Michael Grünert übernimmt am 1. Dezember 2026 die Führung des Industrievertriebs von Sonepar in Deutschland. Er wird zum VP Sales Industry berufen und behält zugleich seine Verantwortung für das Key Account Management. Ulf Böing, bislang SVP Sales Industry, verlässt den Elektrogroßhändler Ende Februar 2027 auf eigenen Wunsch. Damit beginnt Grünerts zusätzliche Verantwortung drei Monate vor Böings angekündigtem Ausscheiden.
Grünert verantwortet künftig zwei Vertriebsbereiche
Michael Grünert gehört dem Leadership Team Deutschland von Sonepar an und verfügt über fast 15 Jahre Vertriebserfahrung im Unternehmen. Neben dem Industrievertrieb bleibt das Key Account Management in seinem Verantwortungsbereich. Sonepar bündelt damit die Führung des deutschen Industrievertriebs und die Zuständigkeit für wichtige Kundenbeziehungen in einer Funktion. Weitere Änderungen an der Vertriebsorganisation nennt das Unternehmen nicht.
Die Ernennung betrifft einen Vertriebsbereich, den Sonepar über Innen- und Außendienst sowie eine Key-Account-Struktur betreut. Für Industriekunden ist der Wechsel an der Spitze insbesondere deshalb relevant, weil Grünert das Key Account Management bereits verantwortet und diese Aufgabe künftig mit der Leitung des gesamten Industrievertriebs verbindet.
Böing bleibt bis Ende Februar 2027 bei Sonepar
Ulf Böing wird Sonepar nach mehr als 38 Jahren verlassen, um sich einer neuen Aufgabe außerhalb des Elektrogroßhandels zu widmen. Seine Funktion als SVP Sales Industry und Grünerts Ernennung zum VP Sales Industry sind daher zeitlich getrennte Personalentscheidungen: Die zusätzliche Führungsverantwortung geht Anfang Dezember 2026 an Grünert, Böings Ausscheiden ist für Ende Februar 2027 angekündigt.
Manuel Haber, Vorsitzender der Geschäftsführung von Sonepar in Deutschland, verweist auf die Vorbereitungen für die Zeit danach: „Zugleich ist es uns gelungen, gemeinsam wesentliche Weichenstellungen für die Zeit nach seinem Ausscheiden vorzunehmen.“ Welche weiteren organisatorischen Schritte damit verbunden sind, führt Sonepar nicht aus.
Böing prägte den Aufbau des Industrievertriebs
Während Böings langjähriger Tätigkeit baute Sonepar nach eigenen Angaben den Innen- und Außendienst für Industriekunden aus und entwickelte eine professionelle Key-Account-Struktur. Das Unternehmen führt auch die stärkere Ausrichtung des Vertriebs auf die Bedürfnisse von Industriekunden auf seine Arbeit zurück. Der Industrievertrieb zählt laut Sonepar zu den tragenden Säulen des Vertriebs in Deutschland.
Über den deutschen Markt hinaus war Böing am Aufbau des Sonepar International Key Account Management, kurz SIKA, beteiligt. Er leitete die internationale Einheit mehrere Jahre. Seine bisherige Arbeit umfasste damit sowohl die Organisation des deutschen Industrievertriebs als auch die Zusammenarbeit bei internationalen Industriekunden.
Industriekunden gehören zu Sonepars deutschem Geschäft
Sonepar beliefert in Deutschland Kunden aus Handel, Handwerk und Industrie mit Elektroprodukten, Systemen und Dienstleistungen. Nach Unternehmensangaben beschäftigt Sonepar hier rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 161 Standorten. Die Größenordnung macht deutlich, in welcher Vertriebsorganisation die neue Führungsfunktion angesiedelt ist; Angaben zur Zahl der Beschäftigten oder Kunden speziell im Industrievertrieb macht Sonepar nicht.
Die international tätige Gruppe ist nach eigenen Angaben in 40 Ländern vertreten und erzielte 2025 einen Umsatz von 33,6 Milliarden Euro. Sonepar nennt weltweit 46.000 Beschäftigte.
Quelle: Sonepar
