Prozesse, Fehleranalysen, Kalkulationen oder strategisch relevantes Know-how einer KI zugänglich zu machen, eine andere.
Genau deshalb ist die Architektur hinter MentorIQ mindestens so interessant wie der sprechende Mensch davor.
Der Kunde bestimmt, welches Wissen in welchen Wissensraum gelangt und wie dieser betrieben wird. Die MentorIQ-Unterlagen unterscheiden dabei zwischen Core, Voice und einer Sovereign-Variante. Bei letzterer sollen nicht nur die Wissensdaten, sondern auch Abfragen, Antwortprozesse und die dafür benötigten Informationsfragmente innerhalb einer kontrollierten europäischen Betriebsumgebung bleiben. Damit lässt sich auch die Abhängigkeit von den großen internationalen LLM-Plattformen vermeiden.
Und das ist mehr als ein technisches Detail.
Digitale Souveränität bedeutet schließlich nicht nur, irgendwo „DSGVO-konform“ auf eine Website zu schreiben. Unternehmen müssen wissen, wo ihre Daten liegen, wer darauf zugreifen kann, welche Modelle damit arbeiten und ob Informationen möglicherweise für Trainingszwecke verwendet werden. Genau diese Fragen standen zuletzt auch beim LTG-Kongress im Mittelpunkt.
Für die europäische Infrastruktur nutzt MentorIQ unter anderem Hetzner. Dabei lohnt sich eine präzise Unterscheidung: Für seine eigenen europäischen Data-Center-Parks nennt Hetzner die Standorte Nürnberg, Falkenstein und Helsinki. Frankfurt wird bei Hetzner hingegen als wichtiger Verbindungs- beziehungsweise Colocation-Standort geführt, nicht als eigener Hetzner-Data-Center-Park. Für besonders sensible Anwendungen steht MentorIQ darüber hinaus eine eigene kontrollierte Maschinenumgebung in Finnland zur Verfügung.
Das Wissen bleibt Kapital des Unternehmens.
Selber bauen? Natürlich. Aber dann beginnt die Arbeit erst
Jetzt könnte ein IT-Leiter einwenden: Das können wir doch selbst entwickeln.
Natürlich.
Man kann heute vieles selbst entwickeln.
Die Frage ist nur, ob ein Industrieunternehmen deshalb zum Betreiber einer eigenen KI-Wissensinfrastruktur werden möchte.
Denn mit dem ersten funktionierenden Prototyp beginnt die Arbeit erst
- Datenaufbereitung
- Rechteverwaltung
- Systemlogik
- LLM-Anbindung
- Sicherheit
- Monitoring
- Updates
- Backups
- Prompting
- Schnittstellen
- Betrieb
Und vor allem die Frage, wer das alles in zwei oder fünf Jahren noch beherrscht.
Aus dem Wunsch nach Unabhängigkeit kann so erstaunlich schnell die nächste Abhängigkeit entstehen: von einem einzelnen Entwickler, einer Agentur oder jenem Mitarbeiter, der als Einziger weiß, warum das System überhaupt funktioniert.
MentorIQ verfolgt deshalb bewusst einen anderen Ansatz. Die Unterlagen sprechen nicht von einem weiteren IT-Großprojekt, sondern von einer betreuten Wissensinfrastruktur. Das Grundprinzip lautet: Die Fachbereiche liefern das Wissen, MentorIQ sorgt für Struktur, Systemlogik und Betrieb.
Und damit verändert sich auch die Kostenfrage.
Nicht: Was kostet diese KI? Sondern: Was kostet es uns heute, wenn unser Wissen nicht verfügbar ist?
Wie viele Stunden verbringen Mitarbeiter mit Suchen? Wie oft beantworten Spezialisten dieselbe Frage? Wie lange dauert es, bis ein neuer Mitarbeiter wirklich produktiv ist? Wie viel Wissen verschwindet mit jedem Personalwechsel? Wie häufig wartet ein Kunde auf eine Antwort, obwohl sie im Unternehmen längst jemand kennt?
Gemessen daran – und erst recht verglichen mit einer individuell entwickelten KI-Infrastruktur – ist die Einstiegshürde von MentorIQ bemerkenswert niedrig. Das aktuelle Modell ist modular aufgebaut und reicht von der klassischen Wissensbasis über Sprachnutzung bis zur souveränen Betriebsvariante.
Reden Sie mit ihm. Aber bitte nicht über das Wetter.
Deshalb wäre mein Vorschlag: Lesen Sie jetzt nicht noch zehn Absätze darüber, was MentorIQ angeblich kann.
Probieren Sie es aus.
Gehen Sie zu sales.elizamedia.eu, hören Sie sich Thomas Graf-Backhausen an und beginnen Sie danach das Gespräch. Die Seite ist ausdrücklich so aufgebaut, dass auf eine kurze Präsentation der direkte Dialog mit dem digitalen Wissensberater folgt.
Und machen Sie es ihm nicht zu einfach.
Fragen Sie ihn selbst
Klicken Sie eine Frage an – und fragen Sie weiter, wenn Ihnen die erste Antwort nicht genügt.
Wenn Ihnen seine erste Antwort nicht genügt, fragen Sie weiter. Genau darum geht es.
Und während Sie mit dem digitalen Thomas Graf-Backhausen sprechen, versuchen Sie für einen Moment nicht darüber nachzudenken, wie die Technik dahinter funktioniert.
Stellen Sie sich stattdessen nur eine Frage:
Wer müsste dort eigentlich sitzen, wenn das Ihr Unternehmen wäre?
Hinweis in eigener Sache: MentorIQ wird von Eliza Media Labs entwickelt. Der Ideengeber und Kurator dieser Story ist selbst Teil des Teams hinter dem Projekt. Gerade deshalb verstehen wir diesen Beitrag nicht als unabhängigen Produkttest, sondern als Einladung, die öffentlich zugängliche Anwendung selbst auszuprobieren und sich ein eigenes Bild zu machen.